Kindern und Jugendlichen fehlt mittlerweile ein komplettes Jahr an Interaktion. Es geht nicht nur um schulische Bildung, sondern auch um persönliche, emotionale, kulturelle. Foto: Annie Spratt/Unsplash

Kindern und Jugendlichen fehlt mittlerweile ein komplettes Jahr an Interaktion. Es geht nicht nur um schulische Bildung, sondern auch um persönliche, emotionale, kulturelle. Foto: Annie Spratt/Unsplash

Warum nicht ein ganzes Schuljahr wiederholen?

Der Ruf danach wird lauter und eine offene Diskussion darüber wäre wichtig.

Am 24. Jänner ist Welttag der Bildung. In diesem Jahr ein Tag der in einer langen Zeit des Homeschoolings stattfindet. So sehr ich mich während des Lockdowns 1 auch beschwert habe, das Homeschooling ist im Alltag aller Eltern, Kinder und PädagogInnen angekommen. Und eines muss ich schon deutlich zugeben, die Lehrer haben aus dem ersten Lockdown auch am meisten gelernt.

Schon im Herbst, als es noch Regelschulbetrieb gab, zeigte sich eine deutliche Veränderung zum letzten Schuljahr, es wurde online kommuniziert und die Hausaufgaben online über EINE Plattform verteilt und eingefordert. Zudem gab es plötzlich Lehrvideos der eigenen Lehrer. Ich war ziemlich überrascht und sehr begeistert. Zeigte das doch, dass man an den Schulen auf einen neuerlichen Lockdown viel besser vorbereitet sein würde als noch im Frühjahr 2020. Es gab also ein deutliches Learning beim pädagogischen Personal. Zum Wohle der SchülerInnen.

Und so kam man dann auch eigentlich recht ansehnlich durch Lockdown Nummer 2, alle zogen an einem Strang, die Organisation war um ein vielfaches einfacher und übersichtlicher, es gab Unterricht laut Stundenplan und es wurde gelehrt.
Virtuell, aber es wurde qualitativ unterrichtet. Wahrscheinlich nicht in dem Maße, wie es im Regelbetrieb möglich wäre, aber die LehrerInnen hatten gelernt online zu lehren. Innerhalb kürzester Zeit, rückblickend betrachtet.

Leicht ist das für niemanden und der Aufwand der betrieben werden muss deshalb, um halbwegs mit dem Stoff hinterher zu kommen, ist immens. Für Schüler, Lehrer und alle Beteiligten. Dass Familien und vor allem berufstätige Eltern, auch an ihre Belastungsgrenzen kommen zeigt die stetig steigende Zahl der zu betreuenden Kinder in den Klassenräumen und Kindergärten.

Zunehmend wird auch klarer, dass die Kinder schwer am Entzug der sozialen Interaktion zu leiden haben. Mein großer Sohn wurde kurz vor dem 1. Lockdown 14, jetzt wird er vermutlich immer noch im Lockdown 15. Ich kann mir gar nicht vorstellen was ich in seinem Alter gemacht hätte, ein Jahr lang eingesperrt mit meiner Mama und meinem kleinen Bruder. Supergau für die persönliche Entwicklung und Selbstfindung.

Wenn jetzt die Buchautorin („Kulturkampf im Klassenzimmer“), frühere Ombudsfrau im Bildungsministerium und Volksschullehrerin, Susanne Wiesinger, in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ dafür plädiert, das Corona-Schuljahr für alle zu wiederholen, kann ich das gut nachvollziehen. Es geht nicht nur um schulische Bildung, sondern auch um persönliche, emotionale, kulturelle. Uns fehlt allen eigentlich ein komplettes Jahr an Interaktion. Besonders hart trifft es aber die Kinder und Jugendlichen.

Ist eine generelle Wiederholung, wie sie auch unter den Schülern immer wieder angesprochen wird, überhaupt möglich? Was ist mit den Kindergartenkindern, die einschulen wollen/sollen? Was mit den MaturantInnen, die einrücken sollen oder an die Unis gehen und alle anderen dazwischen? Es geht aber auch um ein Jahr mehr Unterhalt, der für die Kinder zu zahlen ist und viele andere familiäre Entscheidungen.

Ich denke, wir sollten dennoch eine offene Diskussion darüber führen, ob wir – am Ende dieser Pandemie – mit unseren Kindern überhaupt zurück können zu einem Leben wie vorher und so tun als ob uns das alle nicht verändert hätte.


Anja Kofler leitet die Stadtbücherei Lienz und ist freie Autorin im Team von dolomitenstadt.at.

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32 Postings bisher
Moses

Liebe Frau Kofler!

In vielem kann ich Ihnen folgen, das Schuljahr ist für SchülerInnen, Lehrpersonal und vor allem für Erziehungsberechtigte eine Herkulesaufgabe, die manche an ihre Grenzen und einige darüber hinaus führt. Das ist Tatsache. Angesichts der Herausforderungen, die in der Schulgeschichte seit Maria Theresia einmalig sind, funktioniert das Ganze mittlerweile aber recht gut. Auch da gehe ich mit Ihnen d'accord. Auch dahingehend, dass Kinder und Jugendliche schwer unter dem Entzug sozialer Interaktion - wie Sie es formulieren - leiden, stimme ich mit Ihnen überein. Die Conclusio, die Sie aber andenken, dass nämlich das Schuljahr annuliert und gecancelt werden sollte, halte ich allerdings für einen Schlag ins Gesicht derer, die sich - darf ich's auf gut Tirolerisch sagen - in diesen Homeschooling-Phasen den A... aufgerissen haben, und zwar aufseiten der Kinder, der LehrerInnen und vor allem der Eltern. Ein solches Ansinnen ist für die Betroffenen sicher gewaltig motivierend! Und noch etwas erscheint mir in Ihrer Argumentation unlogisch: Für Sie ist die verlorene soziale Interaktion anscheinend nur im Wiederholen des Schuljahres - also der selben Schulstufe - möglich. Echt? Ist das nicht eine Schulstufe höher, die sich die allermeisten durch harte Arbeit im Homeoffice redlich verdient haben, auch möglich oder kann man nur sozial interagieren, indem man noch einmal das Schuljahr wiederholt?

uppsala

Wenn unseren Kindern jz das Schuljahr auch noch genommen wird 😠 Wir haben gerackert wie die Blöden! Habe als Mutter mein Bestes gegeben! Das war und ist harte Arbeit für uns ☝

WarumSchonWieder

Bin ganz der Meinung von lillifee.

Weiters bitte das Gehirn einschalten, denn sonst könnte man kein generelles Wiederholungsjahr einfordern:

Das würde bedeuten - 1 Jahr keine neuen Lehrlinge oder müssten auch diese das jeweilige Lehrjahr wiederholen, weil sie nichts gelernt haben? - im darauffolgenden Jahr doppelt so viele Lehrstellensuchende? Wo sind die Lehrplätze? - Bestrafung jener Schüler, Eltern und Pädagogen, welche sich bemüht haben. Wie erklärt man dies den Schülern?

Ich bin der Meinung, und ich spreche aus eigener Erfahrung, Erlebnis und Beobachtung, dass die Schüler bis dato keine Ferien hatten, die Eltern herausgefordert wurden und die Pädagogen sich anpassen und flexibler werden mussten. Alle haben Leistung gebracht, Ausnahmen gibt es aber überall.

lillifee

Warum sollte der Fleiß im Homeschooling durch das Wiederholen des Schuljahres bestraft werden? Unsere Kinder, Volksschule und AHS Unterstufe haben Dank engagierter Pädagogen keinerlei Bildungsrückstände. Es wurde auch zusätzlich genügend Arbeitsmaterial zum Festigen des Stoffes auf freiwilliger Basis zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot zu nutzen lag an jedem Einzelnen. Wenn Eltern in Absprache mit den Pädagogen eine Wiederholung der Klasse für ihr Kind für richtig halten, wird dies wie im Präsenzunterricht auch möglich sein. Wenn es auch nicht immer leicht ist, Homeschooling hat für uns auch positive Seiten ...

thomas78

Mittlerweile haben wir es mit Corona Mutationen zu tun, was bedeutet dieses historische Ereignis, und das ist es ohne Zweifel, wird uns noch länger verfolgen. Gerade deswegen würde ich die Schüler auf keinen Fall das Jahr wiederholen lassen, dieses Zugeständnis dürfen wir diesem verdammten Virus nicht machen!

smile

Die Schüler- und Schülerinnen arbeiten meiner Meinung nach äußerst fleißig - und ein Großteil der Lehrer- und Lehrerinnen ist äußerst bemüht. Die Schularbeiten fallen auch nicht schlechter aus als beim Präsenzunterricht - man muss sich halt arrangieren mit der Situation. Manche Kids können sich zu Hause auch besser konzentrieren und dem Unterricht folgen als in Klassen mit 20 - 36 Schüleren. "Eingesperrt" war niemand - man kann und konnte immer ins Freie um Sport zu treiben etc. "Verloren" hat meiner Meinung nach kein Kind ein Jahr - im Gegenteil - die Kid`s machen meistens das Beste aus der Situation.

Nickname

mein Kind hat nix verpasst um wiederholen zu müssen

Lz

"Ein Jahr lang eingesperrt mit meiner Mama und meinem kleinen Bruder". Also haben sie ihrem Kind die Freiheit geraubt? Das ist strafrechtlich relevant! Sport war immer möglich, im Sommer alles normal bis zu den Herbstferien! Sport und Bewegung weiterhin möglich! Ab Dezember Schifahren!

Asdf jjkloe

Freiwillig oder mit Nicht genügend obwohl bei einem Nicht genügend waren eh die Lehrer und/oder der Lockdown schuld - also nur freiwillig sicher das beste für alle

PrinzessinL

Meine Kinder sind in der Oberstufe, also bezieh ich mich jetzt mal nur darauf.

Wenn das Jahr wiederholt werden würde, dann hieße das ja im Umkehrschluss, dass die ganze Arbeit umsonst war? Von Lehrern und Schülern und Eltern teilweise. Sprich wir hätten auch nichts tun können???? Nichts, im Sinne von nichts für die Schule lernen.

Aber lernen wir nicht eigentlich fürs Leben? Dafür haben alle viel gelernt.

Die Vorraussetzungen sind nicht für alle dieselben, aber auch das ist keine Neuheit? Ist das beim Präsenzunterricht anders?

Manche Lehrer schaffen sogar mehr Stoff pro Stunde als im Präsenzunterricht. (natürlich zum Leidwesen mancher Schüler - Grins) Und viele schaffen einen unglaublich tollen Onlineunterricht. Ein grosses Lob an Hak und Hlw!!

Ich finde es wurde grossteils sehr gut gearbeitet. Vor allem sieht man jetzt genau wer wieviel und was macht. Schüler genau wie Lehrer. Und gute und schlechte gibt es überall. Hat es immer schon, wird es immer geben.

Die Kinder sind dank der digitalen Medien in regem Austausch mit ihren Freunden. Was hätten wir denn früher getan, ohne Handys und Laptops? Wie hätte denn da das Homeschooling für Oberstufen geklappt?

Aber jetzt zu sagen, das Jahr muss wiederholt werden, halte ich für das falsche Signal. Dann erleben wir nämlich wirklich ein Jahr, in dem "nichts" getan wird, weil der Stoff den meisten ja doch irgendwie bekannt vorkommen sollte und die Jugendlichen dann wirklich nichts mehr tun.

Jeder hofft, dass der Präsenzunterricht bald wieder starten kann, aber ich finde auch das Homeschooling hat sich gut geschlagen.

nufets

Nur ein kleiner Denkanstoß: Es ist natürlich reichlich spät jetzt, so knapp vor dem Ende des ersten Schulhalbjahres diese Überlegungen anzustellen. Das hätte viel früher passieren sollen, war aber angesichts zu optimistischen Einschätzung des Pandemie-Verlaufs schwer vorauszusehen. Wen trifft aber der Covid-bedingte Rückstand im Schulwesen am meisten? Es sind vor Allem die einkommensschwachen, nicht so gut mit den zum Homeschooling notwendigen digitalen Geräten ausgestatteten Familien, Kinder, deren (unter Umständen alleinerziehenden) Eltern nicht die Resourcen besitzen, um ihre Kinder im notwendigen Umfang unterstützen zu können. Davon gibt es nicht so wenige! In letzter Konsequenz bedeutet das für die Zukunft, dass die Schere zwischen Arm und Reich, die Kluft zwischen den Begüteten und den weniger Begüteten noch weiter aufzugehen und sich die allgemeine Chancenungleichheit noch weiter zu verstärken droht. Ich finde daher, dass diese Überlegungen nicht einfach in den Wind geschlagen werden sollten. Nur, ein Entscheidung muss rasch getroffen werden, um Eltern und Kindern den schulischen Leistungsdruck für das verbleibende Schuljahr zu nehmen.

    Lz

    Leihgeräte gab es in den Schulen und die Möglichkeit mit Laptops oder and Standgeräten in der Schile zu arbeiten. Das sind nur Ausreden! Auch das Argument das die Begüteten bessere Chancen haben als die weniger stimmt auch nicht. Ob arm oder wohlhabend, lernen müssen alle! Für die Organisation waren dann auch mal die Eltern zuständig, hat es nicht funktioniert sofort wieder den anderen die Schuld geben! Traurig!

Lz

Volksschule ja! Und ein Vorschuljahr verpflichtend für Kindergartenkinder!

    Nickname

    mein Kind ist 1. Klassler schon jetzt total unterfordert, wenn es noch mal 1. Klasse machen muss finde ich schädlich!!!! also, wer nichts gelernt hat, kann wie auch früher gern wiederholen, aber nicht alke gleich, denn nicht alle gleich sind!

nikolaus

Eine Wiederholung des Schuljahres für alle ist meiner Meinung nach absoluter Nonsens!!!

Viele Schüler*innen, vor allem in höheren Schulstufen, arbeiten mehr als im Unterricht. Wo sich sonst Lehrpersonen "verzetteln" (jeder kennt Lehrer, bei denen man nur ein bestimmtes Stichwort lierfern musste, und man wusste: Die Stunde ist gelaufen!), werden jetzt Aufträge erteilt, die man im Idealfall in einer Unterrichtseinheit geschafft hätte. Und diese fleißigen jungen Leute will man jetzt bestrafen, indem man sie ein Jahr wiederholen lässt? Wer nichts oder zu wenig tut/getan hat, hätte auch im "normalen" Schulalltag ein Problem!

Soziale Interaktion allerdings gehört intensiv gefördert! Jedoch muss man dazu nicht ein Schuljahr wiederholen, sondern z. B. die gesamten Sommerferien über zahlreiche frei zugängliche Angebote schaffen, von Sport über Kultur bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Das würde auch Eltern mit (für Homeschooling) verbrauchtem Urlaub zugute kommen.

PS: Fr. Wiesinger hat sich nicht das erstemal durch ihre Aussagen selbst disqualifiziert. Mögen wir von weiteren Ideen dieser Dame verschont bleiben!

    Aspasia

    Im Sommer wird noch gar nichts normal sein. Und im nächsten Schuljahr wohl auch noch nicht. Große Teile der Bevölkerung inklusive Eltern sollten sich endlich mal der Realität stellen: Impfungen für Kinder und Jugendlichen werden dauern, bei Erwachsenen wirds auch ewig dauern, bis da ein großer Teil geimpft ist, und wer weiß, was die Mutationen noch machen ... Jetzt für den Sommer große Kinder-Treffen zu planen ist Irrsinn. Oder wollen wir wie in GB und Schweden Kinder in größerem Ausmaß auf Intensivstationen sehen? Je mehr Kinder infiziert werden, desto mehr von ihnen haben auch das Pech eines schweren Verlaufs, siehe hier: https://norwaytoday.info/news/around-30-swedish-children-have-become-life-threateningly-ill-after-covid-19/

      Lz

      Abwarten und nichtimmer schwarz malen! Abstände halten und FPP2 Masken werden uns noch länger begleiten! Aber auch Kinder und Jugendliche sollten angehalten werden, sich an die Regeln zu halten und sich zu testen!

    thinker

    Supergau für die persönliche Entwicklung und Selbstfindung

    Dass die Lockdowns an niemandem spurlos vorübergehen, das ist wohl unbestritten. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene leiden an den fehlenden sozialen Interaktionen und Kontakten. Das Problem aber nur auf den fehlenden Präsenzunterricht zu minimieren, das finde ich einen falschen Ansatz zur Problemlösung. Genauso wird eine Wiederholung des gesamten Schuljahres für alle nichts bringen.

    Ob das Erstellen von eigenen Lernvideos und das Bereitstellen (teilweise nur) eingescannter Arbeitsblätter aber als der große Fortschritt beim distance learning bezeichnet werden kann, das wage ich zu bezweifeln. Distance learning bedarf einer eigenen Didaktik. Wer sich informieren möchte, wie erfolgreiches distance learning funktioniert, der sollte sich über die „School of the Air“ informieren, welche schon seit 1951 in Australien erfolgreich arbeitet.

    Genauso wenig ist es aber im Sinne einer erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie nicht zielführend, wenn nicht gar verantwortungslos, 80% der SchülerInnen und mehr jetzt vor Ort in der Schule zu „betreuen“. Dass einige Eltern mit dem Homeschooling überfordert sind, das ist nicht zu leugnen, aber bei einigen wird es wohl auch die Bequemlichkeit sein, die Kinder in der Schule „zur Beaufsichtigung“ abzugeben. Dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn noch weitere Lockdowns folgen werden, denn so kann das Virus ja munter sich weitervermehren bzw. -leben.

    Meiner Meinung nach ist der einzige Weg, den Kindern (aber nicht nur denen) wieder einen Sinn in ihrem Leben zu geben, und ihr Alleinsein nicht zu einem Gefühl der Einsamkeit werden zu lassen; denn Einsamkeit wird in der heutigen Gesellschaft ein immer größeres Problem, hat sich doch in den letzten Jahrzehnten der Lebensstil für viele von uns gewandelt und der Fokus dabei vor allem auf das Individuum und weniger auf die Gemeinschaft gerichtet. Unter Einsamkeit versteht man hauptsächlich einen schmerzlichen Mangel an Nähe, der über einen längeren Zeitraum besteht. Dadurch unterscheidet sich die Einsamkeit auch von dem Alleinsein, denn das Alleinsein ist eher eine räumliche Trennung von anderen Menschen, während Einsamkeit ein innerer Schmerz ist. Trotzdem wird Alleinsein oft mit Einsamkeit verwechselt. Um dem entgegenzuwirken, ist es sicherlich wichtig, unseren Kindern (uns nicht nur denen) eine Kultur der Achtsamkeit zu lehren, und das muss in erster Linie im geborgenen Umfeld der eigenen Familie geschehen, wobei die Familie als eine Verantwortungsgemeinschaft zwischen Eltern und Kindern bzw. umgekehrt zu sehen ist.

    In der Welt der Zukunft, in der zunehmend menschliches Miteinander durch Technik ersetzt werden dürfte, wird eine Kultur der Achtsamkeit noch wichtiger, die den großen Wert von Beziehungen wahrnimmt (Quelle: www.psychiater-im-netz.org ). Dann können wir alle, nach dem Ende dieser Pandemie, einem vielleicht werterfüllteren Leben entgegensehen.

Aspasia

Wieso haben die Kinder dann daheim gelernt und ich mir als Lehrerin den A.... aufgerissen? Es sollen die wiederholen, die schwach sind. Und sonst niemand.

    Sonne99

    Genau, ein Drittel der Schüler profitiert vom Distance-Learning, ein Drittel macht mit, so gut er/sie kann und ein Drittel könnte wiederholen.

osttirol20

Das wäre definitiv das Beste, bis dahin hätten dann auch die Schulen vielleicht - nach rund eineinhalb Jahren Pandemie - ein Konzept erarbeitet und die Schüler sind auch mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen vollkommen untätigen Bildungsminister los!!!

    Fam A

    @osttirol20.... Und wohin mit den 6jährigen Kindergartenkinder? Sollen die ihr Jahr vielleicht auch wiederholen? 🤷‍♂️

      Lz

      1 Vorschuljahr!

      leniiii

      Ganz normal einschulen... dann gibt es halt mehr Erstklassler

      Fam A

      @leniiii.... Klassen mit 30 und mehr SchülerInnen gab's zu meiner Zeit. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind.

      @Lz..... Nicht alle Kinder brauchen ein Vorschuljar. Abgesehen davon verschiebt sich alles um ein Jahr.

      leniiii

      @FamA: deswegen werden doch nicht mehr Kinder pro Klasse sein... halt mehr 1. Klassen... welchen Denkfehler haben Sie denn da gemacht???

      Fam A

      @leniiii "deswegen werden doch nicht mehr Kinder pro Klasse sein... halt mehr 1. Klassen... welchen Denkfehler haben Sie denn da gemacht???"

      Ich denke gern ein bisschen weiter, nicht nur bis zur 1. Klasse. Woher die zusätzlichen Lehrer und Klassen nehmen? Es sind ja jetzt schon teilweise die Räumlichkeiten knapp. Es gibt dann doppelt so viele 1. Volksschulklassen, in vier Jahren dann doppelt so viel Kinder die in eine Hauptschule oder ins Gym kommen. In acht Jahren doppelt so viele Schüler die in eine Oberstufe wechseln. Im BORG zB gibt es jetzt schon 2 "Wanderklassen"....... das kann man so bis zum Studium oder zur Arbeitsplatzsuche weiterführen. Aber wird wohl nur (m)ein Denkfehler sein.. 🤷‍♂️ Obwohl 🤔....Wenn ich mir die "stimme nicht zu" Stimmen zu Ihrem Post anschaue, fehlts bei mir wohl doch nicht so beim Denken 😉😏

    Lz

    Einer der besten Bildungsminister seit langem! Er bemüht sich seit einem Jahr redlich, das Beste aus der Situation zu machen! Untätig ist der Bildungsminister bei Gott nicht! Wer so urteilt, plappert immer nur Sachen der Opposition unreflektiert nach!

    Lz

    Untätiger Bildungsminister! Eine Frechheit, woher wollen Sie das denn wissen?

Zahlen-lügen-nicht..

Weil es bis ins Jahr 2025 noch viele Lockdowns geben wird, dann müßten die Schüler wohl 5 Jahre wiederholen. Mit 20 in der Pflichtschul-Abschlussklasse. 🤔