„Gerold Foidl schreibt so, dass es dich absolut berührt.“

Silvia Ebner widmete dem Lienzer Autor ein Bühnenstück und erzählt, wer Foidl war.

2017 hatte Silvia Ebner, Dolomitenstadt-Autorin, Podcasterin und Pädagogin, zum ersten Mal den Roman „Der Richtsaal“ von Gerold Foidl in Händen. „Schwere Kost“, wie sie zugibt und dennoch der Beginn einer kreativen Auseinandersetzung mit dem weitgehend unbekannten, früh verstorbenen Lienzer Literaten, dessen Gedankenwelt Ebner in ein Theaterstück übersetzte. „Gerold Foidl schreibt so, dass es dich absolut berührt,“ erklärt die Autorin im Podcast-Gespräch mit Peter Werlberger,  „seine harte Abrechnung mit der Scheinheiligkeit seiner kleinstädtischen Umgebung ist unglaublich authentisch und unglaublich ehrlich.“ 

Ebner transformiert das autobiografische Werk Foidls in ein Theaterstück für ein Frauenensemble, die Theatergruppe FrauenART. Die Großmutter, die im Roman tatsächlich vorkommt und drei fiktive Frauenrollen treffen sich nach dem Begräbnis Foidls – er starb 1982 mit 44 Jahren in Salzburg – in einem Café und reflektieren ihre Erlebnisse mit dem Verstorbenen. Im Stück wird Foidls Abrechnung mit der eigenen Familie zu einem generellen Spiegelbild einer Gesellschaft, die um jeden Preis den schönen Schein wahren möchte. „Er ist ein großer Osttiroler Schriftsteller und ich wünsche es ihm, dass er bekannt wird, dass er gehört und gelesen wird“, erklärt Silvia Ebner. Wer war nun dieser Gerold Foidl? In diesem Podcast-Gespräch erfahren wir es. 


Der Dolomitenstadt Podcast ist ein akustisches Magazin, das die Redaktion von dolomitenstadt.at in Lienz zusammenstellt. Das Themenspektrum ist breit und beschränkt sich nicht nur auf die Region. Wir stellen spannende Projekte vor, widmen uns den Künsten und der Kunst des Lebens, schauen in Kochtöpfe und über den Tellerrand, greifen heiße Eisen an und diskutieren die Themen unserer Zeit mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

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