Rot für Hermagor? „Das wird nicht passieren“

Bezirkshauptmann Heinz Pansi dementiert Medienberichte über Ampelschaltung.

Vom „Musterschüler“ zum Risikogebiet? Lange Zeit stand der Kärntner Bezirk Hermagor bei der Zahl der Corona-Infizierten vergleichsweise gut da. Vor allem durch den „Almabtriebs-Cluster“ hat sich dieser Umstand zuletzt verschlechtert.

Für manche Boulevardmedien so sehr, dass sie bereits darüber berichten, dass am morgigen Freitag die Corona-Ampel im Bezirk auf Rot geschaltet werden soll. Hermagors Bezirkshauptmann Heinz Pansi zeigt sich im Gespräch mit dolomitenstadt.at verwundert: „Was diesbezüglich verbreitet wird, ist mir unerklärlich.“ Von einer bevorstehenden Rot-Schaltung durch die Ampel-Kommission weiß Pansi nichts: „Das wird nicht passieren.“

Hermagors Bezirkshauptmann Heinz Pansi weiß nichts von einer bevorstehenden Ampelschaltung auf Rot: „Das wird nicht passieren, die Zahlen waren zuletzt in Ordnung.“ Foto: Land Kärnten/Höher

Tatsächlich war Hermagor in der vorangegangenen Woche im Sieben-Tages-Schnitt österreichweit der Bezirk mit den meisten Neuinfizierten pro hunderttausend Einwohner. „Mittlerweile gehen die Zahlen aber wieder allmählich in die richtige Richtung. Wir hatten gestern nur noch eine und heute überhaupt keine Neuinfektion im Bezirk. Insgesamt hatten wir bis dato nach meinem Wissensstand 57 Infizierte“, so Pansi.

Reagiert habe die BH auf den Anstieg der Zahlen Anfang des Monats mit einer neuen Verordnung. So gilt laut ORF seit Montag, 5. Oktober, in den Gemeinden Kötschach-Mauthen, Dellach und Kirchbach Maskenpflicht auf öffentlichen Orten. Seit dem vergangenen Wochenende sind laut dem Kärntner Fußballverband (KFV) zudem alle Fußball-Heimspiele im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich vorerst untersagt. Auch bei Veranstaltungen gelten verschärfte Einschränkungen.

Gewissheit darüber, ob Hermagor auf der Corona-Ampel vorübergehend rot leuchtet, wird erst morgen herrschen, wenn die Karte von der Kommission aktualisiert wird. Welche konkreten Maßnahmen mit der höchsten Warnstufe, die die Ampel hergibt, einhergehen würden, scheint nach wie vor nicht geklärt zu sein. Die betroffene Region wüsste aber zumindest, dass nun „sehr hohes Risiko“ besteht.

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