Kostenlose Lernbegleitung für Schüler in Tirol ab Ostern

Eine Initiative von Land und AK soll helfen, coronabedingte Lerndefizite aufzuholen.

Weniger Schultage mit Präsenzunterricht – mehr Stunden vor Bildschirmen und in den eigenen vier Wänden im Zuge von Distance Learning und Home Schooling – die Coronakrise ist für SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern gleichermaßen eine Herausforderung. Eine Stütze für alle Beteiligten soll die Initiative „Land Tirol–AK–BFI Lernbegleitung“ bieten, welche heute, Dienstag, im Rahmen der Regierungssitzung beschlossen wurde. Die Kosten in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro werden vom Land Tirol und der Arbeiterkammer Tirol getragen. Der Landesanteil beträgt knapp 776.000 Euro.

„Trotz des vorbildhaften Einsatzes der Lehrerinnen und Lehrer wie auch der Eltern kommt es immer wieder zu einer Überforderung von Schülerinnen und Schülern und auch deren Erziehungsberechtigten. Weil der Unterricht zu Hause für viele Eltern eine psychische Belastung darstellt, ihre Kinder im erforderlichen Ausmaß schulisch zu unterstützen und den Anforderungen gerecht zu werden, haben wir uns als Land gemeinsam mit der Arbeiterkammer Tirol und dem BFI Tirol dazu entschlossen, mit Beginn der Osterferien bis zum Ende der Sommerferien eine kostenlose und qualitativ hochwertige Lernbegleitung zu initiieren“, betont LH Günther Platter.

LH Günther Platter, LRin Beate Palfrader und Erwin Zangerl, Präsident der Arbeiterkammer, begrüßen die Lernangebote in Tirol. Foto: Land Tirol

Insgesamt werden mit der Initiative über 4.000 Lernplätze geschaffen. Starten wird die Lernbegleitung ab 29. März mit einer Oster-Intensiv-Lernwoche. Anmeldungen sind ab sofort unter 0512 59 6 60 und info@bfi-tirol.at möglich. In Kleingruppen können SchülerInnen ab der fünften Schulstufe Wissenslücken in Mathematik, Deutsch und Englisch (weitere Fächer auf Anfrage) schließen und Gelerntes durch individuell begleitetes Üben festigen. Bis zum Sommer wird es dann eine regelmäßige Lernbegleitung geben. Mit Ende des Schuljahres startet die „Sommerschule Plus“ für SchülerInnen bereits ab der ersten Schulstufe. Stattfinden wird die Lernbegleitung jeweils am BFI in Innsbruck sowie an den BFI-Bezirksaußenstellen.

„Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den schwierigen Bedingungen für den Schulalltag soll dieses kostenlose Angebot eine wichtige Stütze für Eltern und Kinder sein. Gleichzeitig können wir damit auch sicherstellen, dass es nicht zu Bildungsnachteilen kommt. Denn die Bildung unserer Kinder darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen“, erklärt AK Präsident Erwin Zangerl einen der Hintergründe für die Lernbegleitungs-Offensive.

Bereits im Vorjahr nahmen 1.900 SchülerInnen das Angebot der „Sommerschule“ wahr. „Mit der Sommerschule erhalten Jugendliche nicht nur eine Intensiv-Lernbegleitung, sondern es gibt auch interessante Workshops für Volksschülerinnen und Volksschüler, in denen auf spielerische Art und Weise Wissen vermittelt wird“, hebt Bildungslandesrätin Beate Palfrader den Mehrwert der Angebote hervor.

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2 Postings bisher
miraculix

Na, dann hoffen wir einmal, dass den Schüler*innen bei all den Angeboten auch noch ein paar Ferientage bleiben ...

Zahlen-lügen-nicht..

Der Todesstoß für die restlichen privaten Nachhilfeinstitute vom Steuerzahler finanziert. Und dann ist der Aufschrei wieder groß wenn es Keine mehr gibt.