Areal der Sternalm am Hochstein wird verkauft

Stadt nimmt Vorkaufsrecht nicht in Anspruch und will Nutzung durch Widmung sichern.

Der Gasthof Stern direkt an der Bergstation der zweiten Liftsektion am Hochstein wird verkauft. Ein Bewertungsgutachten von Architekt Wolfgang Mair ergab für die gesamte Liegenschaft der Sternalm einen Verkehrswert von rund 515.800 Euro, 480.000 Euro wollen die Eigentümer, die Familie Fankhauser-Stern, mit dem Verkauf des gastronomischen Stützpunktes am Lienzer Hausberg erlösen. Die Diskussion darüber, ob sich die Stadt Lienz, die ein Vorkaufsrecht hat, die Immobilie erwerben soll, war in der Gemeinderatssitzung am 22. Juni kurz und eindeutig: Da ein rechtsverbindliches Kaufangebot eines Nordtiroler Unternehmens vorliegt und die Stadt budgetär andere Schwerpunkte setzt, waren sich die Gemeinderäte einig und lehnten den Kauf einstimmig ab.

Der Gasthof Stern wird verkauft. Die Stadt Lienz will sicherstellen, dass das Haus weiterhin als Gaststätte genutzt wird. Foto: Sternalm

In der Diskussion wurde aber mehrfach unterstrichen, dass man über die Widmung die Nutzung des Objekts als Gasthof auch für die Zukunft sicherstellen möchte. „Der Erwerber muss widmungskonform nutzen“, unterstrich Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Christian Steininger (ÖVP) verwies darauf, dass der Sternalm im Zuge der Hochstein-Entwicklung beachtliches Potenzial attestiert werde und ein Kauf durch die Stadt die Möglichkeit geboten hätte, auch gestalterisch am Hochstein Akzente zu setzen. Steininger räumte aber ein, dass angesichts der Finanzlage eine Konzentration auf die Kernaufgaben der Kommune angesagt sei.

Erwähnung fand im Zuge der Diskussion – kurz aber bemerkenswert – auch das Areal bei der Talstation. Dort hat ja bekanntlich erst vor Wochen die Lienzer Bergbahnen AG ein bislang privates Grundstück gekauft und nicht unumstrittene Ausbaupläne präsentiert. Elisabeth Blanik: „Auch dort bestimmt die Stadt die Widmung. Und die Widmung passt derzeit für Parkplätze nicht.“ Dieser Nebensatz könnte noch für einigen Sprengstoff in den LBB-Gremien sorgen, immerhin ist Blanik Mitglied des Aufsichtsrates der Lienzer Bergbahnen AG.

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6 Postings bisher
so ist es vielleicht

Wer ist dann der Nordtiroler Investor? Wird er investieren, umbauen und renovieren? Vielleicht kommt dann neuer frischer Wind zur 2. Sektion des Hochsteins und man überlegt sich die Errichtung einer halbwegs modernen Aufstiegshilfe dort hin. Aber F.T. musste ja wahrscheinlich eher teuer Grund und Boden für sinnlose Parkplätze kaufen, man konnte das Geld nicht für einen modernen Lift zurücklegen. Oh, diese Entscheidungen..... 🤔

bergfex

...........Elisabeth Blanik: „Auch dort bestimmt die Stadt die Widmung. Und die Widmung passt derzeit für Parkplätze nicht.“..........

Will Blanik alle verarschen ???

Will sie damit Theurl eines auswischen ???

Brauch Lienz so ein Bürgermeisterin ???

    Migranten Kind

    Genau solch eine Bürgermeisterin will ich im Rathaus sitzen sehn

    SCHWARZER Hannes

    Antwort: 'JA!' Die Stadtgemeinde Lienz unter Bgm Blanik kann über Flächenwidmungen entscheiden, und das wird der Gemeinderat auch tun, was immer dabei herauskommt. Niemand will jemanden verarschen oder jemandem eines auswischen. Dieses Grundstück wurde angekauft mit der Widmung: ' Beherberungsbetrieb gross mit 174 Zimmern und 348 Betten', nicht mit einer Parkplatzwidmung ! Also: Hotelgroßbetrieb wäre sofort möglich (im damaligen Plan waren Tiefgaragenabstellplätze vorgesehen) nicht aber ein Parkplatzbau. Banik muß eine beantragte Flächenwidmung auf die Tagesordnung des GR setzen, und wird dies auch tun, sobald ein Antrag vorliegt. Wenn dann die Abstimmung zu Ungunsten eines Parkplatzes ausgeht, ja dann.....

      W.Steiner

      😂...ja dann hat wohl der Theurl wieder jemanden verarscht, der das noch nicht gemerkt hat *looool*

    rebuh

    schon vergessen, als blanik ins amt kam, hätte sie den osttirodler eigenhändig abgetragen, wäre dazu eine möglichkeit gewesen!