Stadtgärtner bringen den Frühling zurück

Die Winterschäden an den Grünanlagen in Lienz waren groß. Jetzt blühen die ersten Blumen.

Nach einem langen und schneereichen Winter in Osttirol sehnen sich viele nach etwas Grün, bunten Blumen und Farben in der sonst doch noch recht kargen Frühlingslandschaft. Damit sich in der Stadt Lienz Frühlingsgefühle einstellen, arbeiten die MitarbeiterInnen des Forst- und Gartenamtes unermüdlich.

Rund 35.000 Blumen werden jährlich für Frühjahr und Sommer in der Stadt gepflanzt. Bäume, Hecken und Stauden müssen zurückgeschnitten, Grünflächen gemäht und gepflegt werden. So steht vor allem im Frühling immer viel Arbeit an.

In diesem Jahr machen der Mannschaft von Abteilungsleiter Martin König vor allem die Schäden, die der viele Schnee im Winter verursacht hat, zu schaffen. Über zwei Monate waren die MitarbeiterInnen unterwegs, um Astbrüche an Bäumen zu beseitigen und die Verkehrssicherheit wieder zu gewährleisten. Nicht nur durch die Last des Schnees selbst entstanden Schäden, auch die Spuren der Schneeräumung müssen nun beseitigt werden.

Martin König bestätigt, dass der viele Schnee ihm und seinem Team viel zusätzliche Arbeit machte. Foto: Stadt Lienz/ Lenzer

„Ich bin jetzt doch schon rund 20 Jahre beim Forst- und Gartenamt und in diesem Umfang haben wir das noch nie gehabt“, unterstreicht Martin König das Ausmaß der Winterschäden. Vorsorglich gesteckte Pflöcke zur Abgrenzung von Straßen und Grünfläche seien durch den vielen Schnee oft gar nicht mehr zu sehen gewesen, wodurch Räumfahrzeuge auch mal etwas zu weit auf die Gartenanlagen der Stadt geraten seien, sagt Martin König. Auch Parkbänke, Mülleimer und Verteilerkästen seien mitunter in Mitleidenschaft gezogen worden. Überall dort, wo Schäden entstanden sind, wird nun aufgeräumt, frischer Humus aufgetragen, nachgepflanzt und gesät.

Vor allem die wärmeren Temperaturen im März haben dazu beigetragen, dass in diesem Jahr relativ früh mit der Arbeit begonnen werden konnte. Dass im Gegensatz dazu der April eher kühleres Wetter brachte, belastet die Arbeit an den städtischen Grünanlagen und Beeten nicht, sondern bringt sogar Vorteile mit sich: Bis jetzt musste noch nicht gemäht werden und das Team des Forst- und Gartenamtes konnte sich auf andere Aufgaben konzentrieren.

Aufräumarbeiten, Baumschnitt und Pflanzungen finden im Frühling gleichzeitig statt. Die Teams des Forst- und Gartenamtes sind parallel unterwegs, um alle Arbeiten zu erledigen. Foto: Stadt Lienz/ Lenzer

Nichtsdestotrotz sind die Vorbereitungen auf den Frühling und Sommer fordernd. „Es bräuchte eigentlich fast doppelt so viel Personal“, sagt Martin König, denn während die Natur im Frühjahr ihre ganze Energie in Blätter, Blüten und Wachstum steckt, arbeitet man bei der Stadt mindestens genauso fleißig daran, die Grünanlagen und Beete sommerfit zu machen. Nachdem in Lienz momentan bereits die Stiefmütterchen blühen, geht es nach den Eismännern im Mai mit der Sommerbepflanzung los.

Belohnt werden die MitarbeiterInnen für ihre Arbeit auch mit positivem Zuspruch aus der Bevölkerung, wie Martin König erzählt: „Unsere MitarbeiterInnen werden viel angesprochen, wenn sie unterwegs sind, und bekommen positive Rückmeldung von den Leuten.“ In Lienz freut man sich, wenn endlich wieder alles sprießt und blüht.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

2 Postings bisher
RosemarieB

Lob und Dank den MitarbeiterInnen unserer Stadtgärtnerei - auch hier ist unser schönes Stadtl eine Augenweide!

Nasowas

Ein großes Lob den fleißigen Gärtnern und Gärtnerinnen!