Dutzende Schaulustige warteten am Samstagabend in Lienz auf die Krampusse. Fotos: Brunner Images

Dutzende Schaulustige warteten am Samstagabend in Lienz auf die Krampusse. Fotos: Brunner Images

Osttiroler Krampusse trafen sich im Lockdown

Die Polizei verhinderte am Samstag einen Umzug und notierte 24 Verwaltungsübertretungen.

In Osttirol haben einige Krampusse den derzeitigen Lockdown nicht besonders ernst genommen und sich spontan zu einem Umzug verabredet. Wie die Polizei bestätigt, kam es am Samstagabend, 27. November, in Lienz zu diesem illegalen Krampusauftritt. Die Aktion dürfte sich in den sozialen Medien rasch verbreitet haben. Wie auf Bildern zu sehen ist, warteten in der Innenstadt dutzende Menschen auf die düsteren Gestalten, während Osttirol an der Spitze der österreichischen Infektionsstatistik steht.

Letzten Endes warteten sie umsonst, die Polizei kam den Krampussen zuvor und fing sie ab. Der Lockdown gilt schließlich auch für die wildesten Gesellen. „Durch die starke Polizeipräsenz und die konsequenten Amtshandlungen konnte eine größere Menschenansammlung unterbunden werden“, berichtet Bezirkspolizeikommandant Silvester Wolsegger.

Auch für die wildesten Gesellen gilt der Lockdown. Einige Osttiroler Krampusse ließen sich davon nicht beeindrucken. Für acht „Pelzträger“ endete der Ausflug mit einer Anzeige.

Für acht Krampusse und elf Schaulustige setzte es Anzeigen wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkungen. Drei Personen wurden zudem wegen der „Organisation einer unzulässigen Zusammenkunft“ angezeigt und zwei Organstrafmandate wurden eingehoben. In den kommenden Tagen will die Polizei in Osttirol besonderes Augenmerk auf unerlaubte Veranstaltungen legen. Unterstützung kommt von der Einsatzeinheit Tirol und weiteren Spezialkräften.

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