Trotz Rückgang hohe Arbeitslosigkeit in Tirol

Stärkster Rückgang im März in Osttirol. Derzeit 2.139 Arbeitslose im Bezirk.

Auch wenn die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr sowie zum Vormonat gesunken sind, weist Tirol mit 9,6 Prozent weiterhin eine hohe Arbeitslosigkeit auf. Mit Ende März sind in Tirol 32.607 Menschen ohne Job. Im Vergleich zum März 2020 sind 10.470 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, was einem Rückgang von 24,3 Prozent entspricht. Wie hoch die Arbeitslosenzahl in Tirol aber nach wie vor ist, zeigt sich im Vorkrisenvergleich mit März 2019, als 14.405 Menschen arbeitslos waren – also über 18.000 weniger.

Besonders betroffen ist – durch den kompletten Ausfall der Wintersaison – der Tourismus mit 13.682 Arbeitslosen. Am wenigsten trifft es aktuell den Bau mit 2.346 Menschen ohne Job. Hier haben sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert. Mit besonderer Sorge beobachtet AMS-Landesgeschäftsführer Alfred Lercher die Langzeitarbeitslosigkeit in Tirol, die im Vergleich zum Vorjahr um satte 239,0 Prozent auf 3.288 Personen angestiegen ist: „Um der Situation am Tiroler Arbeitsmarkt aktiv zu begegnen, bauen wir die Angebote der Corona-Joboffensive weiter aus. Zudem starten wir heute in die bereits vierte Phase der Kurzarbeit.“ Aktuell sind etwas mehr als 48.000 Menschen in Tirol in Kurzarbeit.

In Osttirol ist die Arbeitslosigkeit im März mit einem Minus von 32,6 Prozent stärker zurückgegangen, als im Tiroler Durchschnitt. Mit Ende März sind beim AMS Lienz 2.139 Personen als arbeitslos gemeldet, im März 2020 waren es 3.173.

Für Landeshauptmann Günther Platter steht fest, dass eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in Tirol „ganz wesentlich mit Öffnungsschritten in Gastronomie und Hotellerie zusammenhängt. Leider lässt das aktuelle Infektionsgeschehen momentan kein Aufsperren zu, weshalb wir uns noch in Geduld üben müssen.“ Dass die Arbeitslosenzahlen dennoch rückläufig sind, stimmt Platter für die kommenden Wochen und Monate optimistisch.

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