„Hundertprozentigen Schutz gibt es nicht“

Naturgefahren sind Otto Unterwegers Spezialgebiet. Wie sieht er die Zukunft im Alpenraum?

Sie fragen sich, welche unmittelbaren Auswirkungen der Klimawandel auf den Lebensraum im gebirgigen Osttirol haben wird und was die größten Gefahren sind, die durch Extremwetter und Naturschäden auf uns zukommen? Wie gut sind wir geschützt und was muss noch getan werden, um trotz schwerer Stürme, gigantischer Niederschlagsmengen und vielfach zerstörter Schutzwälder in Sicherheit zu leben?

Otto Unterweger – Gebietsbauleiter der Osttiroler Lawinen- und Wildbachverbauung – liefert schlüssige und teilweise erstaunliche Antworten auf diese Fragen. Der Experte zeichnet im Podcast-Gespräch mit Dolomitenstadt-Redakteurin Anna Huber ein ebenso präzises wie erhellendes Bild der aktuellen Situation, aufbauend auf einer Fülle interessanter Zahlen und Fakten, die eines deutlich machen: „Hundertprozentigen Schutz im Alpenraum gibt es nicht.“

Osttirol liegt im Südstau der Alpen und damit laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in der „roten Zone“. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass den Bedrohungen auch eine enorme Erfahrung im Umgang mit Naturgewalten gegenübersteht. Unterweger spannt einen weiten Bogen von der Klimafitness für den Wald, über große und kleine Hindernisse für Muren und Lawinen bis zu Fragen der Planung und Finanzierung von neuen Bauten und von wirksamen Schutzmaßnahmen. Immer stehen dabei konkrete Projekte in Osttirol im Zentrum der Betrachtungen. Ein Podcast, der den Klimawandel (be)greifbar macht!


Der Dolomitenstadt Podcast ist ein akustisches Magazin, das die Redaktion von dolomitenstadt.at in Lienz zusammenstellt. Das Themenspektrum ist breit und beschränkt sich nicht nur auf die Region. Wir stellen spannende Projekte vor, widmen uns den Künsten und der Kunst des Lebens, schauen in Kochtöpfe und über den Tellerrand, greifen heiße Eisen und dicke Bücher an und diskutieren die Themen unserer Zeit mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

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2 Postings bisher
RosemarieB

@senf - Volle Zustimmung!

senf

ein sehr interessanter und wichtiger beitrag über die notwendigkeiten zum schutz und sicherung unseres lebensraumes, die oft als selbstverständlich angesehen werden, vielfach wenig beachtung finden und manchmal vielleicht gar nicht registriert werden.

die kunst dabei wird wohl sein, das "übel" bereits oben im ursachenbereich zu bekämpfen und nicht im wirkungsbereich unten im tal.

herr unterweger und seine teams haben hier besonders in den letzen jahren der großen naturereignisse im bezirk großartiges geleistet!