Junge Wirtschaft Osttirol lud zum „GlocknerSummit“

Wirtschaftsgipfel diesmal ohne Gipfelsieg, aber unter dem Motto „Nur nicht unterkriegen lassen“.

Zum achten Mal hatte die Junge Wirtschaft Osttirol am vergangenen Wochenende zum „GlocknerSummit“ geladen. Etliche Unternehmer:innen trafen sich auf der Stüdlhütte. Die Lienzer Modedesignerin Barbara Schusteritsch mit Team und Christof Schett von den Freizeitproduktionen im Villgratental organisierten Auf- und Abstieg, allen meteorologischen Widrigkeiten zum Trotz.

Der Grazer Change-Manager Ingo Stefan hielt auf der Stüdlhütte einen Impuls-Vortrag: „Wer sich nicht ändert, wird verändert.“ Foto: JWO/Maier

Der Hüttentreff hatte nicht nur zum Ziel sich auszutauschen, sondern auch dem Impuls-Referat von Change-Manager und Keynote-Speaker Ingo Stefan aus Graz zu lauschen. Der 43-Jährige machte den bergbegeisterten Unternehmer:innen auf informativ-unterhaltsame Weise klar, „wer sich nicht ändert, wird verändert werden.“ Die Digitalisierung ist nach Stefans Worten längst Alltag. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, „was schon heute möglich ist.“ Homeoffice, Coworking, weitgehend papierlose Büroarbeit und digitale Kommunikation – alles Dinge, die inzwischen von vielen schon genutzt würden, „aber noch nicht konsequent genug.“ Ingo Stefan, selbst bekennender Alpinist, warnte zugleich: „Es wird Rückschläge geben, aber lasst euch nicht entmutigen.“

Was das bedeutet erfuhren die Teilnehmer:innen am Glockner-Summit schon am nächsten Morgen. Um die Stüdlhütte wehte ein kräftiger Wind, es regnete in Strömen, die Sicht war schlecht. Der Kalser Bergführer Peter Tembler, der die Gruppe mit seinen Kollegen zum Gipfel des Großglockners führen wollte, entschied nach intensiver Beratung: „Bei Regen losgehen macht keinen Sinn. Wir steigen wieder ab.“ Die Unternehmer:innen nahmen es mit Humor. Barbara Schusteritsch brachte es auf den Punkt: „Das ist wie im richtigen Wirtschaftsleben. Man plant und es kommt anders. Nur nicht unterkriegen lassen. Wir probieren es wieder.“ Mitte September startet die „Junge Wirtschaft“ einen neuen Anlauf auf Österreichs höchsten Berg. Dazu werden auch neue Anmeldungen angenommen. Alle Infos auf www.glocknersummit.at.

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