„Paralympioniken“ unterstützen Familie in Kartitsch

Wolfgang Dabernig und Michael Kurz meisterten ihr eigenes Schicksal und helfen nun anderen.

„Bewegung für einen guten Zweck“ heißt eine mittlerweile schon traditionelle Charity-Veranstaltung in Kötschach-Mauthen, die im Herbst 2020 zum 6. Mal über die Bühne ging und von zwei Männern veranstaltet wird, die selbst ein bewegtes Leben hinter sich haben. Wolfgang Dabernig war Radrennfahrer als ihn ein Sturz 1994 aus dem Sattel holte. Diagnose: Totale Lähmung ab dem Halswirbel. Michael Kurz erhielt 1999 nach einem Sturz beim Skitouren-Rennen „La Pierra Menta“ eine ganz ähnliche Hiobsbotschaft: Querschnittslähmung – ohne jegliche Hoffnung auf Genesung.

Beide Männer gaben nicht auf, kämpften sich auf die Sportbühne zurück und starteten noch einmal richtig durch, als Paralympioniken mit beachtlichen Erfolgen und als unermüdliche Spendensammler vor allem für Kinder und Jugendliche, die ein schweres Schicksal meistern müssen. Rund 8.000 Euro kamen bei der Charity-Veranstaltung im Vorjahr zusammen. Mit einem Teil des Geldes halfen die beiden Sportler im Mai dieses Jahres dem kleinen Matthias Tegischer aus Nikolsdorf, der seit seiner Geburt an einer schweren Lähmung leidet.

Am 12. Juni radelten Michael Kurz und „Radlwolf“ Wolfgang Dabernig nach Kartitsch und übergaben der 24 Jahre alten Nathalie Schneider und ihren Eltern Claudia und Johannes einen finanziellen Unterstützungsbeitrag. Nathalie fiel infolge eines Herz-Kreislaufstillstandes vor fünf Jahren in ein Wachkoma und wird von ihren Eltern und drei Schwestern liebevoll betreut und gepflegt. Auch im kommenden Herbst ist wieder eine Charity der beiden Sportler in Kötschach-Mauthen geplant.

Wolfgang Dabernig (links) und Michael Kurz besuchten Johannes, Nathalie und Claudia Schneider in Kartitsch. Foto: Radlwolf
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1 Posting bisher
manwie

Sehr kluge Entscheidung der Redaktion in der aktuellen Zeit, so arm an Mitgefühl für die Mitmenschen, einen so positiven Bericht über gelebte Menschlichkeit zu bringen. Bitte mehr davon.

Familien, die so harte Schicksale tapfer meistern, wird von Menschen mit einem eigenen schweren Schicksal geholfen. Wirklich bewundernswert !! Diese Solidarität ist das wahre Zeichen von Menschlichkeit. Demgegenüber mutet die von Politikern "verordnete" Solidaritat, etwa alle müssten sich impfen lassen, um die (existente) Pandemie zu besiegen, geradezu "grotesk" an.

Der ÖVP Herr Saxinger hat gestern in seiner Rede im Parlament mehrmals wiederholt , "Impfung sei Training für das Immunsystem" und damit zur Solidarität aufgerufen.

Jeder Leser möge sich zu dieser Begründung für "gesellschaftliche Solidarität" seine eigenen Gedanken machen... Mir fehlt jedenfalls jeder Zugang zu dieser These..

Ich hoffe, dass die beiden Paralympioniken weiterhin großen Sammlererfolg und die Fam. Schneider viel Kraft für die Betreung ihrer Tochter haben.

"Es gibt nichts Gutes außer man tut es" (Erich Kästner)