Spiel gedreht: Lind vermiest Thal/Assling den Abend

Abgezockte Kärntner schocken die Alempic-Elf. Keine Siege für Lienz, Debant und Matrei.

Stark gekämpft, aber den Sieg ein Stück weit verschenkt. Thal/Assling war am Samstagabend im Heimspiel gegen Lind lange Zeit gut unterwegs. Nach einer halben Stunde schoss Pascal Kofler die Heimischen aus spitzem Winkel in Führung, hinten hielt Lukas Unterlader mit einigen starken Paraden seinen Kasten sauber.

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Asslinger gut in die Partie, während der Motor der Kärntner stotterte. Zunächst hatten die Osttiroler bei einem Kopfball von Pascal Kofler Pech und reklamierten wenig später vergeblich einen Elfmeter. In der Schlussphase fing dann das Werkl der Gäste an zu laufen, nach einem Eckball erzielte Markus Zohrer den Ausgleich. Im direkten Gegenzug hatte Julian Moser die erneute Führung für Assling auf dem Fuß, sein Schuss knallte aber an die Querlatte.

Torschütze Pascal Kofler geht vom Feld, als es noch 1:0 steht. Von der Bank aus erlebt er die schmerzhafte Schlussphase. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Auch kurz vor Schluss war für die Heimischen noch nichts verloren. Doch der späte Treffer setzte bei den Kärntnern neue Kräfte frei und Assling begann zu schwimmen. In der 86. Minute schockte Peter Rainer die knapp 200 Zuschauer in der Theurl-Arena mit dem späten 2:1 für Lind. Als Draufgabe knallte Peter Stojanovic in der Nachspielzeit noch einen Foulelfmeter in die Maschen.

Partycrasher Markus Zohrer entführte mit dem SV Lind drei Punkte aus Assling.

Auch auf den anderen Plätzen hatte das vergangene Fußballwochenende in der Unterliga aus Osttiroler Sicht wenig Lichtblicke zu bieten. Den einzigen Sieg holte der FC Dölsach am Sonntagvormittag gegen Kellerkind Ledenitzen. Die Wenger-Elf holte dank der Tore von Philipp Hochegger, Akim Stahl und Christoph Schönegger im direkten Duell gegen den Abstieg wichtige Punkte. Immerhin einen Zähler gab es für Nußdorf-Debant gegen Greifenburg. Nach einem Eigentor von Michael Neuwirther drehten die Kärntner das Spiel, Thomas Infeld sicherte den Osttirolern mit einem späten Treffer ein Remis.

Für Matrei war es abermals ein gebrauchter Abend im Tauernstadion. Nach dem ersten Saisonsieg vor einer Woche gegen Greifenburg mussten die Iseltaler gegen die starken Villacher mit 0:3 die Segel streichen. Auch für Rapid Lienz wird es in der Tabelle ungemütlicher. Nach der Derby-Pleite gegen Dölsach gab es für die Grünweißen in Hermagor nichts zu holen. Die Kärntner setzten sich mit 3:0 durch, auf Lienz wartet vor der Winterpause mit Tabellenführer Landskron der nächste harte Brocken. Im Falle einer erneuten Schlappe dürfte der Wind im Dolomitenstadion rauer werden.

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