Im Chinesischen ist Familie und Zuhause ein Wort

Judith Benedikt und Weina Zhao plaudern mit Evelin Gander über ihren „Heimatfilm“.

In diesem Dolomitenstadt-Podcast spürt Evelin Gander ebenso subtil wie unterhaltsam dem Thema Heimat nach. Als Gastgeberin empfängt sie auf ihrem Bergbauernhof in Alkus Judith Benedikt und Weina Zhao. Judith stammt aus Osttirol, lebt seit Jahrzehnten in Wien und bereist als Filmemacherin die Welt. Weina ist in China geboren, kam als Kleinkind nach Wien und ist nach dieser Stadt benannt! „Weiyena – ein Heimatfilm“ ist Titel eines gefeierten Dokumentarfilms, den Judith und Weina gemeinsam drehten und der vor Kurzem auch in Lienz zu sehen war.

“Den beiden Regisseurinnen gelingt ein beispielhafter Film über Heimat(gefühle), Identitäten und Migration, der durch seine Nähe zu den Protagonist:innen seltene Einblicke in Familien und Schicksale einer uns überwiegend fremden Kultur zulässt und der nebenbei noch enorm spannend und in einigen Momenten auch von absurder Komik ist,” schrieb die Filmbewertungskommission GFBK als Begründung für das Prädikat „wertvoll“, das dieser Film erhielt.

Im Chinesischen ist Familie und Zuhause ein Wort. Als Weina, begleitet von der Kamera, der Geschichte ihrer Familie nachspürt, taucht sie immer tiefer in die Geschichte Chinas ein, um schließlich Fragen über sich selbst und ihre Identität zu beantworten.

„Ich heiße Wien und bin aus Peking“ war ursprünglich als Titel geplant, denn „ich bin zwischen zwei Welten aufgewachsen und fühle mich zuhause in meiner Zwischenwelt“, erklärt Weina gleich zu Beginn des Films. Und so spüren Evelin, Judith und Weina in diesem Podcastgespräch hoch über dem Iseltal dem nach, was für sie jeweils Heimat ist und fragen auch nach gemeinsamer Geschichte und jenen Geschichten, die das Leben im Großen wie im Kleinen schreibt.


Der Dolomitenstadt Podcast ist ein akustisches Magazin, das die Redaktion von dolomitenstadt.at in Lienz zusammenstellt. Das Themenspektrum ist breit und beschränkt sich nicht nur auf die Region. Wir stellen spannende Projekte vor, widmen uns den Künsten und der Kunst des Lebens, schauen in Kochtöpfe und über den Tellerrand, greifen heiße Eisen und dicke Bücher an und diskutieren die Themen unserer Zeit mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

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