Finanzielle Unterstützung für Tiroler Beherbergungsbetriebe

Nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss des Landes soll Umsatzrückgang ausgleichen.

Tiroler Beherbergungsbetriebe, die Nächtigungsrückgänge verzeichneten, aber keinen Anspruch auf Unterstützung aus dem Härtefallfonds oder den Fixkostenzuschuss des Bundes haben, werden jetzt vom Land Tirol unterstützt. Insgesamt sollen bis zu drei Millionen Euro zur Verfügung stehen, berichtete das Land in einer Aussendung. Anspruchsberechtigte Betriebe sollen eine Förderung in der Höhe von 3.000 Euro in Form eines nicht rückzahlbaren Einmalzuschusses erhalten.

„Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben bei den Beherbergungsbetrieben zu massiven Einnahmeausfällen geführt. Gleichzeitig laufen Verbindlichkeiten etwa in Form von Krediten aber weiter und auch gestundete Ratenzahlungen werden irgendwann fällig“, begründete Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) die Entscheidung. Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) fügte hinzu: „Eine stabile und funktionierende Tourismuswirtschaft ist Voraussetzung für den Start in ein neues Tourismusjahr und für das Tourismusland Tirol von zentraler Bedeutung.“

Anspruchsberechtigt seien Betriebe, deren Jahresumsatz in einem der vergangenen drei Steuerjahre 20.000 Euro überstiegen hat. Im Detail soll ein teilweiser Ersatz des Verdienstentgangs aufgrund von Nächtigungsrückgängen von mindestens 40 Prozent im Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 im Vergleich zu diesem Zeitraum des Vorjahres erfolgen. Diese Richtlinie des Landes Tirol trat am 1. Dezember 2020 in Kraft und gilt bis 30. Juni 2021. Anträge müssen bis zum 31. März 2021 bei der Standortagentur Tirol eingelangt sein.

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9 Postings bisher
karlheinz

Vor nicht allzu langer Zeit haben sich ÖVP-ler (jetzt Türkise) oft noch über den damaligen SPÖ Kanzler Kreisky geäußert, dass er nur Schuldenpolitik betrieben hätte. Mag sein, aber das Geld wurde hauptsächlich zur Senkung der Arbeitslosenrate verwendet. Mit Erfolg. Der jetzige Kanzler mit Anhang was machen die ? Von denen werden durch ihre Freizügigkeit nicht nur Schulden, sondern auch ein Chaos verursacht. In diesem Jahrhundert sehe ich keine Besserung der Finanzlage. Arme Nachkommen !! Mit dieser Politik ist dieser Regierung der Eintrag in die Geschichtsbücher sicher ! Vielleicht wird darin auch das Zitat "koste es was es wolle" erwähnt.

Bergtirol1

Wenn man die verschiedenen Postings hier liest kann ich nur den Kopf schütteln... Geht es um Neid und Gier in Gesellschaft oder kann sich wirklich niemand mehr freuen wenn man von der Regierung (in welcher Form auch immer, und sei sie noch so klein) eine Unterstützung bekommt?Ich denke das in der jetzigen Zeit jeder froh sein sollte wenn man irgendwann irgendwo irgendwas bekommt👍

Hoamat

Es gibt kein Limit nach oben,lt. Bundeskanzler Kurz, Koste es was es wolle.

defregger

Ich bin gespannt wie hoch die Pandemiesteuer mit XX,xx% in 2022 ausfällt?

Biker

Bin echt neugierig wer das am Ende alles bezahlen darf.

Die Politik verteilt Geld das sie nicht hat. Die Wählergruppen müssen bei Laune gehalten werden.

    pierina

    die Frage ist nicht wer das bezahlen wird, sondern mit welchen Methoden sie versuchen werden es uns unbemerkt aus der Tasche zu ziehen. Weil Einfallsreichtum um die Bevölkerung zu beschei..en haben sie schon immer bewiesen. Eines der wenigen Dinge worin sie gut sind. Die Enteignung hat schon lange begonnen, nur merkens die meisten noch nicht. Das gilt aber für alle Länder dieser Erde.

    steuerzahler

    Das ist wohl eindeutig, alle Steuerzahler werden gemeinsam dafür aufkommen.

    unholdenbank

    Na, die Betriebe, die jetzt die Hand aufhalten , sicher nicht mit ihren Steuern. Mit einem Heer an Steuerberatern läßt sich leicht "steuerschonend" bilanzieren. Abschreibungen, Rücklagenbildung und ähnliche Schmafuhs haben schon immer geholfen. Finanzieren werden wir das durch eine kräftige Inflation. Und die Wählergruppe bei Laune halten ? Müßte wohl eher Parteispendergruppe heißen. Bezahlen werden das die Hackler, die eh heutzutage schon mehr Lohnteueraufkommen erbringen als es die Unternehmenssteuer tut (https://apps.derstandard.at/privacywall/story/1397522117776/lohnsteueraufkommen-ueberfluegelt-umsatzsteuer) und (https://www.oegb.at/cms/S06/S06_0.a/1342609411465/home/wer-zahlt-die-steuern) !

      A oschtirolerin

      Steuerschonend, das ist aber ein höfliches Wort, ich würde es eher Hinterziehung oder Betrug nennen. Die Scheißtereien die in manchen Betrieben zugehen schreien zum Himmel! Ich möchte höflicherweiße nicht ins Detail gehen! Sie haben recht, die Arbeiter bekommen die Rechnung in die Schuhe geschoben!