Bund zieht Impfstoff-Charge aus dem Verkehr

Vorsichtsmaßnahme nach dem Tod einer Krankenschwester aus Niederösterreich.

Nach dem Tod einer Niederösterreicherin, die zwölf Tage zuvor ihre erste Teilimpfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff erhalten hatte, und dem Bekanntwerden eines Lungenembolie-Falls in zeitlicher Nähe zur Impfung wurde die verwendete Charge „ABV 5300“ vom Bund aus dem Verkehr gezogen.

Im Schreiben des Bundesministeriums an die betroffenen Länder heißt es, dass es beim Tod der Frau – laut ORF eine 49-jährige Krankenschwester am Klinikum Zwettl – aktuell noch keinen Hinweis auf einen direkten Zusammenhang mit der Impfung gebe: „Aufgrund der bekannten klinischen Daten ist ein kausaler Zusammenhang nicht herstellbar, da insbesondere thrombotische Ereignisse nicht zu den bekannten oder typischen Nebenwirkungen des betreffenden Impfstoffes zählen. In den klinischen Daten zeigen sich auch laut aktuellen Kenntnissen im Vergleich zu Placebo keine dahingehend besorgniserregenden Daten oder Signale. Auch in der sofort veranlassten internationalen Analyse der Nebenwirkungsmeldungen zeigt sich bisher keine Häufung ähnlicher Fallberichte.“

Als Vorsichtsmaßnahme hat der Bund eine Charge des AstraZeneca-Impfstoffs aus dem Verkehr gezogen. Foto: Pixabay

Laut dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) ist die Frau in Folge schwerer Gerinnungsstörungen gestorben. Derzeit laufen alle notwendigen Untersuchungen unter Einbindung der jeweiligen Experten auf Hochtouren, um einen möglichen Zusammenhang vollständig ausschließen zu können. Sicherheitshalber werden die Restbestände der betroffenen Impfstoff-Charge nicht mehr ausgegeben und nicht mehr verimpft. Laut ORF mussten 6.000 Impfdosen zurückgezogen werden, rund 37.000 Dosen der Charge seien bereits verimpft.

Auch nach Kärnten wurden Impfdosen dieser Charge geliefert. Wie das Land mitteilt, wurden sofort jene Trägerorganisationen, die mit dieser Charge beliefert wurden – unter anderem das Rote Kreuz, die Krankenanstalten und die Ärztekammer – darüber informiert. Andere Chargen des AstraZeneca-Impfstoffs werden weiter verabreicht. Termine, die wegen des Ausfalls dieser Charge abgesagt werden müssen, sollen so schnell wie möglich nachgeholt werden.

Auch in Südtirol Untersuchungen nach Todesfall

Auch in Südtirol löst ein Todesfall Untersuchungen aus. Laut dem Sanitätsbetrieb des Landes reagiere man auf die Vorwürfe eines freiberuflich tätigen Facharztes aus Bozen, der das Ableben eines Freundes bzw. Berufskollegen aus Brixen mit der Verabreichung von zwei Dosen des Impfstoffs gegen Covid-19 in Zusammenhang bringt. „Die Ärztlichen Direktionen der Krankenhäuser Bozen und Brixen, in denen der verstorbene Arzt behandelt wurde, leiten – wie es von den geltenden gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen ist – die Dokumentation zum Vorfall an die Gerichtsbehörde am Landesgericht Bozen weiter. Es liegt im Ermessensspielraum der Staatsanwaltschaft, das weitere Vorgehen zu entscheiden“, heißt es im Bericht des Sanitätsbetriebes.

Der Staatsanwaltschaft sollen alle nötigen Auskünfte zur Klärung des Sachverhalts zukommen. Der Todesfall sei gemäß vorgesehener Prozedur dem Zentrum für Arzneimittelüberwachung bei AIFA – Agenzia Italiana del Farmaco gemeldet worden.

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8 Postings bisher
arth

Laut Regierungsmedien bereitet Israel den 5ten Lockdown vor. Da sollten bei den Impfdränglern doch langsam die Alarmglocken ganz ganz ganz leise zu bimmeln beginnen.

    le corbusier

    Nachdem die Reproduktionsrate (R) kurzfristig über 1 gestiegen ist hat Nachman Ash weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen. Heute morgen, Breaking News in der Jerusalem Post, hat er dies zurückgenommen und ist optimistisch: "Ash retracted his previous statement regarding the chance of another lockdown before the elections."

    https://www.jpost.com/breaking-news/coronavirus-commissioner-no-lockdown-before-elections-661514

    Was hat das mit Impfdrängler zu tun?

Der Graukofler

Wenn ich Verantwortungsträger wäre, würde ich selbstverständlich den gesamten Impfstoff dieser Firma aus dem Verkehr ziehen. Meines Erachtens geht man viel zu leichtfertig mit diesen Problemen um.

    le corbusier

    Warum? Im Moment ist nur die zeitliche Nähe, aber nicht der kausale Zusammenhang erkennbar (Impfung -> Gerinnungsstörung -> Tod). Wenn man Tausende oder Millionen von Leute impft, wie es derzeit geschieht, wird es ganz natürlich manche geben, die innerhalb eines gewissen Zeitraumes nach der Impfung die Patschen aufstellen (Autounfall, unerkannte Vorerkrankung oder sonstwas).

    Kausalität.

    Das ist so ähnlich wie der Witz mit der Leder-Allergie: immer wenn ich beim Aufwachen noch die Schuhe anhab, hab ich schreckliche Kopfschmerzen.

nikolaus

Anregung an die Staatsstatistiker: Bitte installiert ein Dasboard, in dem ALLE Menschen registriert werden, die bis zu 28 Tage vor ihrem Tod geimpft wurden. Denn nach der gleichen zählweise werden ja auch Coronatote gezählt. Gerechtigkeit muss sein, und transparent wäre es allemal.

Motto: "Gestorben MIT oder AN der Impfung."

ErsteHilfe

Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi sagt in seinem neuen Buch genau das voraus, was hier passiert ist: Die Gefahr von Blutgerinnungsstörungen und Blutgerinnsel durch die Corona-Impfung. Es liegt also nicht an einer fehlerhaften oder verunreinigten Impf-Charge, sondern diese Gefahr besteht für den Corona-Impfstoff im Allgemeinen.

    hubert

    schau dir noch einmal den faktencheck an:

    Corona-Faktencheck - Warum Sucharit Bhakdis Zahlen falsch sind!

    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-faktencheck-bhakdi-100.html

    oder auch noch andere, wissenschaftliche antworten auf die veröffentlichungen des dr. bhakdi

      ErsteHilfe

      Sie gehen offensichtlich davon aus, dass die Faktenchecks richtiger, glaubwürdiger und wissenschaftlicher sind als die Wissenschafter, die sie "faktenchecken". Daran habe ich, ehrlich gesagt, berechtigte Zweifel.

      In meinem Post geht es nicht um Zahlen, sondern um die Ausführungen zur Möglichkeit von Blutgerinnungsstörungen und Blutgerinnseln.