Vorerst keine „Selbstbedienung“ in Tirols Teststraßen

Beaufsichtigte Selbsttests noch kein Thema. Land will Erfahrungen der Nachbarn evaluieren.

In Kärnten wurde der Leitfaden für Teststraßen in Gemeinden überarbeitet. Ab sofort kommen beaufsichtigte Selbsttests zur Anwendung, um die Kapazitäten vor den angekündigten Öffnungen im Mai auszuweiten. Diese Selbsttests werden als Nachweis anerkannt – beispielsweise bei einem Friseurbesuch. „Mit dieser Novelle schaffen wir einerseits für die Bevölkerung eine Erleichterung, andererseits können die Testkapazitäten ausgeweitet werden. Auch die Bereitschaft, sich testen zu lassen, wird damit forciert“, erklärt dazu Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner.

Auch der Selbsttest ist 48 Stunden lang gültig. Die Aufsicht beim Testen können auch Gemeindebedienstete übernehmen. Eine Einschulung sei lediglich für die Handhabung des Testkits nötig. In Vorarlberg sind die Selbsttests bereits in Verwendung und auch in Südtirol wird ein ähnliches Konzept umgesetzt. Dort werden seit Montag, 19. April, laufend Teststationen aufgebaut, an denen kostenlose Nasenflügeltests angeboten werden. Diese sind einfach zu handhaben und können von den Bürgern unter Aufsicht von geschultem Personal selbst durchgeführt werden.

In Tirol sind Selbsttests aber noch kein Thema. Wie die Presseabteilung des Landes mitteilt, evaluiere man derzeit die Erfahrungen anderer Bundesländer wie beispielsweise Vorarlberg. Man werde dann „zeitgerecht eine Entscheidung treffen, ob dies künftig auch in Tirol praktiziert werden soll. Aktuell stehen ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung. Im Rahmen der Aktion ‚Tirol testet‘ verfügt Tirol über eines der dichtesten Testnetze Österreichs mit bis zu 1.000 Testorten.“ Das Testangebot in Tirol werde jedoch laufend analysiert und je nach Bedarf angepasst. In Gemeinden mit erhöhtem Infektionsgeschehen setzt man auf temporäre, regionale Maßnahmen wie etwa PCR-Gurgeltests.

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