Dölsach bezwingt Rapid Lienz im Dolomitenstadion

Zweiter Derbysieg für die „Wenger-Boys“. Auch Matrei kann endlich wieder gewinnen.

Am vergangenen Samstag, 9. Oktober, stand das letzte Osttirol-Derby in der Unterliga West an, bevor sich die Teams in zwei Wochen in die Winterpause verabschieden. Im Lienzer Dolomitenstadion standen sich Rapid Lienz und die Aufsteiger aus Dölsach gegenüber.

Die Lienzer witterten im Talboden-Duell die Chance auf drei wichtige Zähler, mit lediglich zwei Siegen aus zuvor elf Spielen blieben die Grünweißen in der Hinrunde bisher einiges schuldig. Auf der anderen Seite stand mit Dölsach der Newcomer. Auch der Wenger-Elf gelang bisher nicht alles, der Aufsteiger schlägt sich bisher aber ordentlich.

Blumen für Elfriede Innig. Das langjährige Mitglied des Rapid-Vorstands wurde von ASVÖ-Bezirksobmann Georg Nöckler (rechts) und Lienz-Obmann „Didi“ Müller geehrt. Fotos: EXPA/Huter

Und so gingen beide Teams das direkte Duell etwas verhalten an und tasteten sich ab. Es dauerte eine Viertelstunde, ehe Rapid wie erwartet ins Rollen kam und den rund 500 Zuschauern erste Offensivszenen bot. Goalgetter Sven Lovric jagte zunächst aber einen Ball am Kasten vorbei und fand kurze Zeit später in Gäste-Goalie Marco Ortner seinen Meister. In der 28. Minute hatten die Lienzer dann die erste Großchance: Maximilian Zojer scheiterte am starken Ortner, der Ball landete bei Dominic Girstmair, der die Kugel am Tor vorbei köpfte.

Lukas Bugelnig trifft und jubelt – 1:0!

Nach einer torlosen erste Hälfte fanden nach dem Seitenwechsel die Dölsacher besser ins Spiel und stellten die Abwehr der Grünweißen auf die Probe. Mit Erfolg: Nach einer Stunde erzielte Lukas Bugelnig das 0:1 und brachte den vermeintlichen Außenseiter in Führung.

Nach dem späten 2:0 gab es bei den Dölsachern kein Halten mehr.

Lienz bemühte sich zwar, bekam den Fuß aber nicht mehr in die Tür. Die knallte in der Schlussphase Akim Stahl mit dem 0:2 zu. Lienz bleibt damit ohne Derbysieg, ein Remis gegen Matrei war bisher das höchste der Gefühle.

Trainer Martin Lovric muss seine Truppe schleunigst aus dem Tabellenkeller ziehen.

Das Ende einer Durststrecke

Die TSU Matrei steckte wochenlang in der Krise, lief durch den sprichwörtlichen „Watschnwald“ und trennte sich auf der erfolglosen Reise durch die Unterliga auch von Trainer Resinger. Der Wechsel auf der Kommandobrücke trägt nun erste Früchte, gegen den SV Greifenburg gelang Matrei nach elf Spielen der erste Sieg. Einfach machten es sich die Iseltaler aber auch diesmal nicht.

Nach einem frühen Elfmetertor von Kapitän Daniel Kofler drehte Greifenburg die Partie und ging mit einer komfortablen 3:1-Führung in die Kabine. Die Iseltaler bewiesen Moral und arbeiteten sich heran. Raphael Schneeberger, Julian Wolsegger und Dennie Fuetsch belohnten mit ihren Toren den engagierten Auftritt der Gäste mit einem 3:4-Sieg. Für Matrei gilt es nun, diesen Schwung mit in den herbstlichen Schlusssprint zu nehmen.

Keine Siege in der Fremde

Weniger schwungvoll gestaltete sich das Gastspiel von Nußdorf-Debant bei Kellerkind Ledenitzen. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, Tore fielen auf beiden Seiten. Die Osttiroler schafften es nicht, nach den Treffern von Thomas Infeld und Niclas Brandner den Sack zuzumachen. Die Kärntner verkürzten zunächst auf 1:2 und nach einem Tor von Dominik Sporer auf 2:3. Die zweite Halbzeit war weniger spektakulär, bis zur Schlussphase hatten die Debanter das Spiel gut im Griff. Umso schmerzhafter war der Ausgleich von Mario Besic in der 77. Minute. Nach dem 3:3 ging es für die Panzl-Elf mit einem Punkt im Gepäck zurück nach Osttirol.

Dominik Sporer und Thomas Infeld bezwangen Ledenitzen-Goalie Alexander Moser und sicherten Nußdorf-Debant einen Punkt. Foto: Hermann Robe

Thal/Assling musste sich auswärts gegen Radenthein mit 3:2 geschlagen geben. Das erwartet spannende Spiel lief zunächst in Richtung der Osttiroler. In der Anfangsphase hatten die Asslinger die Chance auf die frühe Führung, Pascal Kofler scheiterte aber am Elfmeterpunkt. Sein Schuss segelte zu zentral Richtung Tor und wurde von Goalie Stefan Takats entschärft. Nach diesem ersten Tiefschlag für Assling wurden die Kärntner immer stärker und setzten sich mit 3:0 ab.

In der zweiten Halbzeit liefen die Asslinger Sturm, um den Kärntnern, die ab der 54. Minute nach einer roten Karte in Unterzahl agierten, doch noch die Butter vom Brot zu nehmen. Samuel Schönegger und Lukas Juen brachten die Osttiroler mit ihren Toren noch einmal heran. Trotz aller Bemühungen kam die Truppe von Ibel Alempic aber nicht mehr zum Ausgleich, Radenthein rettete das knappe 3:2 geschickt ins Ziel.

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