Auch der Dolomitenlauf muss Corona weichen

Lockdown-Verlängerung bedeutet die erste Pause seit dreizehn Jahren.

Angesichts der großen Neuschneemengen und der optimalen Bedingungen auf Osttirols Loipen träumte nicht nur der Tourismusverband um Obmann Franz Theurl von einer Durchführung des 47. Dolomitenlaufes. Geplant war unter anderem das Sonntagsrennen von Heinfels über die Pustertalloipe bis nach Lienz. Auch die Inszenierung des Flutlichtspektakels auf dem Lienzer Hauptplatz wäre heuer schneetechnisch leicht von der Hand gegangen.

Doch die Corona-Pandemie machte auch dem Volkslanglauf einen Strich durch die Rechnung, der Dolomitenlauf muss auf das nächste Jahr verschoben werden. Geplant war das Event für das Wochenende von 21. bis 24. Jänner. „Die nun von der Bundesregierung angekündigte Verlängerung des Lockdowns bis 24. Jänner und die damit verbundenen Verordnungen lassen uns leider keine andere Wahl, als den Dolomitenlauf 2021 abzusagen. Wir folgen damit auch der Vorgangsweise zahlreicher anderer Volkslanglaufveranstaltungen und hoffen auf das Verständnis der Teilnehmer“, so Franz Theurl.

Der viele Schnee hätte auch heuer das Langlaufrennen entlang der Pustertalloipe ermöglicht. Nun muss das Event dem Lockdown weichen. Foto: EXPA/Angerer

In der langen Geschichte des Dolomitenlaufes gab es eine komplette Absage zuletzt vor 13 Jahren. „Gerade jetzt hätten wir mit unseren perfekten Schneebedingungen in Osttirol den Teilnehmern ein unvergessliches Erlebnis bereitet“, schmerzt den Touristiker die Absage. Um das Rennen auch in Zeiten der Pandemie risikofrei durchführen zu können, ließen sich die Veranstalter zuvor einiges einfallen. So wurde ein Austragungsmodus vorbereitet, der den Corona-Bestimmungen entsprochen hätte. Für die Rennen waren Massenstarts mit maximal 300 Personen geplant.

Jährlich reisen rund 2.000 Langläufer aus über 30 Nationen zum Dolomitenlaufwochenende nach Osttirol: „Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen können wir für so viele Menschen eine aus gesundheitlicher Sicht reibungslose Durchführung nicht gewährleisten.“ Die bereits bezahlten Startgelder werden den Teilnehmern für den Dolomitenlauf 2022 gutgeschrieben. Bei begründeten Fällen kann auch eine Rücküberweisung des einbezahlten Startgeldes erfolgen, betont Theurl.

Freunden des Langlaufsports legt der TVBO-Obmann nun das Osttiroler Loipennetz ans Herz. Auch das mittlerweile achte Skitourenfestival soll in diesem Winter mit neuem Format ausgetragen werden. Geplant ist das Event für Ende Jänner, angesichts der Corona-Situation steht aber eine Verschiebung in die erste Märzwoche im Raum. Von 27. Feber bis 7. März steht im Lesachtal die IBU-Biathlon Jugend- und Junioren-WM an.

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2 Postings bisher
isnitwahr

sehr schade, bei diesen traumhaften Schneeverhältnissen wäre das eine Topveranstaltung.

    wolf_c

    der schnee für den liebburgsprint wurde ja schon entfernt