Leichtes Einsatzplus für Osttiroler Flugrettung

Der Notarzthubschrauber C7 hob im Corona-Jahr zu 728 Einsätzen ab.

17.281 Einsätze wurden von den Crews der ÖAMTC-Flugrettung im Jahr 2020 österreichweit geflogen. Gegenüber 2019 ist das ein Rückgang um 8,7 Prozent. „Dass wir weniger geflogen sind, ist – wie könnte es anders sein – auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Freilich standen unsere Notarzthubschrauber dennoch im Dauereinsatz und hoben im Schnitt 47-mal pro Tag ab“, erklärt Geschäftsführer Reinhard Kraxner. Lockdowns, Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, ausbleibender Sommer- und Wintertourismus und Homeoffice haben zu einem anderen Einsatzbild geführt als in den Vorjahren.

Die ÖAMTC-Flugretter hoben in Osttirol im Corona-Jahr zu 728 Einsätzen ab. Foto: EXPA/Groder

Auch 2020 wurden die Notarzthubschrauber in erster Linie zu internistischen und neurologischen Notfällen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle alarmiert – rund 45 Prozent aller Einsätze sind darauf zurückzuführen. Unfälle, die sich in der Freizeit, bei der Arbeit, in der Schule oder im häuslichen Umfeld ereignet haben, machten 17 Prozent der Einsätze aus, Verkehrsunfälle 7 Prozent. 666 Personen wurden mittels Tau aus unwegsamem Gelände geborgen, in der Nacht hoben die Helis zu 582 Einsätzen ab.

Im Bundesländer-Ranking belegt Tirol mit 2.522 Einsätzen den dritten Platz. Während die Zahl der Flugeinsätze österreichweit abnahm, gab es in Osttirol und Wiener Neustadt an zwei der 20 ÖAMTC-Standorte im Corona-Jahr ein kleines Plus. Der in Nikolsdorf stationierte Hubschrauber Christophorus 7 hob im Vorjahr zu 728 Einsätzen ab und wurde damit 27 Mal öfter alarmiert als 2019. In Matrei übernimmt während der Sommermonate der Rettungshubschrauber Martin 4 einige Einsätze. Laut der Website-Statistik zählt der Standort durchschnittlich 300 Einsätze pro Saison und zwei bis sieben Alarmierungen pro Tag.

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