700 Corona-Demonstranten zogen durch Lienz

Mit Schildern und Rufen wurden „Friede, Freiheit und Selbstbestimmung“ gefordert.

Am Sonntagnachmittag, 5. Dezember, marschierten abermals hunderte Teilnehmer:innen einer genehmigten Versammlung durch die Lienzer Innenstadt. Mit Schildern und Rufen wurden „Friede, Freiheit und Selbstbestimmung“ gefordert. Die Personen an der Spitze des Zuges hielten ein Transparent mit den Worten „Mander – ’s isch Zeit!“. Mit dem Zitat des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer marschierten die Demonstranten über den Iselkai und an der Liebburg vorbei. Die Polizei berichtet von ca. 700 Teilnehmer:innen. Es sei zu keinen Ausschreitungen gekommen. Übertretungen der Corona-Maßnahmen wurden der zuständigen Behörde angezeigt.

Fotos: Brunner Images

Auch in Kufstein wurde am Sonntag demonstriert. Dort lehnten sich Krampusse gegen die „Brauchtumsvernichtung“ auf, eine Gruppe von Perchten führte eine Show-Einlage vor. Es sei zu keinen Ausschreitungen gekommen. Die Demo wurde vom „Team Tirol“ organisiert, das befürchtet, dass die Krampus-Tradition wegen der Coronakrise zurückgedrängt werde. 150 Teilnehmer:innen wurden für die Versammlung angemeldet, letzten Endes nahmen rund 800 Menschen teil – darunter auch viele Familien.

Krampusse waren am Wochenende auch in Osttirol unterwegs. Trotz Lockdown und Ausgangsbeschränkungen kursierten in den sozialen Medien Bilder von einem Krampuslauf in Virgen, in Matrei zog ein Nikolaus mit dutzenden Krampussen durchs „Marktle“. Der Besuch vom Nikolo ist zwar erlaubt, in einigen Videos war jedoch auch ein „Tischziagn“ im Iseltal zu sehen.


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