Die Gemeinde Oberlienz ist jetzt familienfreundlich

Im Sonnendorf freut man sich über ein Gütezeichen und schmiedet weitere Pläne.

In Oberlienz wurde in den letzten drei Jahren die Familienfreundlichkeit des Sonnendorfes erhöht. Seit 2018 arbeitete eine Projektgruppe um Altbürgermeister Martin Huber unter Einbindung aller Generationen und Fraktionen daran, maßgeschneiderte Maßnahmen für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Familien, Singles und älteren Menschen zu erarbeiten.

Mit Erfolg – am Mittwoch präsentierten die Verantwortlichen stolz das staatliche Gütezeichen „Familienfreundliche Gemeinde“. Die Ortstafeln schmücken ab sofort entsprechende Schilder.

V.l.: Bürgermeister Markus Stotter, Gemeinderat Ernst Zeiner, Altbürgermeister Martin Huber, Beate Pichlkostner mit Tochter Julia und Jakob Mattersberger. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Die gesetzten Ziele waren innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Das Team nahm an Workshops teil und arbeitete an der Sicherung der Nahversorgung, der Kinderbetreuung und der Jugendförderung. Apropos Jugend: Das Duo Julia Pichlkostner und Jakob Mattersberger brachte sich ebenfalls in den Prozess ein. Die beiden fragten die rund 500 Haushalte der Gemeinde nach ihren Wünschen. Rund 100 Fragebögen kamen beantwortet zurück und zeigten Handlungsbedarf in den Bereichen Nahversorgung, Sport-, Kultur- und Jugendangebot auf.

„Es ist wichtig, in Gemeinden auch der Jugend Perspektiven zu bieten und so auch der Abwanderung entgegenzuwirken“, sagt Jakob Mattersberger. Bürgermeister Markus Stotter versichert, dass die Jugend in Oberlienz gehört wird. So könnte im Schulgebäude bald ein betreuter Jugendraum entstehen.

Geprüft wurden die Ziele und Maßnahmen der Kommune durch eine externe Zertifizierungsstelle. Das Gütezeichen schickte anschließend das Bundesministerium für Familien und Jugend (BMFJ) nach Oberlienz. „Der Prozess war durchaus aufwendig und nicht einfach“, erzählt Beate Pichlkostner, die im Sozialausschuss sitzt und viel Zeit in das Projekt investierte. Zurücklehnen kommt für sie und ihre Mitstreiter aber nicht in Frage – mit den beiden anderen Sonnendörfern Thurn und Gaimberg, die ebenfalls familienfreundlich sind, hat man noch viel vor. „Wir werden bald die erste familienfreundliche Region Westösterreichs werden“, kündigt Martin Huber an.

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