Karl Nehammer positiv auf Corona getestet

Der Bundeskanzler ist dreifach geimpft, im Homeoffice und derzeit symptomfrei.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) ist am Freitag positiv auf Covid-19 getestet worden. Das meldet das Bundeskanzleramt in einer Aussendung. „Es besteht kein Grund zur Sorge, es geht mir gut“, wird Nehammer zitiert: „Mein Appell ist weiterhin: Gehen Sie impfen, lassen Sie sich boostern, das schützt Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Verlauf.“

Ob Nehammer – ist dreifach Corona-geimpft und derzeit symptomfrei – mit der Omikron-Variante infiziert ist, ist noch unklar. Die Sequenzierung sei noch im Laufen, hieß es zur APA. Die Ansteckung sei vermutlich am Mittwochabend im Kontakt mit einem Mitglied seines Sicherheitsteams erfolgt, das am Donnerstag positiv auf Covid-19 getestet wurde. Dieses Ergebnis liegt seit heute, Freitag, vor. Der Bundeskanzler habe sich dann sofort mittels PCR-Verfahren testen lassen, das positive Ergebnis sei durch einen zweiten Test (ebenfalls PCR) bestätigt worden.

Nehammer war am Dienstag aus seinem Kärnten-Urlaub zurückgekehrt und hatte noch am Mittwoch-Nachmittag einen routinemäßigen PCR-Test mit negativem Ergebnis gemacht. Er befindet sich nun in Heimquarantäne, führt seine Amtsgeschäfte derzeit von zu Hause aus mittels Video- und Telefonkonferenzen und wird in den nächsten Tagen keine öffentlichen Termine mit Personenkontakt wahrnehmen. Nehammers Ehefrau und seine Kinder wurden am Freitag negativ getestet.

Bundeskanzler Nehammer (Mitte links) hat sich mit Corona infiziert. Alle Personen, zu denen er gestern Kontakt hatte, wurden verständigt. Foto: APA

Während der gestrigen Beratungen mit Gecko (und den per Video zugeschalteten Landeshauptleuten) habe Nehammer durchgehend eine FFP2-Maske getragen, hieß es. Dennoch wurden alle Personen, zu denen der Bundeskanzler gestern Kontakt hatte, verständigt. In Quarantäne müsse niemand, alle seien auch dreifach geimpft gewesen. Bei der Pressekonferenz waren die Teilnehmer durch Plexiglas-Scheiben voneinander getrennt, zu den Journalisten habe ausreichend Sicherheitsabstand bestanden, darüber hinaus hätten alle durchgehend FFP2-Masken getragen.

Wünsche für eine gute Besserung und eine schnelle Genesung kamen von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ebenso von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) teilte via Social Media mit, dass er sich nach dem Kontakt mit Nehammer am Donnerstag sicherheitshalber in Selbstisolation begebe und PCR-teste. Ein erster Antigentest sei negativ ausgefallen. „Da ich 3x geimpft bin & während der Beratungen FFP2 getragen habe, bin ich zuversichtlich“, meinte er.

FPÖ-Chef Herbert Kickl wünschte dem Kanzler in einer Aussendung einen milden Krankheitsverlauf, empfahl ihm aber gleichzeitig, über die Wirkung der Impfung im Allgemeinen und des Boosters im Speziellen nachzudenken. „Am Ende dieses Nachdenkprozesses kann nur das Aus für den Impfzwang stehen“, so Kickl.


Hinweis in eigener Sache: Wir haben die Kommentarfunktion bei Covid-Artikeln deaktiviert.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?