Abstandhalten ist am Berg kein Problem. Hier am Herz-Ass-Panoramaweg im Villgratental. Foto: TVBO/Edifilm

Abstandhalten ist am Berg kein Problem. Hier am Herz-Ass-Panoramaweg im Villgratental. Foto: TVBO/Edifilm

Osttirol: Kaum Rückgang bei Nächtigungen im Juli

Nur 6,6 Prozent Minus im Vergleich zum Vorjahresrekord. Starke Zuwächse bei österreichischen Gästen.

Die Nächtigungsstatistik im Monat Juli zeigt mit 316.694 Nächtigungen den drittstärksten Julimonat nach den Erfolgsjahren 2018 und 2019 – dies trotz der aktuell sehr schwierigen Situation. Einige Gemeinden, wie Inner- und Außervillgraten, Lavant, Ainet, Nußdorf, Assling, Nikolsdorf, Leisach, Kals am Großglockner, St. Johann und auch die Stadt Lienz, übertrafen sogar ihre Vorjahresergebnisse. Für die gesamte Region Osttirol wurde gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 6,6 Prozent oder 22.505 Nächtigungen verzeichnet.

Starke Zuwächse gab es durch österreichische Gäste, über 42 Prozent (fast 32.000 Nächtigungen) Zunahme werden dem österreichischen Zielmarkt zugeschrieben. Der Tourismusverband Osttirol führt dies auf die frühen und zahlreichen Marketingmaßnahmen für einen „Urlaub dahoam“ zurück. Die größten Steigerungen gab es aus den Bundesländern Wien (+ 57 Prozent), Niederösterreich (+30 Prozent), Steiermark (+ 39 Prozent) und Tirol (+ 37 Prozent).

Die Gästenächtigungen aus Deutschland bleiben mit 147.868 zu 151.150 aus dem Vorjahr stabil, hier sind die wichtigsten Herkunftsmärkte Bayern, Nordrhein-Westfalen und Ostdeutschland. Der sonst im Sommer starke italienische Markt ist mit einem Minus von rund 53 Prozent wie zu erwarten stark eingebrochen, ebenso die Beneluxmärkte mit rund 30 Prozent.

Franz Theurls Optimismus hat sich bisher bestätigt. Der Juli lief gut und auch für August zeichnet sich ein Nächtigungsergebnis ab, als gäbe es kein Covid-19. Foto: Brunner Images

„Für August und die kommenden Herbstmonate ist eine sehr gute Buchungslage zu verzeichnen. Der Drang in die freie Natur, in einen Freiraum für persönliche Aktivitäten, hat enorm zugenommen. Osttirol mit seiner Naturlandschaft und seinen Gegebenheiten wird diesem Wunsch bestens gerecht, dies zeigen uns die aktuellen Buchungszahlen“, ist TVB-Obmann Franz Theurl überzeugt. „Selbstverständlich aber muss ständig auf die aktuellen Ereignisse, sowie behördlichen Maßnahmen geachtet werden.“

Bereits mit Beginn der Sommersaison hat der TVB Osttirol aus Eigeninitiative die Testung von Beherbergungsbetrieben vorzeitig in die Wege geleitet. Dabei wurden über 350 MitarbeiterInnen innerhalb kurzer Zeit getestet. Zwischenzeitlich besteht die Möglichkeit für alle gewerblichen Betriebe, das Testverfahren, welches vom Bundesministerium kommuniziert wurde, in Anspruch zu nehmen. Weiterhin fungiert der TVB Osttirol auch hier als Unterstützer und Koordinator gemeinsam mit dem Labor von Gernot Walder. Auch die Mitarbeiter des TVB Osttirol, welche verstärkten Kunden- bzw. Gästekontakt haben, werden getestet. Bis dato kam es zu keinem positiven Testergebnis.

„Der TVB Osttirol appelliert an alle Betriebe in der Region, das Thema ‚Covid 19‘ konsequent zu behandeln, denn nicht zuletzt von unserem Verantwortungsbewusstsein wird auch der Verlauf der Wintersaison abhängig sein“, meint TVBO-Geschäftsführerin Barbara Nussbaumer.

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11 Postings bisher
Spanidiga

Kann man sich nicht einfach mal darüber freuen...das es besser läuft als vorher gesehen....muß man gleich alles mögliche mit ins Spiel bringen...? Es ist sicher nicht alles pure Wonne.... gibt sicher vieles was man besser machen könnte...auch gibt es sicher Verlierer...die es lockerer nehmen als manche Kritiker hier

    W.Steiner

    Nein! Weil ich mich nicht missbrauchen lasse! Ich weiß welche Arbeit dahintergesteckt hat und welcher Einsatz dafür notwendig war - und dann kommen irgendwelche Schönwetterfritzen und tüdeln die schönen Lieder. Locker nehmen es vielleicht die Verlierer, die sich lieber vom Staat unterstützen lassen - ich nicht.

wolf_c

auf dem foto zum artikel sieht man viele wolken

    senf

    ... und solche naturschützer und grüne, die mit dem jumbo zu ihrem urlaubsdomizil fliegen. musst nur zoomen! 🙄

      r.ingruber

      Chemtrails?

      wolf_c

      ja, der da mit dem stock in die richtung zeigt scheint sowas anzudeuten, gruselig(oder mutig?)so ganz ohne (-)schutz heutzutage

      unholdenbank

      Woher, @senf, wissen Sie, dass in diesen Flugzeugen Grüne und Naturschützer drinsitzen? Sind Sie ein Durchblicker? Ein Durchblicker sogar durch die Aussenhaut eines Flugzeuges am Himmel? Woher kommt der Hass auf die Grünen? Wollen Sie keine gute Luft, kein klares Wasser? Oder sorgen nur die Ungrünen bzw. Türkisen und Naturhasser für eine gesunde Umwelt? Fragen über Fragen an den @senf. Der sollte so gesehen, besser in der Tube bleiben, bevor er einen bitteren Geschmack erzeugt.

    senf

    @unhold: warum legst du mir das wort hass in den mund?

    ich kritisiere solche naturschützer, die sich mit vollen händen alle annehmlichkeiten nehmen ohne darüber nachzudenken, woher sie kommen, sich aber vielem verschliessen. ich kenne einige davon. ein grüne lienzer gemeinderätin bedauert, dass ihr durch covid der australienflug verwehrt wurde, ein umweltschützer beklagt sich, dass er heuer auf seinen jährlichen amerikaflug zur tochter und in nationalparks verzichten muss und ein anderer ist wegen des entfallennen mehrmonatigen taucherlehrgang in indonesien verbittert und verflucht seine aerlines.

    was nützen da die fotovoltaikplatten am dach, wenn man für den lug über den atlantik den verbrauch von hunderttausenden liter kerosin mitverursacht.

    das steckt in meiner ironie, falls du es nicht kapiert hast.

    sag, bist du wirklich so naiv zu behaupten, dass wir die gute luft, das klare wasser und die gesunde umwelt den grünen und den naturschützern zu verdanken haben?

    natur- und umweltschutz hat in der heutigen verbrauchergesellschaft hohen stellenwert. leider wird er nicht überall ausreichend gelebt, weil zu wenig verzichtsbereitachaft besteht. aber wie schaut es denn bei dir aus? sei mal zu dir selber ehrlich und verrat es uns.

W.Steiner

Liebe Leute! Vergleiche mit anderen Destinationen bitte! Vergleiche innerhalb der eigenen Regionen bitte! Benchmarks und echte Analysen bitte! Dieses ewige Rekordgeheische geht mir auf die Nerven! In Nikolsdorf weiß ich warum wir das Ergebnis übertroffen haben - sicher nicht wegen dem Tourismusverband! Hier würde ich mir endlich Untersützung wünschen, indem ein ORTSAUSSCHUSS installiert wird. Vielleicht sollte man darüber mal schreiben, wie und warum verhindert wird, dass die Sonnseite einen gemeinsamen Ortsausschuss bekommt, der uns zu gleichberechtigten TVB-Mitgliedern machen würde? Ich hätte da einiges zu sagen...

sattmann

Wenn die Grenzen geschlossen sind MUSS man wohl im eigenen Land Urlaub machen. Natürlich kann man sich auch Marketingmaßnahmen aus Steigerungsgrund einreden! 😂

    isnitwahr

    bis vor kurzem konnte man fast überall hin. Freuen Sie sich doch, dass es gut läuft.