„Shuffle Waffle, Muffle Duffle And Other Stories“

My Friend Peter präsentieren ein Album als Sessionvideo. Mit Osttiroler Beteiligung.

Fans der „Wohnzimmersessions“ im Lienzer Altstadthotel Eck könnten ihn live erlebt haben, den Klangzauberer Benedikt Brands, der sich als Multiinstrumentalist, Mastermind und Sänger hinter der musikalischen Kunstfigur My Friend Peter verbirgt und immer wieder kongeniale Mitstreiter:innen für seine bemerkenswerten Sessions findet.

Pech hatten Brands und seine variable Band in letzter Zeit – wie so viele Künstler – mit Albumpräsentationen vor Publikum. 2020 musste My Friend Peter das Album „Speak“ ohne Konzert veröffentlichen, der erste Lockdown kam dazwischen und Anfang Dezember sorgte die vierte Lockdown-Auflage dafür, dass auch die EP „Shuffle Waffle, Muffle Duffle And Other Stories“ nicht vor einem Livepublikum das Licht der Welt erblickte.

Diesem Umstand verdanken wir allerdings eine sehens- und hörenswerte Videosession aus dem Grazer Café Kork, zwischen dessen Zimmerpflanzen sich zu Benedikt Brands (Gitarre, Synthesizer) der Drummer Maximilian Zeller, Patrick Windischbauer am Bass, Paul Probst an der zweiten Gitarre und als „Special Guest“ auch Oliver Deutsch als Percussionist gesellten. Deutsch ist ein musikalischer Weggefährte Brands mit Osttiroler Wurzeln, veranstaltet die Wohnzimmersessions in Lienz und war schon bei früheren Albumproduktionen an Bord. Kameramann Michael Feichtenberger hat die Session eingefangen.

„Shuffle Waffle, Muffle Duffle And Other Stories“ ist ein Studioalbum, das vom Wiener Label Numavi Records veröffentlicht wird und eine musikalische Stärke von My Friend Peter wunderbar inszeniert. Wie schon der Titel andeutet, wirken die sorgfältig aufgebauten Klangwelten musikalisch leichtfüßig und narrativ, obwohl sie sich als reine Instrumentalstücke über die Sprache als Sinnträger hinwegsetzen, ohne dabei an Zugänglichkeit zu verlieren.

Im Gegenteil: Die Erzählung beginnt dort, wo Text vermutlich zu schwer und sperrig, zu eindeutig und unwiederbringlich wäre, um den ineinander überfließenden Ideen und Impulsen zu folgen. Einmal verspielt, dann wieder schräg, einmal widersprüchlich, dann wieder in harmonischem Einklang ziehen die an psychedelischen Rock und Pop erinnernden Improvisationen den Zuhörer in ihren Bann. Ein Weihnachtskonzert der anderen Art, und ein kurzes Album, das man sich gönnen sollte. Hier der Link zur Bandwebsite und zum Plattenlabel.

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