Die Vorbereitungen für den BORG-Ball laufen auf Hochtouren. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Die Vorbereitungen für den BORG-Ball laufen auf Hochtouren. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

BORG-Ball: BH Lienz lässt die Maturant:innen zappeln

Am Abend vor dem Fest steht die Bewilligung der Behörde noch aus. Das Komitee bleibt optimistisch.

Die BORG-Maturant:innen stehen unter Strom. Sie klettern und kleben, schleppen und schieben, arrangieren und dekorieren. Morgen – so der Plan – steigt ihr Abschlussball in der RGO-Arena. Bei unserem Lokalaugenschein wirkt die Truppe gelassen und fokussiert, im Hintergrund rumort es aber gewaltig.

Das Komitee ist fassungslos, weil die BH Lienz dem BORG-Ball bis zum Abend vor dem Fest noch immer keine Genehmigung erteilt hat. Die Schüler:innen blenden das in der Hoffnung auf ein Happy End aus und dekorieren weiter.

Unbeirrt vom Verhalten der Behörde verpassen die Maturant:innen der RGO-Arena den Feinschliff. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Fakt ist jedoch, dass in der Kommunikation mit der Behörde seit Tagen Eiszeit herrscht – und das scheint nicht an den Jugendlichen zu liegen. Johannes Jünnemann aus dem Ballkomitee versucht am Donnerstag verzweifelt, Neuigkeiten zu erfragen. „Das gibt’s doch nicht“, murmelt er vor der RGO-Arena in sein Handy. Vor zwei Wochen hat er das Ansuchen um Bewilligung samt Covid-Präventionskonzept eingereicht. Das war nötig, weil die aktuelle Corona-Verordnung ab 500 Besuchern eine behördliche Genehmigung vorschreibt.

Das Präventionskonzept wurde von der Amtsärztin bereits abgesegnet, auch die Stadt Lienz gab grünes Licht. Fehlt nur noch die Bewilligung der BH. „Seit Tagen antwortet man uns dort nicht mehr auf Mails, Anrufe werden nicht mehr durchgestellt“, schildert Johannes. In seiner Verzweiflung bat er das Land um Hilfe, wo man sich über die eigenwillig anmutende Arbeitsweise der Behörde erstaunt gezeigt habe. „Über vernetzte Bekannte haben wir dann erfahren, dass die Bewilligung noch kommen soll, eine offizielle Antwort haben wir aber bis heute nicht.“

Ähnlich erging es auch der Dolomitenstadt-Redaktion. Bezirkshauptfrau Olga Reisner war weder per Mail noch telefonisch zu erreichen, was uns allerdings auch nicht verwunderte. Journalistenanfragen – egal zu welchem Thema! – werden von der BH Lienz seit vielen Monaten umgehend an die Landespresseabteilung weitergeleitet. Einen direkten Informationsdraht zur Bezirksverwaltung gibt es für dolomitenstadt.at derzeit nicht.

Also haben wir einmal mehr die Kolleg:innen im Pressebüro des Landes bemüht. Vom Leiter der Abteilung, Florian Kurzthaler, kam um 18.20 Uhr die lapidare Rückmeldung: „Danke für eure Anfrage. Sobald uns die Entscheidung der BH Lienz als zuständige Behörde vorliegt und von dieser auch schriftlich an die Antragssteller:innen ergangen ist, werden wir euch umgehend informieren.“

Die Maturant:innen warten indes getreu ihrem Motto „100 Jahre in einer Nacht“ auf das „Go“ der Behörde. Untersagt diese den Ball ohne Vorwarnung in letzter Minute, ist die verlorene Arbeit der Schüler:innen das kleinste Übel. „Wir haben bereits jetzt Fixkosten von mehreren Tausend Euro“, so Jünnemann.

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz und ist ein Reporter mit Leib und Seele. 2022 wurde Roman vom Fachmagazin Österreichs Journalist:in unter die Besten „30 unter 30“ gewählt.

15 Postings

genaugenommen

es wird nicht lange dauern bis der ein oder andere maturant'in in der BH sitzt, mal sehen ob's dann besser läuft?

 
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Kilian1990

Wie lange lassen sich die Osttiroler und vor allem auch die Bürgermeister dieses Missmanagement in der BH noch gefallen? Diese Bezirkshauptfrau bringt überhaupt nichts auf die Reihe - außer bei "Katastrophen" an der Seite von Feuerwehrmännern, Polizisten und Bergrettern milde in die Kamera zu lächeln. Eine Schande, dass der Landeshauptmann hier schon jahrelang zuschaut, obwohl ihm die Verhältnisse in dieser Tintenburg sicher bekannt sind.

 
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hinter dem vorhang

unser vladi aus russland wäre erfreut über solche staatsdiener!

 
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    salomon.bernd@gmx.net

    da ist arbeiten angesagt, das kennen unsere definitiv nicht

     
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Flocki

Kann ich einfach nicht verstehen warum unseren jungen Leuten alles verboten wird. Beim Dolomitenmann war das ja auch kein Problem. Aber sonst wird jede Veranstaltung abgesagt. Was ist nur aus der Welt geworden. Alles wird uns vorgeschrieben was wir zu tun und zu lassen haben. Und alles was Spass macht, wird verboten. Was soll das. Ich versteh gar nix mehr. Es tut mir so Leid um unsere Kinder und Jugendlichen in was für blöder Welt sie aufwachsen müssen.

 
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    mitreder

    das Borg-Kommittee hat wahrscheinlich keine Verwandten bei der Behörde

     
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bla

Wir lassen uns von den Behörden viel zu viel gefallen.

 
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HussaHussaTrollolo

Wann wird Frau Reisner endlich ausgetauscht?

 
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blubla

Bei unserer BH muss man immer mal wieder den Kopf schütteln! sowas ist wirklich eine Frechheit

 
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bergfex

Vielleicht sollte man in der BH-Lienz einmal anständig ausmisten und alles besenrein machen.

 
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    hoerzuOT

    come on! die BH kann ja erst dann entscheiden, wenn sie dafür grünes Licht bekommt. Denken Sie im Ernst, sie (BH) macht das absichtlich?! Außerdem ist es gutes Nerventraining, Nerven, die die Schüler wenige Monate sehr gut brauchen können. Alles wird gut--- und sonst findet das Gschnas halt später statt.

     
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      Domenik Ebner

      Sorry, aber ich finde Ihr Posting nicht lustig (sofern es das sein sollte)

      Die SchülerInnen arbeiten seit Monaten auf dieses Event hin und es fehlt anscheinend ohne triftigen Grund eine Freigabe bis wenige Tage vor der Veranstaltung. Das haben die jungen Leute nicht verdient.

       
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      hoerzuOT

      @DE - mein posting ist nicht lustig zu verstehen. Ich denke, dass es in der Pandemie weit Schlimmeres gibt, als auf der Kippe stehende Schulbälle. Das müssen auch die Schüler verstehen. Dass Sie der BH scheinbar Willkür vorwerfen, ist jedenfalls definitiv nicht lustig und vielleicht auch unfair.

       
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      Domenik Ebner

      Es gibt rechtliche Vorgaben (ja darüber kann man trefflich streiten) die mit einem Covid-Konzept für Veranstaltungen eingehalten werden.

      Es gibt Amtswege (auch darüber kann man streiten) die es zu bewältigen gibt - die Behörde ist hier meiner Ansicht nach in der Pflicht als Dienstleister zu agieren und entsprechen rasch zu reagieren

      Es gibt Vorgaben zum "G Status" der kontrolliert und eingehalten werden muss.

      Wir sollten langsam mal die Kirche im Dorf lassen - wenn dies sauber und ordentlich gemacht worden ist, dann darf es nur noch heißen - "Alles Walzer und einen schönen Abend!"

       
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    istdasso

    @hoerzuOT nun ganz so sehe ich das nicht. Die Regelung sieht Notwendigkeit der Genehmigung vor. Alle Vorraussetzungen wurden fristgerecht erbracht und sich bis zum letzten gekümmert nachgehakt etc. wenn es kapazitätsengpass bei der BH gibt hätten eben diese aufgebaut werden müssen. Alles nicht das Problem der Schüler, corona hin oder her, dann darfst die regelung nicht machen wenn du Sie nicht leisten kannst. Zur Not muss die instanz darüber freigeben wenn alles passt. Die Verwaltung dient dem Bürger nicht umgekehrt.

     
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