Tiwag erweitert Kraftwerk an der Schwarzach

17 Mio Euro Investitionskosten. WWF protestiert und fordert Kurswechsel.

Für die Erweiterung des Tiwag-Kraftwerks Schwarzach liegen nunmehr alle Genehmigungen vor, das meldet der Energieversorger in einer Medienaussendung. „Mit dem geplanten Zubau beim Krafthaus in Huben soll die Jahresstromerzeugung ausgebaut und die Eigenversorgung des Bezirks gesteigert werden“, erklärt die Tiwag. Das Projekt folge der nationalen Strategie zum Ausbau der Wasserkraft durch Verbesserungen und Optimierungen an bestehenden Anlagen. Die Investitionskosten betragen rund 17 Mio. Euro. Diese Woche wurde mit den vorbereitenden Bauarbeiten begonnen.

„Die Erweiterung dieses Kleinwasserkraftwerks ist aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht vernünftig und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Energieversorgung“, betont TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina: „Das Projekt wurde so geplant, dass ohne bauliche Maßnahmen an der Wasserfassung sowie an der Druckrohrleitung ein weiterer Maschinensatz zum Krafthaus dazu gebaut werden kann.“

Der WWF ist weniger begeistert von dieser Entwicklung. Die Naturschutzorganisation fordert die Tiroler Landesregierung zum Handeln auf. Der Kraftwerksbau im gesamten Isel-Einzugsgebiet müsse gestoppt werden. „Das europaweit einzigartige Gletscherfluss-System der Isel wird schrittweise zerstückelt und verbaut. Daher muss das gesamte Gletscherfluss-System unter Schutz gestellt werden, um die Isel und ihre Zubringer für die Nachwelt zu sichern. Ansonsten werden immer wieder naturschädliche Projekte durchgedrückt, ohne dass ihre Summenwirkung für die Natur berücksichtigt wird“, sagt WWF-Gewässerschutz-Sprecherin Marianne Götsch.

Laut Tiwag wird die Jahresstromerzeugung an der Schwarzach von 61 auf 83 Gigawattstunden gesteigert. Damit könnten über 5.200 Haushalte zusätzlich mit sauberer Energie aus Wasserkraft versorgt werden. Marianne Götsch kontert: „Der Ausbau der Wasserkraft ist in Osttirol schon lange überschießend. Jeder zusätzliche Eingriff kann zum Kipppunkt für das Ökosystem werden.“ Der WWF fordert einen umfassenden Kurswechsel der Tiwag. „Um den Ausstieg aus Öl und Gas zu schaffen, muss die Energiebranche ihre Hausaufgaben machen anstatt auch noch die letzten intakten Flüsse zu verbauen. Tirol braucht dringend mehr Energiespar-Maßnahmen und eine massive Photovoltaik-Offensive auf Gebäuden.“

Das zweite Tiwag-Projekt in Osttirol – die Errichtung eines neuen Kraftwerks am Matreier Tauernbach – ist noch nicht in trockenen Tüchern, sondern beim Bundesverwaltungsgericht in Wien anhängig.

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30 Postings bisher
Thomas Haidenberger

Liebe*r @senf, meine Aussage mit dem 30% - Anteil an der Stromerzeugung von PV-Anlagen bezieht sich auf das elektrizitätswirtschaftliche WINTERHALBJAHR (1. Okt. bis 31. März), nicht auf einzelne Tage. Und da manipuliert der Haidenberger nichts, eher @senf die öffentliche Meinung ...

Jede*r kann sich jederzeit davon vergewissern, dass meine Aussagen stimmen. Unter

http://sune-solution.com/monitoring.php

kann in der langen Liste ganz unten die PV-Anlage der Gemeinde Iselsberg-Stronach aufgerufen werden. Die ersten fünf Betriebsjahre ab 2014 mit "Winterdienst" brachten "Winter"-Erträge von knapp 29% bis über 36 %. Natülich ist jetzt die Gefahr nicht groß, dass @senf da nachschaut oder gar nachrechnet, denn er/sie weiß es ja schon längst ...

Und für die guten Tipps bezüglich Wohnort usw. bedanke ich mich herzlich. Mir würde da schon auch was einfallen, ich begebe mich aber nicht auf diese Stufe der Diskussion!

    senf

    herr haidenberger, sagen sie einfach, dass bei den angegebenen orten über die wintermonaten einfach keine solarenergieausbeutung möglich ist.

    was hat das mit dem diskussionsniveau zu tun, mit dem sie zu polemisieren versuchen. aber lassen wir das!

Burgi

Wenn ihr alle anprangert, dass die Photovoltaikanlagen im Winter nichts bringen, warum prangert ihr dann die Wassrkraft nicht ebenso an, die im Winter ebenso genau gar nichts bringt!

In Tirol wird bereits mehr Strom erzeugt als benötigt. Wofür also durch die Schwarzach-Erweiterung und sonstige im Gebiet geplanten Wasserkraftwerke ein noch einigermaßen intaktes Gletscher-Flusssytem zerstören? Nur mehr 15% der österreichischen Flüsse sind ökologisch intakt! Wasserlebewesen der Flüsse gehören zu den am meisten gefährdeten Arten Österreichs!

Wir hätten ein Wahnsinns Alleistellungsmerkmal in Osttirol, wenn wir dieses Naturjuwel erhalten würden, von dem wir touristisch als auch als Bevölkerung im gesamten wesentlich mehr profitieren würden!

senf

@ Thomas Haidenberger; man kanns ernst nehmen, alles in frage stellen oder auch nicht:

TT: Tirol ist von einer Energiewende noch entfernt

Tirol kommt dabei auf einen Anteil bei der erneuerbaren Energie von 45 Prozent, österreichweit macht er hingegen 33,6 Prozent aus. Gegenüber 2005 verzeichnet Tirol eine Steigerung beim Einsatz von erneuerbaren Energieressourcen um acht Prozent.

Bei der Photovoltaik konnte im Vergleich zu 2018 ein beachtlicher Zuwachs von 13 Prozent erreicht werden. Dennoch: „Hier liegt noch großes Potenzial.

https://www.tt.com/artikel/17742569/ehrgeizige-ziele-tirol-ist-von-einer-energiewende-noch-entfernt

    Thomas Haidenberger

    @senf Von "alles in Frage stellen" kann keine Rede sein. Lediglich die Art, Kraftwerkserträge in völlig unzulässiger Weise in "Versorgungssicherheit" umzurechnen, kritisiere ich. Aber darauf gehen Sie gar nicht ein, weil Sie ja wissen, dass diese "Rechnung" ein Witz und meine Kirtik berechtigt ist.

    Die Schlagzeile der TT trifft: Tirol ist von einer Energiewende noch (ziemlich) weit entfernt, denn der hohe Anteil an erneuerbarem Strom ist historisch und zum Glück für uns geografisch begründet. Gäbe es in Tirol Kohle statt hoher Berge und deshalb viel Wasser - überlegen Sie einmal, wie dann der Strom erzeugt würde!

    Und zur Notwendigkeit des Ausbaus der Photovoltaik: Das Ziel der Bundesregierung, Österreich bis 2030 10o% erneuerbarem Strom versogen zu wollen, kann nicht ansatzweise über den Vollausbau der Wasserkraft erreicht werden, weil dafür einfach das Potenzial nicht vorhanden ist! 11 Terawattstunden zusätzlicher PV-Strom stehen im Programm. Das bedeutet rund 2 KW-peak installierter Leistung / Österreicher*in. Davon hat Tirol derzeit grade einmal etwas über 7% geschafft. Wir Tiroler*innen müssten also zur Erreichung unseres Bundesland-Anteils in den kommenden 10 Jahren JÄHRLICH deutlich mehr dazubauen, als derzeit im Land insgesamt besteht ...

    Für Interessierte noch ein Link, der die 13 % Zubau in Tirol in einen größeren Zusammenhang stellt ... Sonnige Grüße!

    https://www.pvaustria.at/wp-content/uploads/2020-07-08-Photovoltaikmarkt-2019-Zweitstaerkstes-Jahr-mit-einem-Zubauplus-von-33-Prozent.pdf

Thomas Haidenberger

5200 zusätzliche Haushalte sollen also versorgt werden?

Nach dem üblichen Rechenansatz schaut das so aus: Der voraussichtlich in einem Jahr erzeugte Strom geteilt durch den durchschnittlichen jährlichen Haushaltsverbrauch ergibt die Anzahl der versorgten Haushalte. Ganz so einfach ist das aber nicht!

In der Realität ist es deutlich anders: Im Winterhalbjahr wird es kaum Steigerungen geben, weil die vorgeschriebenen Restwassermengen eingehalten werden müssen. Da wird der neue Maschinensatz dann wenig in Betrieb sein. Vielleicht in der Zeit, wenn die gerade nutzbare Wassermenge besser zur neuen Turbine passt als zu den bestehenden. Und schon ist es "Nix mehr" mit zusätzlich versorgten Haushalten, rein gar nichts! Denn die meisten davon brauchen im Winter mehr Strom als im Sommer, und wenn es im Winter keinen zusätzlichen Strom gibt, dann sind sie nicht versorgt.

Übrigens: Gut geplante PV-Anlagen erzeugen im Winterhalbjahr 30% ihres Jahresertrags, Kraftwerke an Gletscherbächen keine 10% ...

Zu hinterfragen wäre in diesem Zusammenhang möglicherweise auch der gegenwärtige Boom und die großzügigen Förderungen von Bund und Land bei den Luft-Wärmepumpen. Die werden nämlich mit Strom betrieben und brauchen genau dann am meisten, wenn die Luft besonders kalt und der Strom aus Wasserkraft besonders rar ist. Ob diese Kombination dann besonders schlau ist? Möge jede*r selbst seine Schlüsse ziehen ...

    steuerzahler

    Zustimmung zu den völlig unnötigen Luftwärmepumpen. Aber meine gut geplante PV erzeugt in diesen und kommenden Tagen genau keinen Strom. Ich hoffe, daß nach den Schneelasten mehr als nur ein paar Bröseln übrig bleiben. Wenn's so richtig schneit, ist diese Technik ebenso am Ende, wie die zugedeckten Luftwärmepumpen....

      senf

      haidenberger meint, dass pv-anlagen im "winterhalbjahr" 30% des jahresertrages erzeugen. wie wird sich das verhältnis wohl auf die kalten, schneereichen und nebeligen tagen auswirken. warum manipuliert er?

      meine anlage liefert mir leider seit dem 10. dezember 0,00 energie, ich müsste sie vorsichtig abschaufeln, enteisen ... (egal, ich lass das die märzsonne machen - oder den regen)

      wahrscheinlich habe ich sie nicht gut geplant, weil ich sie notgedrungen auf der nach süden ausgerichteten giebeldachseite installiert habe. mein traum hat sich leider nicht voll erfüllt, hm!

      le corbusier

      lieber senf und steuerzahler: mit diesen Wortspenden zeichnet ihr euch wieder einmal besonders aus. Nur weil eure PV Anlagen eingeschneit sind (das könnte man auch selbst ändern), heißt das nicht, dass der Wert 30% der Jahresproduktion nicht stimmt.

      senf

      @le corbusier: herr haidenberger meint: "im winterhalbjahr 30% der jahresproduktion". wahrschenlich meint er damit von anfang oktober bis ende märz über die sechs kalten monate. er weiss auch, dass die leistungskurve über die wintermonate also dezember jänner februar vielerorts über lange zeit kontinuierlich nach unten bis auf 0,00 fällt, was er aber elegant verschweigt. eine pv-anlage leist nach seiner aussage also in den ohnehin warmen monaten 70% der jahreserzeugung. und woher nehmen wir den strom in der kalten jahreszeit? mit ein bisschen ehrlichkeit wäre allen geholfen - vielleicht als anhänger statt fürsprecher der solarenergie.

      ja, und das mit der laufenden räumung über die wintermonate ist halt für viele ein problem, das auch der beste planer nicht lösen kann, wenn die voraussetzungen bei tausenden anlagen nicht gegeben sind.

      helfen sie uns bei den nächsten schneefällen?

    senf

    herr haidenberger, mieten sie sich bitte eine wohnung/häuschen (vorzugsweise in; ströden, tristach, zotten, bichl, arnbach, pfister, rabland, thal, dölach). trennen sie dort testweise für ein jahr das stromnetz, führen sie einen modernen haushalt und berichten sie danach, wie es ihnen mit ihrer eigenversorgung per pv und solaranlage ergangen ist.

    eine altbatterie vom tesla und scheiterholz sind erlaubt, keinesfalls ein benzin, gasaggregat oder verlängerungskabel zu nachbarn (wär ja geschwindelt).

    erklären sie tausenden durchschnittshaushalten, wie sie zukünftig ohne diesen netzversorger (wasserkraft, gas, atomstrom, kohle) zeitgemäß übers jahr kommen und wie dabei eine sinnvolle energiewende passieren soll. sparen sie sich dabei aber romane. danke!

    erinnern sie sich bitte daran, dass ich sehrwohl ein befürworter und nutzer der solarenergie bin und mich nicht gegen die nutzung der wasserkraft nach rahmenrichtlinien stelle. der strom aus der schwarzach wird über speicherseen im winter für tausende haushalte verfügbar sein und die landesgesellschaft als unternehmer wird hoffentlich auch geld damit machen. ist das denn wirklich so schlecht?

    genaugenommen

    also die 30% im winter ist ein aufgelegter schmarrn!! und glauben sie mir, ich habe selbst eine anlage und ich steige wegen ein bar cent nicht aufs dach um die anlage scheefrei zu machen!!!

      nikolaus

      Hier geht es doch nicht rein ums Geld! Eine bestehende Anlage Brach liegen zu lassen, weil sie zugeschneit ist, zeugt von ökologischer Kurzsichtigkeit. Gerade an kalten sonnigen Wintertagen ist diese Energie besonders wertvoll (wenn auch für den einzelnen nur in Cent-Beträgen messbar). Außerdem muss man bei der Planung davon ausgehen, dass in unseren Breiten ab und zu viel Schnee fällt, den man dann eben gefahrlos entfernen können sollte. Dass das heuer mühsam war, bestreite ich nicht. Ich habe jedenfalls heute meine Waschmaschine mit Eigenstrom betrieben - und das bereitet mir Genugtuung.

      senf

      @nikolaus: du lebst anscheinend in eine gunstlage und hast optimale voraussetzungen. das wünschen wir uns alle, aber es spielt sich leider nicht - auch nicht mit den besten planern und "ökologischer" weitsichtigkeit.

      seit dem extremen schneefall am 10. dezember hat es noch mehrere schneefalltage mit enormen niederschlag gegeben. das ist ihnen bekannt. wer in der lage war, seine anlage laufend vom schnee zu säubern, hat es sicher gemacht. viele sind weder zeitlich noch altersbedingt oder einfach aufgrund der gefahren leider nicht in der lage, diese aufgabe rechtzeitig zu erledigen. und wer sich in den tälern des bezirks ein wenig umsieht und ortskenntnis hat wird merken, dass die mehrzahl von solar- und auch pv-anlagen immer noch unproduktiv tief unter schnee und eis liegen. und damit auch diejenigen betreiber ihre saubere wäsche anziehen können, sind die stromnetze da.

      Thomas Haidenberger

      @genaugenommen

      Haben Sie schon einmal ausgerechnet, wie hoch der Winteranteil an der Jahreserzeugung ihrer privaten PV-Anlage ist? Vielleicht sollten Sie einmal. Sie könnten überrascht sein ...

wolf_c

… die harte arbeit N A C H H A L T I G E N A T U R Z E R S T Ö R U N G muß sich bezahlt machen: manager kriegen geld weil sie für ihre untergebenen schuften und die politik macht die gesetze dafür: die menschen sind nicht der meinung daß sie überfahren werden, weil sie es gerecht finden, daß die beteiligten an solchen vorhaben mit geld entlohnt werden, weil ...

unholdenbank

Jetzt sind sie wieder da auf dolomitenstadt.at - die bezahlten Claqueure der TIWAG und machen Stimmung - ja, immer schone eine verschworene Gemeinschaft gewesen. Die Melkkuh Stromkunden läßt man halt nicht gern aus den Fingern. @DolomiteWater: Sind sie ein Fachmann für die Herstellung von Solarpaneelen? Ich weiß (weil darin ausgebildet), dass die Herstellung von Zement/Beton für Staumauern und Kupfer für die Generatoren nicht viel weniger Dreck erzeugt , als die Herstellung von Si-wafers für Solarzellen. Ersteres wächst auch nicht auf Bäumen, zweiteres wird in Afrika gestohlen. Letzteres ist in Form von Sand praktisch unbegrenzt da (Silizium bildet 25,8% der Erdkruste). Und es geht nicht um Generatoren gegen Photovoltaik, sondern um ein MITeinander. Und von den Generatoren und Stauseen gibt es schon genug! Freie Dächer auch noch, Natur nicht mehr so viel!

    senf

    @unholdenbank, diesmal übertriffst du dich mit widersprüchen. vielleicht aus unwissenheit oder gar aus trotz? wie kommst denn auf die idee, dass es hier im forum von der tiwag bezahlte anklatscher gibt? bitte dich höflich um eine plausible erklärung!

    DolomiteWater

    @unholdenbank

    du musst dir einmal den Artikel genau durchlesen?!

    „Das Projekt wurde so geplant, dass ohne bauliche Maßnahmen an der Wasserfassung sowie an der Druckrohrleitung ein weiterer Maschinensatz zum Krafthaus dazu gebaut werden kann.“

    Und wenn du ein solcher Experte bist bitte um aufklärung was mit dem Sondermüll passiert wenn eine Platte defekt ist?

    Und das Argument mit Zement/Beton ist auch lächerlich oder womit sind deine eigenen 4 Wände gebaut?

rosemarie

Die Energiewende ist da! Solche Vorhaben sind unrentabel, schaden mehr als sie nutzen. Das Geld soll die Tiwag lieber dazu verwenden, um endlich die Stromkabel unter die Erde zu bringen, dann haben wir auch in Extremsituationen Strom. Auf die Wissenschaft hören, wäre angesagt!

    Stiller Gedanke

    Theoretisch sind die TIWAG und die TINETZ zwei getrennte Firmen, und nur weil die rine weniger Geld ausgibt wir die andere nicht automatisch mehr zur Verfügung haben. Trotzdem wurde die entschärfung neuralgischer Stellen im Stromnetz verschlafen. Nur eines ist klar, das Geld welches in den Ausbau des Stromnetzes fließt wird über die Netzgebühern wieder eingenommen.

      Thomas Haidenberger

      Das ist nicht nur theoretisch richtig! Die Netzgebühren sind leider ein wichtiger Teil des Problems

      So läuft es derzeit: Der Betreiber eine PV-Kleinanlage speist im eigenen Haus gerade nichtverbrauchten Strom als Überschuss ins Netz ein: Dafür gibt es - je nach Jahreszeit und Marktpreis 3,xx bis 5,xx Cent Vergütung / kWh.

      Dieser Strom fließt durch das vom PV- Anlagen-Betreiber selbst bezahlte Hausanschlusskabel zum anteilig selbst bezahlten Anschlusskasten des Netzbetreibers an der Straße, und von dort durch das vom Nachbarn selbst bezahlte Hausanschlusskabel ins Nachbarhaus. Dort wir der Strom "gezählt" und der Netzbetreiber hat das Recht, für die Nutzung des Hausanschlusskastens den vollen Netztarif vom Nachbarn zu verrechnen.

      Damit verdient der Netzbetreiber (fast) ohne Erbringung einer Leistung ganz (un)ordentlich, denn die Netzgebühren machen ein knappes Drittel des Preises aus, der für den Strombezug zu bezahlen ist. Tolles System!

      senf

      herr haidenberger, warum argumentieren sie schon wieder so manipulativ, das ist nicht fair! schön und gut, wenn bei pv-produktionszeiten übers netz strom zum nachbarn geliefert wird. um dem nachbarn allerdings lückenlos und jederzeit die benötigte energiemenge bereit zu stellen, muss das gesamtnetz zwischen den energielieferanten herhalten und das kann - wie in iselsberg - nur über kilometerlange stromleitungen samt trafostationen erfolgen, die vom tinetz gebaut und gewartet werden müssen. auch im austauschweg von ihrer pv!

      aber: falls sie aus ihren überschüssigen pv-strom mehr knete herausholen wollen, legen/spanne sie einfach eine obikabelrolle zum nachbarn und rechnen sie mit ihm monatlich ab 😏. bitte nicht weitersagen, ich möcht nicht in den kerker!

hinter dem vorhang

die tiwag hat auch viele freunde in der politik. hier gilt natürlich die unschuldsvermutung.

Septep

Wasserkraftgegnern muss man den Strom ABDREHEN.

wolf_c

die bauen das, damit sie wieder geld für die schönen werbebilder haben und die medien damit füttern können um der bevölkerung zu zeigen wie schön unsere umwelt sein könnte und wie sehr sie natur lieben, so sehr, dass sie sie niederbetonieren!

unholdenbank

Bei jedem neuen Kraftwerk bzw. Zubau argumentiert die TIWAG mit der Versorgungssicherheit. Das hat sie schon beim Draukraftwerk Strassen-Amlach getan. Warum wird hier immer mit den gleichen durchschaubaren Argumenten weiterbetoniert? Und klar, zuerst Ökostromförderung kassieren und dann nach 10 Jahren ausbauen - auch leicht durchschaubar. Wie viele Haushalte mehr sollen denn noch versorgt werden können? So viele gibt es ja gar nicht. Oder soll der Strom aus unseren Tälern wieder verscherbelt werden, um die Bilanz der HypoTirol zu retten? So lange nicht auf jedem öffentlichen Gebäude in Tirol eine Photovoltaikanlage steht, darf kein weiteres Wasserstehlkraftwerk mehr gebaut werden! Wann hört diese Ingenieursgigantomanie endlich auf? Die Gewässer sind nicht der Selbsbedienungsladen einiger weniger!

    DolomiteWater

    Da bleibt mit nur die Frage was umweltfreundlicher ist..

    Ein bestehendes Kraftwerk zu erneuern welches mit Wasser betrieben wird. Oder die ach so tolle Photovoltaik.

    Wasserkraftgegner sollten sich einmal über die Herstellung dieser Platten informieren, den diese sind viel umweltbelastender.

      steuerzahler

      Photovoltaik wird ohne Wasserkraft unpraktikabel. Außerdem sollten alle Wasserkraftgegner mal darüber nachdenken, ob ihnen Atomkraftwerke an unseren Grenzen lieber sind.

      Thomas Haidenberger

      @steuerzahler Sie haben recht, Wasserkraft und Photovoltaik könnten einander gut ergänzen! Aber irgendwie verwechseln Sie da möglicherweise etwas: Wasserkraft ist schon ausgebaut, in Tirol schon rund 75% des vorhandenen Potenzials!

      Was bisher weitgehend fehlt, ist der Ausbau der Photovoltaik. Da haben wir längst noch keine 5% des allein auf den Dachfächen bestehenden Potenzials nutzbar gemacht!

      Wäre durchaus Zeit, umzudenken!