Italiener starb bei Kletterunfall nahe dem Plöckenpass

Grenzüberschreitender Rettungseinsatz nach Absturz auf dem „Oberst Gressel Gedenksteig“.

Ein 66-jähriger Mann aus Italien war am Vormittag des 11. Juli mit seiner 42-jährigen Begleiterin, ebenfalls aus Italien, auf dem „Oberst Gressel Gedenksteig“ unterwegs, einem Klettersteig, der vom Plöckenpass im Bezirk Hermagor auf die Cellonschulter führt. Beide waren mit geeigneter Kletterausrüstung und gesichert auf dem Weg und hatten Bergerfahrung. Beim Aufstieg ging der Mann voraus.

Als seine Begleiterin aufgrund eines einsetzenden Gewitters auf dem nassen, felsigen Untergrund nicht mehr vorwärts konnte, wollte der 66-Jährige zu ihr absteigen. Er hängte sich vom Sicherungsseil aus, rutschte auf einer nassen Felsplatte ab und stürzte in weiterer Folge mehrere Meter in felsiges Gelände ab.

Der Unfall wurde von einem italienischen Bergsteiger, der mit zwei Begleitern ebenfalls am „Oberst Gressel Gedenksteig“ aufstieg, beobachtet. Er setzte einen Notruf ab. Beim Eintreffen der Polizeistreife auf dem Plöckenpass war bereits der italienische Rettungshubschrauber im Bergeeinsatz. Weil der Unfall auf österreichischem Boden passierte, wurde auch die Bergrettung Kötschach-Mauthen aktiviert. Der Verunglückte wurde vom italienischen Rettungsteam erstversorgt und schließlich vom Rettungshubschrauber geborgen und nach Italien verbracht.

Seine schwer geschockte und unterkühlte Begleiterin wurde vom angeforderten Rettungshubschrauber C7 geborgen und anschließend vom italienischen Rettungsdienst am Plöckenpass übernommen. Schließlich meldete die italienische Bergrettung, dass der 66-Jährige an seinen schweren Verletzungen verstorben sei. Der Mann, der den Notruf abgesetzt hatte, stand ebenfalls unter Schock und wurde vom C7 aus dem Klettersteig geborgen. Seine Begleiter wurden von Mitgliedern der Bergrettung Kötschach-Mauthen über den Normalabstieg zum Plöckenpass begleitet.

Im Einsatz standen die Bergrettung Kötschach-Mauthen, der Polizeihubschrauber Libelle, der Notarzthubschrauber Christophorus 7 und die Polizei Kötschach-Mauthen, sowie die italienische Guarda di Finanza, die italienische Bergrettung und der italienische Notarzthubschrauber.

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