Die „Königin des Pustertals“ zieht immer mehr Besucher:innen an. Fotos: Peter Leiter

Die „Königin des Pustertals“ zieht immer mehr Besucher:innen an. Fotos: Peter Leiter

Burg Heinfels entwickelt sich zum Besuchermagnet

Besucherzahlen verdoppelt: Von Mai bis November kamen 12.372 Menschen in die Burg.

Das Museum, das die Geschichte der Burg über mehrere Jahrhunderte erzählt, nahm am 15. Juli des Vorjahres offiziell seinen Betrieb auf. „In der ersten Saison 2020 kamen 5.508 Besucher. Ein schwieriges Jahr, weil vor allem Busreisende und internationale Gäste ausblieben“, meint Museumsleiterin Monika Reindl rückblickend. Auch 2021 gab es coronabedingt noch viele Auflagen. Reindl freut sich deshalb umso mehr über den starken Anstieg der Besucherzahlen: „Wir konnten mit unserem motivierten Team in 870 Führungen den Gästen dieses spannende Bauwerk zeigen.“ Insgesamt wurden von Mai bis November 12.372 Besucher:innen gezählt.

Bis zu 15 Kulturvermittler:innen waren in der Hochsaison im Einsatz. Mit der so genannten „Panoramatour“, die eine Besichtigung der Kernburg in den Außenbereichen auch ohne Führung möglich macht, konnten zusätzliche Besucher angesprochen werden. Im nächsten Jahr soll mit speziellen Programmen für Kinder und Schulen auch das Interesse des jungen Publikums geweckt werden.

Die Jungen sollen noch stärker für die alten Mauern begeistert werden.

Veranstaltungen sind die zweite wichtige Säule im Angebot der Burg Heinfels. So lockten Kammerkonzerte, eine Lesung oder Events wie der „Count of Castle“ Kultur- und Sportbegeisterte auf die Burg. Zwölf Paare schlossen in der Laurentiuskapelle den Bund fürs Leben. Bischof Hermann Glettler weihte im Mai die neue Schutzengelglocke und feierte im Juli mit Jugendlichen auf dem Festplatz eine Rockmesse. Im September wurde die „Königin des Pustertals“ mit viel Prominenz ihrer Bestimmung übergeben. Insgesamt kamen 1.190 Gäste zu den verschiedenen Veranstaltungen – zusätzlich zum Museumsbetrieb.

Insgesamt kamen 1.190 Gäste zu den verschiedenen Veranstaltungen. Hier im Bild das Konzert der Musikkapelle Anras.

In Planung ist derzeit die erste „Heinfelser Burgweihnacht“ am 11. und 12. Dezember. Organisiert wird diese in historischer Kulisse von der Musikkapelle Heinfels und der Jungbauernschaft/Landjugend Panzendorf. Vor Kurzem wurde von der „Loacker Tourismus GmbH“ auch der Fahrplan für die Fertigstellung der Gastronomie im Westtrakt fixiert. Gemeinsam mit dem Pächter oder der Pächterin, die derzeit gesucht werden, soll 2022 am Konzept gearbeitet werden, um dann in den Folgejahren die bauliche Sanierung des Westflügels in Angriff zu nehmen.

Der Obmann des Museumsvereins, Josef Steinringer, freut sich über die positive Entwicklung: „Es ist schön zu sehen, dass nach Jahrzehnten des Stillstands wieder Leben in die alten Mauern kommt. Darauf haben sehr viele die letzten Jahre mit enormem Fleiß und Engagement hingearbeitet.“

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