Museumsgütesiegel für Aguntum und Schloss Bruck

48 Museen wurden dieses Jahr ausgezeichnet. Die Osttiroler Römerstadt ist erstmals dabei.

Die Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels 2021 fand am Mittwoch, 6. Oktober, im Rahmen des 32. Österreichischen Museumstages in Graz statt. 18 Institutionen erhielten zum ersten Mal diese Auszeichnung für qualitätsvolle Museumsarbeit nach internationalen Richtlinien, darunter auch das Museum Aguntum, das sich der Dokumentation, Ausgrabung und Vermittlung römischer Fundstücke in Dölsach verschrieben hat. Unter den 30 erneut ausgezeichneten Museen befindet sich auch das Museum Schloss Bruck. Es erhält schon zum vierten Mal in Folge dieses Prädikat.

In Österreich ist der Begriff „Museum“ rechtlich nicht geschützt und an keinerlei Auflagen gebunden. Um hier dennoch Unterscheidungen sichtbar zu machen, vergeben ICOM Österreich und Museumsbund Österreich einmal jährlich die für jeweils fünf Jahre gültige Auszeichnung. Seit der Etablierung des Museumsgütesiegels 2002 wurden durch die Trägerverbände beinahe 300 Museen von einer unabhängigen und ehrenamtlich tätigen Jury ausgezeichnet.

„Es ist eine große Freude und eine Belohnung für die intensive Arbeit des ganzen Museumsteams in enger Zusammenarbeit mit Stadtkulturleiterin Claudia Funder und vielen weiteren Kulturträgern“, freut sich Stefan Weis, Museumsleiter auf Schloss Bruck, der die Urkunde in Graz im Namen der Stadt Lienz in Empfang nahm. Aguntum darf als Neuzugang bis zum Jahr 2026 das Gütesiegel tragen.

In ihrer Begründung lobt die Jury die bisher geleistete Arbeit, das Engagement des Leitungsteams und die gelungene Kulturvermittlung in diesem „zentralen Ort sichtbarer römischer Geschichte auf dem heutigen österreichischen Staatsgebiet.“ Für die Zukunft wird empfohlen, „kontinuierlich an einer zeitaktuellen Gestaltung unter Heranziehung der digitalen Möglichkeiten zu arbeiten und neue, klare Erzählstränge unter Reduktion der Bereichstexte zu schaffen.“ Leo Gomig, als Obmann des Vereins „Curatorium pro Agunto“ und der Dölsacher Bürgermeister Josef Mair nahmen die Auszeichnung entgegen. Insgesamt tragen 35 Museen in Tirol das Gütesiegel, unter ihnen auch das Volkskunstmuseum in Innsbruck, das vom Osttiroler Karl Berger geleitet wird.

Die Osttiroler Ausgezeichneten präsentieren stolz ihre Gütesiegel. Von links: Wolfgang Muchitsch (Präsident, Museumsbund Österreich), Josef Mair (Bürgermeister Dölsach), Leo Gomig (Curatorium pro Agunto), Stefan Weis (Museum Schloss Bruck), Karl C. Berger (Volkskunstmuseum Innsbruck) und Juryvorsitzender Heimo Kaindl. Foto: Museumsbund Österreich
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1 Posting bisher
RosemarieB

Herzliche Gratulation an das Museum Schloss Bruck, wohlverdient . . . freue mich mit Euch!