Handel und Friseure sperren wieder auf

Der harte Lockdown endet mit den bekannten Einschränkungen. Unklar bleibt Tirol.

Der seit kurz nach Weihnachten geltende harte Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie geht mit Montag zumindest fürs erste zu Ende. Der Handel darf wieder komplett aufsperren, gleiches gilt für körpernahe Dienstleister wie Friseure oder Tätowierer. An den Schulen ist Präsenz-Unterricht wieder Usus, wobei dieser wegen der Ferien in den anderen Landesteilen zunächst nur in Wien und Niederösterreich genutzt werden kann. Auch für das Privatleben gelten neue Regeln.

Zwar besteht weiter eine nächtliche Ausgangssperre, dafür dürfen sich untertags wieder vier Erwachsene aus zwei unterschiedlichen Haushalten treffen, dazu bis zu sechs minderjährige Kinder. Für mehr Abwechslung in der Freizeit sorgt, dass Museen und Bibliotheken wieder öffnen dürfen. Das gleiche gilt für Zoos.

An den Volksschulen gibt es die ganze Woche Präsenzunterricht, wobei am Montag und Mittwoch „Nasenbohr“-Tests an Ort und Stelle durchgeführt werden. Eltern, die das ablehnen, müssen ihre Kinder daheim unterrichten. In den höheren Schulstufen ist ein Teil am Montag und Dienstag mit Unterricht an der Schule dran, der andere Mittwoch und Donnerstag. Getestet wird dort jeder Jugendliche nur einmal pro Woche.

Was den Handel angeht, sind dort wie auch in den nun wieder geöffneten Freizeitbereichen FFP2-Masken anzulegen. Zudem könnte man sich dort und da länger anstellen müssen, da weniger Personen in die Geschäfte zugelassen werden. Eine Zusatzhürde gilt es beim Besuch persönlicher Dienstleister zu überwinden. Eingelassen werden darf man beispielsweise beim Friseur oder im Kosmetikstudio nur, wenn man einen negativen Coronatest vorweist, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Unklarheit herrschte in der Nacht von Sonntag auf Montag über die Gespräche zwischen Gesundheitsministerium und Tirol, ob auf das Land wegen der „Südafrika-Mutante“ noch verschärfte Maßnahmen zukommen. Aus Landhauskreisen hieß es gegenüber der APA, die Verhandlungen zwischen Minister Rudolf Anschober (Grüne) und LH Günther Platter (ÖVP) seien ohne Ergebnisse vertagt worden. Aus dem Bund gab es dazu vorerst allerdings keine Bestätigung.

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4 Postings bisher
senf

blumen, sträucher, gartenbedarf sind ein hit - meine beobachtung heute im baumarkt. wofür braucht man das zeug anfang februar? wohl nicht um den frühling herbeizuzaubern, obwohl ja bald alle straßen und gehsteige dafür fit gemacht wurden. komisch, nicht?

spitzeFeder

Irgendwie müssen Friseure systemrelevant sein, weil - es gibt so viele körpernahe Berufe, aber ich höre nur immer Friseure.

Ich stelle mir gerade einen Kellner vor, der nicht "körpernahe" serviert. Und die Kundschaft eines Kellners ist vergleichsweise ähnlich lange "im Lokal" als die eines Friseurs.

Nickname

es wird privat mehr erlaubt, damit man geschäftlich schneller zudrehen kann!?

    tirolerisch

    die Leut halten es ja nicht mehr aus. Wir werden sehen wie diszipliniert wir Menschen sind! Wir wissen es geht um unsere Zukunft, also schaltet Hirn ein. Ansonsten sperren sie halt wieder alles zu, es kommt auf jeden einzelnen an..