Gewessler will über Transit mit Gurgiser reden

Ministerium versichert, Arbeit des Transitforums sei „seit Jahrzehnten sehr wichtig“.

Nach der heftigen Kritik von Transitforum-Chef Fritz Gurgiser an einer „Gesprächsverweigerung“ durch Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den Transitverkehr, dürfte es nun doch zu einem Gespräch der beiden kommen. Man werde bei einem nächsten Besuch in Tirol „das Gespräch mit dem Transitforum und weiteren Organisationen, die für dieses wichtige Anliegen kämpfen, suchen“, erklärte das Ministerium gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“.

Der Schutz der Tiroler Bevölkerung vor der stärker werdenden Transitlawine sei auch in Wien ein großes Anliegen. Gerade diesbezüglich sei die Arbeit des Transitforums „seit Jahrzehnten sehr wichtig“, wurde versichert.

Gurgiser hatte am vergangenen Wochenende heftige Kritik an der grünen Verkehrsministerin geübt – sowohl in kommunikativer als auch inhaltlicher Hinsicht. Seit Amtsantritt verweigere Gewessler jedes Gespräch mit der bundesweiten Anti Transit-Organisation. „Sie hat keinen einzigen Brief beantwortet. Da werden Mindestanstandsregeln verletzt. Das ist ein Stil, der mir fremd ist. Da fehlt ganz einfach der Respekt“, ging Gurgiser mit der Ministerin hart ins Gericht und sprach von „ministerieller Ignoranz“.

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8 Postings bisher
steuerzahler

Die Grünen versagen vollständig. Das Transitproblem ist seit Jahrzehnten bekannt. Leider gibt es noch immer keine Lösung. Der BBT ist zwar in Arbeit, aber wann diese Strecke in Betrieb geht ist ungewiss. Noch dazu ist die Lösung nur halbherzig. Der BBT dürfte frühestens in Bayern wieder aus dem Untergrund auftauchen. Nur in Deutschland wird erst diskutiert, wie oberirdische Zulaufstrecken geplant werden könnten. Gebaut wird da noch lange nichts. Eigentlich müsste es jedem klar sein, daß die Lieferinfrastruktur schon längst komplett unter die Erde gehört und noch dazu völlig automatisch. Es ist doch von vorgestern, auf Autobahnen mit einer Unmenge an überladenen LKWs herumzufahren. Da wird uns Normalbürgern das Auto madig gemacht und die Laster, die den Großteil des Diesels verbrauchen, können ungehindert herumbrausen. Stellt euch vor, die Evergiven kommt nach Rotterdam. Wenn 20% der 20000 Container auf die Schiene kommen, dann fahren immerhin noch 16000 LKWs los. Und das ist nur ein Containerschiff.

Die Schweizer arbeiten übrigens schon daran, den Lieferverkehr unterirdisch zu automatisieren. Vielleicht sollten die Verkehrsminister der EU mal ein Beispiel nehmen.

    wolf_c

    dazu ist auch der -salto.bz- artikel interessant, der hat es sogar in den ORF-teletext geschafft, natürlich erst nach -dolomitenstadt!

gemeiner Waldkauz

Lockdown für alle LKW Unternehmen die nicht auf die Schiene wechseln wollen.

Photon 07

Die Wipptaler lebten über Jahrhunderte von und durch die Handelsstraße; da ist es schon verdammt naiv sich dort Ruhe und Erholung zu erwarten. Wer benötigt den den LKW Verkehr? Warum sinkt die Bevölkerungdichte, wo weit und breit keine Autobahn? Ich habe langsam das Gefühl hier geht's nicht um die Sache, sondern um die Person; daher viel Lärm um nichts.

    bergfex

    ........Die Wipptaler lebten über Jahrhunderte von und durch die Handelsstraße...........usw.

    Sie wohnen nicht zufällig dort? ..... Ihre Argumente sind wohl ein wenig obstruß...... Über Jahrhunderte fuhren dort keine LKW's. ..... Der LKW gehört bei Transitfahrten auf die Schiene. ..... Die Bevölkerungsdichte sinkt, weil sich die Menschen der Arbeitsmöglichkeiten wegen woanders hinbegeben(müssen). .... Welche Person?

      Photon 07

      LKW auf Schiene, warum nicht Pferd auf Kamel? Es ist ihnen wohl klar, daß nur ein automatisierter Container - Verschub quer durch Europa, effizient Ware auf Schiene bringt. Dafür fehlt (z.B. in Bayern) derzeit die Infrastruktur (liegen im Pustertal noch immer Bäume auf der Schiene?) und nur die " Energiewende" wird daran hoffentlich, langfristig etwas ändern. Also bergfex (+ Freund G...) sleep well, dream nice.

isnitwahr

"man werde bei einem nächsten Besuch in Tirol....." blabla, wann denn? 2030? 2040? das Transitforum is ihr doch ganz offensichtlich komplett wurst, zum speiben

wolf_c

die autobahnen werden weiter- und weitergebaut, obwohl niemand mehr weiß wozu sie gut sein sollen, ausgenommen zur förderung des autobahnverkehrs ... lärmschutz wurscht, gesundheit der menschen wurscht, umweltzerstörung wurscht, baumafia wurscht, verdienen tun schlußendlich die reichen. über den brenner allein fahren mehr lkw wie durch die ganze schweiz, das geld geht nach wien, und von dort aus gesehen ist tirol weitweit entfernt. die verkehrsplaner sind einfach erfolgsverwöhnt, und sie haben die lizenz zum planen, leider.