Mieten in Innsbruck sind die höchsten in Österreich

Im Bezirk Lienz zahlt man – im Schnitt – halb so viel wie in der Landeshauptstadt.

Wer in der Stadt Innsbruck eine Wohnung sucht, muss tief in die Tasche greifen. Die Tiroler Landeshauptstadt ist der mit Abstand teuerste Bezirk Österreichs, im Schnitt beträgt die Gesamtmiete hier 18,80 Euro pro Quadratmeter, wie aus einer Auswertung des Immobilienportals immowelt.at von heute, Donnerstag hervorgeht. Anders ist es im Osten Österreichs, hier zahlt man in manchen Bezirken nur rund ein Drittel der Mieten in Innsbruck. Deutlich günstiger ist auch Osttirol, wo 9,70 Euro als durchschnittliche Quadratmetermiete errechnet wurden.

Wohnen ist laut dem Immo-Portal vor allem in westlichen, touristisch geprägten Bezirken am teuersten. „Die meisten Bezirke erfreuten sich aufgrund zahlreicher Jobs in der Tourismusbranche jahrelangen Zuzugs. Die Nachfrage auf dem Mietmarkt ist dementsprechend hoch“, heißt es in der Aussendung. Hinzu komme, dass viele Wohnungen an Touristen vermietet würden, und deshalb dem herkömmlichen Markt gar nicht erst zur Verfügung stehen würden. Daran habe auch die Coronakrise nichts geändert, der Trend zeige im Gegenteil eher nach oben, so immowelt.at. Für die Erhebung hat das Immobilienportal Angebotspreise für Wohnungen und Häuser verglichen, die im zweiten Halbjahr 2020 und im ersten Halbjahr 2021 auf immowelt.at inseriert waren.

Auf Platz zwei der teuersten Bezirke liegt Salzburg-Stadt, hier zahlt man im Median rund 16,40 Euro pro Quadratmeter. Die teueren Mieten in Innsbruck und Salzburg schlagen sich der Erhebung zufolge auch auf die Preise im Umland beider Städte nieder. Innsbruck-Land und Salzburg-Umgebung zählen mit rund 14,20 Euro bzw. 13,90 Euro pro Quadratmeter ebenfalls zu den teuersten Wohngegenden Österreichs. Gleiches gelte auch für die Tiroler Bezirke Kitzbühel (rund 14,90 Euro pro Quadratmeter) sowie Kufstein (rund 14 Euro pro Quadratmeter).

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

3 Postings bisher
dieTirolerin

Halb so viel und trotzdem genug. Lienz bzw Osttirol ist auch fast nicht mehr leistbar...Die Hälfe unseres Einkommen geht für die Miete drauf, seit Jahren suchen wir ein leistbares! Eigenheim...als normalo Mittelschichtbürger fast nicht mehr möglich. Baugründe kosten hier ein Vermögen... Mietzinsbeihilfe ja, aber nur wenn die Wohnung "klein" genug ist denn ein qm zu viel dann bekommst du gar nichts...

karlheinz

Ja ja unsere Politiker. Vor den Wahlen versprechen sie immer leistbares wohnen für ALLE. Außerdem versprechen sie auch immer die Schaffung von Arbeitsplätze. Auch der GRÜNE Bürgermeister hatte dies in seinem Wahlprogamm angekündigt, jedoch ist diesbezüglich leider nichts passiert. Dies betrifft aber nicht nur diesen, sondern auch die Politiker der anderen Fraktionen im Bundesgebiet ! Für so manche Familie wird das Wohnen überhaupt zu einer Herausforderung werden und kaum jemand kümmert sich um diese Leute. Leider hat Corona diesen Umstand noch mehr verschlimmert! Mich betrifft dies Gott sei Dank nicht, aber mir tun diese Menschen, vor allem die Kinder, leid.

Philanthrop

Der Bericht zeigt zwar wieder eimal auf, ist ja auch keine neue Erkenntnis, dass für´s wohnen in Österreich unterschiedlich tief in die Tasche gegriffen werden muss. Ja der Markt regelt das nach Meinung von Politikern und vermeintlichen Experten selbst. Angebot und Nachfrage!? Wohnen als ein Teil des Lebens, am besten in der Nähe des Arbeitsplatzes, ist ein Grundbedürfnis und Bedarf einer fairen Regelung. Ich bin zwar kein Freund von übermässigen Regelwerken, aber hier wird wohl kein Weg vorbeiführen. Wohnen als Teil der Freizeitkonsumgesellschaft, des Geldadels und der gierigen Investoren darf nicht auf Kosten derer gehen die es als echtes Grundbedürfinss benötigen. Was auch verwundert ist die Tatsache das es, kürzlicher Bericht im Stan.., eigenlich derzeit ein Überangebot von Wohnungen in Österreich geben soll. Am Beispiel Lienz, da sind in den letzten 20 Jahren, bei gleichbleibendem Bevölkerungsstand, jede Menge Wohnparks entstanden. Das hat zwar die Mieten nicht gedrückt, sind aber wenigstens noch, wohl auch nicht für alle, leistbar.

Wunschgedanke: Wohnungen müssen auf den Markt, Leerstand muss zweckgebunden besteuert werden, Investrendieten sollten wie unsere Gehälter besteuert werden, dann regelt vielleicht der Markt im Sinne von Gerechtigkeit die Kosten für´ s wohnen. Wird wohl ein Wunschgedanke bleiben. LG an die Menscheit