Von links stehend: Veronika Kerschbaumer, Carmen Unterkreuter, Magdalena Pitterle, Barbara Perfler, Maria Linder, Mariella Presslaber, Alberta Sturm-Frauenschuh, Alois Steiner. Hockend: Monika Walder, Evelin Gander, Martina Kuenz, Elisabeth Veider, Rosa Steiner und Regionalbeauftragte Reinhilde Tabernig. Foto: Hospizgemeinschaft

Von links stehend: Veronika Kerschbaumer, Carmen Unterkreuter, Magdalena Pitterle, Barbara Perfler, Maria Linder, Mariella Presslaber, Alberta Sturm-Frauenschuh, Alois Steiner. Hockend: Monika Walder, Evelin Gander, Martina Kuenz, Elisabeth Veider, Rosa Steiner und Regionalbeauftragte Reinhilde Tabernig. Foto: Hospizgemeinschaft

HospizbegleiterInnen: Sie schenken Zeit und Zuwendung

13 Ehrenamtliche aus Osttirol absolvierten die zertifizierte Ausbildung.

Wer mit dem Tod in Berührung kommt, wird berührt. Es ist eine der elementarsten Erfahrungen im Leben. Eine, die alle Menschen teilen, auch wenn die Gesellschaft den Tod zunehmend aus dem Leben verbannt und ihn dadurch größer macht, als er ist. Unmittelbar vor dem Tod wird klar, welche Dinge wirklich zählen. „Aus dieser Erfahrung begleiten und betreuen wir schwer kranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen. Trotz schwerer Krankheit kann vieles noch gelebt bzw. erlebt werden, um die Lebensqualität und Würde zu erhalten oder zu verbessern“, erzählt Evelin Gander. Sie ist eine von 13 frisch gebackenen zertifizierten Hospizbegleiterinnen und -begleitern aus Osttirol.

Was machen Hospizbegleiter? „Wir schenken Zeit und Zuwendung. Durch unser regelmäßiges Wiederkommen entlasten wir auch die Angehörigen und unterstützen Trauernde. Wir begleiten unentgeltlich, überkonfessionell und unterliegen der Schweigepflicht.”

Das Hospizteam Osttirol gehört zum Verein der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Regionalbeauftragte ist Reinhilde Tabernig, die per E-Mail oder unter der Telefonnummer 0676-88 18 885 für Auskünfte zur Verfügung steht. Auf Anfrage besuchen HolspizbegleiterInnen betroffene Menschen oder deren Angehörige zu Hause, in den Wohn- und Pflegeheimen oder im Krankenhaus. Es ist eine kunterbunte Truppe von Menschen unterschiedlichsten Alters mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, aber mit einer gemeinsamen Erfahrung: „Jeder von uns ist dem Tod in seinen vielfältigen Facetten schon mehrmals im eigenen Leben begegnet,“ erklärt Evelin Gander und erzählt, dass die umfangreiche Ausbildung, die im September des Vorjahres begann, ein gemeinsamer Aufbruch aber auch eine Selbsterfahrung war und ist: „Im Tiefsten ist es der Beginn einer Reise zu uns selbst.“

Wie reflektiert man das Sterben vor dem Hintergrund der Pandemie? „Steckt hinter der allgegenwärtigen Angst vor dem Tod nicht eigentlich auch die Angst vor der Konfrontation mit dem eigenen Leben? Und gerade Corona lehrt uns in erschreckender Weise, dass wir nicht immer alles im Griff haben, alles nach unserem Plan läuft. Krankheit, Sterben und Trauer gehören zum Leben dazu, ob wir wollen oder nicht“, sagt die Hospizbegleiterin. Menschen auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten ist für sie weder heroisch noch romantisch: „Wir können eigentlich gar nichts ‚tun‘, aber wir sind da. Und wir bleiben da.“

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

1 Posting bisher
Damaha

Großen Respekt und viel Dankbarkeit empfinde ich für alle HospizbegleiterInnen.