„Wer zahlt, schafft an?“ Nicht im Osttiroler Tourismus!

Für rund 4.000 Beitragszahler bleibt die Verwendung ihres Geldes auch 2022 ein Rätsel.

Als Herausgeber von dolomitenstadt.at bin ich nicht nur Journalist, sondern auch Unternehmer und als solcher Zwangsmitglied beim Tourismusverband Osttirol. Wie alle anderen Unternehmen des Landes überweist auch unseres alljährlich einen umsatzabhängigen Pflichtbeitrag, der in Tirol – andere Bundesländer kennen dieses System nicht – seit 1927 damit gerechtfertigt wird, dass vom Tourismus eben „alle profitieren“. Dieses wirtschaftliche Dogma ist ebenso alt wie hinterfragbar, müsste eigentlich breit und intensiv diskutiert werden, soll aber heute nicht mein Thema sein. 

Heute interessiert mich einfach nur, was mit meinem und dem Geld von rund 4.000 weiteren Mitgliedern des TVBO passiert. Vor wenigen Tagen wurde der Deckel des Topfes, in dem diese zwangsweise eingehobenen Gelder der regionalen Wirtschaft landen, vom Vorsitzenden des TVB-Aufsichtsrates Hansjörg Mattersberger und von TVB-Obmann Franz Theurl kurz angehoben – und siehe da, es sind für das aktuelle Jahr 2022 wieder satte acht Millionen Euro im Topf! In Erinnerung an frühere Budgetentwürfe vermute ich, dass davon ungefähr fünf Millionen Euro aus Pflichtbeiträgen kommen sollen und weitere drei Millionen Euro an Aufenthaltsabgaben eingehoben werden. 

Die Eingeweihten im TVB Osttirol von links: Aufsichtsratsvorsitzender Hansjörg Mattersberger, die Vorstandsmitglieder Peter Wibmer und Martin Gratz und – den Blick wie immer in die Zukunft gerichtet – Langzeitobmann Franz Theurl. Foto: Expa/Groder

Nun meint der Volksmund zwar „wer zahlt, schafft an“, doch im Fall des TVB Osttirol ist das seit jeher ein Irrtum. Schon in Normalzeiten, in denen eine jährliche Vollversammlung zumindest Transparenz suggeriert, ist der Einblick in die Vergabe der Mittel im Detail – nicht in groben Kategorien – nur Insidern wirklich zugänglich. Und da reden wir nur von Einblick, nicht von der faktischen Einflussnahme auf die Entscheidung, wer wieviel Geld aus diesem Topf bekommt und wofür dieses Geld überwiesen wird. 

Wer jetzt „Pandemie“ ruft und darauf verweist, dass in Zeiten wie diesen eben keine Vollversammlung stattfinden kann, bei der Mitglieder die Chance auf Rückfragen zu einzelnen Budgetdetails haben, der sei daran erinnert, dass ein Tourismusverband eigentlich Vorreiter in digitaler Kommunikation sein sollte. In Zeiten, in denen Millionen Menschen jeden Alters blitzartig lernen mussten, wie man sich digital austauscht und vernetzt, in denen komplexe Unterrichtsstoffe digital an Kinder, Jugendliche und deren Eltern vermittelt werden, sollte doch auch ein Tourismusverband mit neuen, innovativen Informationswegen aufwarten können.

Der TVBO hätte heuer die Chance gehabt, zu zeigen, wie innovativ man die Digitalisierung für eine wirkungsvolle und interaktive interne Kommunikation mit den Mitgliedern nützen kann. Denn was für Touristen recht ist, sollte für die Beitragszahler allemal billig sein. Wo sind die digitalen Diskussionsrunden mit Vorstand und Aufsichtsrat, am besten mit Chatfunktion, damit man auch Fragen stellen kann? Wo ist der digitale Newsletter mit dem detaillierten Budgetentwurf 2022 als PDF zum Download? Und wo ist die Einladung zur Begutachtung vor (!) der Beschlussfassung?

Kleinen Mitgliedsbetrieben, die mit den neuen, ausschließlich digitalen Zahlungsoptionen für den Tourismusbeitrag nicht zurechtkommen, wird der Exekutor ins Haus geschickt, während der gesamte Apparat des Verbandes offenbar nicht einmal die elementarsten Spielregeln digitaler Mitgliederkommunikation beherrscht. 

Die Website des TVBO hat keinen Mitgliedereingang. Das spricht Bände. Man kann auf diesem Portal zwar auf halblustigen Tiktok-Videos sehen, wie Osttiroler einer Handvoll Schnee ausweichen. Aber wie eine Handvoll Funktionäre jene acht Millionen Euro verstreuen, die von heimischen Unternehmen in einen gemeinsamen Topf eingezahlt wurden, sieht man nur, wenn man zum kleinen Kreis von Eingeweihten im Hinterzimmer des TVBO zählt. 

Für welche Kampagnen gibt man im laufenden Jahr 2,2 Millionen Euro an Marketingmitteln aus? Was ist die „touristische Infrastruktur“ in die heuer 1,9 Mio Euro investiert werden? Was ist geplant? Wer erhält wieviel Geld wofür? Und was sind das für richtungsweisende Projekte, für die es einen „Nachtragshaushalt“ geben soll? Wann? In welcher Höhe? Das interessiert die Beitragszahler und die Öffentlichkeit, schließlich ist es öffentliches Geld, das hier fließt, oft noch aufgefettet von Förderungen aus weiteren öffentlichen Töpfen. 

Die Unternehmenszahlungen an den TVB Osttirol bewegen sich in ähnlichen Dimensionen wie die Unternehmenssteuer-Einnahmen der Stadt Lienz. Über die Intransparenz der Stadtverwaltung hat sich TVB-Obmann Franz Theurl im vergangenen Sommer massiv beschwert, weil die Veranstalter von Großevents nicht frühzeitig in die Planung des Hauptplatzes eingebunden wurden. 

Doch im Vergleich zu den Entscheidungsstrukturen im TVBO sind jene in der Stadtgemeinde Lienz geradezu gläsern, ganz abgesehen davon, dass bei Gemeinderatswahlen jeder Bürger und jede Bürgerin eine Stimme hat, während das Kurienwahlrecht des Tiroler Tourismusgesetzes den Managern von Banken und Großbetrieben gleich bis zu 100 Stimmen in die Hand drückt und damit eine Lobby züchtet, die auch die meisten Aufsichtsräte stellt und sich damit sozusagen selbst kontrolliert. 

Tourismus ist nichts anderes als die gezielte Vermarktung einer Region und ihrer Qualitäten. Diese Vermarktung kostet Geld und bringt Geld. Die Kreise der Zahler und Empfänger mögen sich überschneiden, deckungsgleich sind sie allerdings nicht. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass eine Zahlungspflicht für alle immer wieder – und immer lauter – hinterfragt wird. Transparenz und Mitbestimmung könnten den Unmut dämpfen, bleiben aber – soviel traue ich mich zu wetten – auch 2022 ein frommer Wunsch. 

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63 Postings bisher
one1

Die Menschen haben zuviel Meinung aber leider zuwenig Wissen. Auf dieser Basis ist jede Diskussion schon von vorherein nicht mehr auf Fakten basierend. Das Abgleiten auf die persönliche Ebene ist meist nur der Ausdruck von Frustration und Machtlosigkeit, was zwar menschlich verständlich aber inhaltlich fehl am Platz ist. Wie wollen wir so eine sinnvolle Diskussion führen? Das Ergebnis wird sein, dass sich keiner mehr der noch Selbstachtung besitzt die Arbeit antun wird und so die selbsterfüllende Prophezeihung auch Realität wird.

Gute Nacht Osttirol 😉!

lokal

Gratz passt da nicht hinein...kennt sich zuwenig aus

senf

Aha, jetzt wird klar: das aufgepauschte Projekt Kletterzentrum Lienz und das Vorhaben Gletscherhaus in Prägraten zählen zu den und Schlüsselprojekten des TVBO, der sich auch als Betreiber profilieren will.

Hier stellt sich tatsächlich wieder einmal die Frage, ob der TVB sich in die unternehmerische Sparte einmischen darf. Die LBB sind ja bestes Bespiel, wie dann gefuhrwerkt wird. Man will also wieder Kernaufgaben von Vereinen oder Unternehmen von der Privatwirtschaft übernehmen und fühlt sich dafür geeinet und kompetent.

Diese Vorgehensweise hat sich andererorts längst als falsch bewiesen. Ein TVB kann/soll zwar derartige Vorhaben finanziell unterstützen und bewerben, den Betrieb soll er gefälligst den Spartenfachleuten überlassen, oder wär es besser, wenn der TVB den Eispark in Matrei, den Glocknerwinkel, sämtliche Turnhallen und Schwimmbäder der Region, Fussball- oder Eislaufplätzeplätze, Go-Kartbahnen und Vergnügungsparks, KLettergärten, das Vitalpinum, Bergführervermittlungen oder sämtliche Museen und Hüttenstützpunkte übernehmen würde, die ebenfalls von touristischer Interesse sind?

Tourismusverbände haben eine eigene Entwicklungsgeschichte. Sie haben sich aus ehemaligen Ortsverschönerungsvereinen und "Verkehrsbüros" entwickelt, die den Gast für seinen Aufenthalt Service und Zimervermittlung angeboten haben, und ihre Ortschaft oder das Tal und dafür weitum geworben haben.

Im Laufe der Zeit wurden sie leider zu Melkkühen mit hochgradiger Verschuldung (Bsp. LBB, Goldried BB, Wegenetze, Kinderspielplätze und diverse Sporteinrichtungen (Hochstein) , Flugplatz Lienz ...).

Nach der Fussionierung der Verbände sind die Ortseinrichtungen nach und nach verkommen, weil man sich immer mehr im Unternehmerischen gefunden hat. Ebenso das geistige Wissen der Einheimischen und ihr Bemühen. Infoservice in den Ortschaften wie zum Bsp. im Bergsteigerdorf Prägraten gibt es längst nicht mehr, dafür eine zentralistische Befehlszentrale in der Dolomitenstadt, die nun auch einen Bauhof erhalten soll, anstatt dass man derartige Einrichtunge aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen in den Tourismusgemeinden verbleiben lässt oder wieder ansiedelt.

Aber ja, Banker wissen ja wie es zu gehen hat.

Williweber

Ich selbst bin ein Unternehmer im kleinem Format und habe die Vorschreibung über einige Tausend Euro bekommen. Fällig in wenigen Tagen. Ein trockenes Mail ohne Zucken und Murren zu überweisen, ohne ....sollten Sie Probleme haben in diesen schwierigenZeiten.....blablabbla. Kompromislos und unwiederbringlich wird viel Geld eingefordert für eine Leistung die ich nicht erkennen kann!!! Ich stelle mich hiermit zur Verfügung bis zum Verfassungsgerichtshof zu gehen!! Sollte sich ein Anwalt angesprochen fühlen....ich bin dabei!!! Es ist Zeit diese aus meiner Sicht, mafiöse Strukturen und Exekutionsgesellschaft dorthin zu schicken wo sie hingehört!!!

    Macki

    Das wurde natürlich bereits mehrfach versucht und auch bis zum VwGH getrieben. Meines Wissens hat der VwGH zuletzt 2016 eine Beschwerde abgewiesen und die Tourismusabgabe für rechtens erkannt.

senf

tt heute: "Der umtriebige TVB-Obm. will sich offenbar nicht in die Karten schauen lassen und hütet die Unterlagen zu seinen Vorhaben in dicken Ordnern in seinem Büro. Theuerl möchte nicht mehr verraten ..."

Wow, wie spannend müssen diese Schlüsselprojekte sein, die weder der Aufsichtsrat noch die Geschäftsfühung, oder die dafür eigentlich zuständigen Abteilungen im TVB kennen oder zumindest Einsicht haben. Wieder einmal ein deutliches Zeichen, wie man Teamwork im TVBO lebt. Aber auch der einsame Ruderer wird irgendwann das Boot verlassen oder mit ihm absaufen.

Insider glauben gar zu wissen, dass zumindest in einem dieser Ordnern das Schlüsselprojekt für den Hintereingang zur Schatzkiste in die Liebburg bereit liegt.

Dagegen wird sich das Burgfräulein mit ihren Hofdienern wappnen müssen, sonst verkommt der Hauptplatz tatsächlich noch zur Arena.

Walchenstein

Über die Arbeitsweise in unserem Tourismusverein (Budget, Planungen etc. ..) ist absolute Transparenz notwendig! Ebenso muss diese vollkommen undemokratische Abstimmungsweise (erinnert an die französischen Generalstände) ihr Ende finden. REFORMEN!!! Es muss jedoch auch positiv erwähnt werden, das unser kleines OstTirol und unser noch kleineres Lienz einen immensen Bekanntheitswert (National wie International) besitzt! Kurz gesagt, so wie alles nicht richtig ist, ist auch nicht alles falsch!

l.baumg.

Was rechtfertigt diese Berufsgruppen von der gesamten Bevölkerung Steuern einzutreiben, gegenüber Tischler, Maurer usw. Als Gegenleistung werden Parkplätze mautpflichtig. Begünstigt sind Schifahrer die diese hoch subventionierten Anlagen sowieso schon in voller Breite nutzen. Wenn der Hr. Winkler und Umfeld da noch ein Problem haben, sollen sie darauf ganz einfach verzichten. Wo sind wir denn?!

Besser wir investieren dieses Geld in garantiert gesunde und heimische Lebensmittel - Betriebe für unsere Kinder. Wofür es auch ein Gewissen und die Verpflichtung gibt. Aber auch die Leidenschaft und den persönlichen Einsatz.

Diesen ewig alten abgetragenen Hut kann man vergessen, die sollen das alleine machen. Von der Landwirtschaft haben wir alle etwas.

so ist es vielleicht

Solange in Tirol nur eine Partei seit gefühlt ewigen Zeiten die Macht mit ihren Kammern und Verbänden hat, wird sich nichts ändern! Es liegt am Bürger, bei div. Wahlen mal optional zu wählen und dadurch diese undurchdringliche Wand der totalen Vernetzung sämtl. schwarzer Parteisoldaten nieder zu reißen. Aber bis dort hin werden F.T., A.K., G.P. und sämtl. Konsorten ihre Machtgelüste nicht beenden und es geht ewig so weiter ...

wolf_c

„Wer zahlt, schafft an?“ Nicht im Osttiroler Tourismus! - gut so, wir sind doch alle Anhänger des gepflegten Neoliberalismus, warum also sollten die Reichen auf die Armen hören??

Kapatieme

Die kritischen Stimmen bezüglich der Finanzgebarung des TVBO überwiegen deutlich . Ohne Grund ? Wahrscheinlich alle auf dem Holzweg, oder ? Aber man jammert lieber über schwierige Umstände im TVBO wegen Covid ! Die ganzen Beitragszahler hatten und haben wegen Covid sicher auch ihre Probleme. Die Abgaben sind trotzdem fällig !

aktuell

Wenn sich Herr Winkler auf berechtigte Kritik über "seinen" TVBO persönlich gekränkt, verärgert und zutiefts verstört zeigt, hat ihn das als "Kronprinz" von FT wohl nicht besonders qualifiziert. Da scheinen Eigeninteressen im Vordergrund zu stehen.

leiWEITERso

Sehr geehrter Herr Winkler! Was für ein Gefühlsausbruch: einerseits sind Sie „persönlich gekränkt, verärgert und stört es Sie zutiefst“, dass Dolomitenstadt es „wagt“ sich in einem kritischen Artikel negativ über die Gebarungen des TVBO zu äußern und das, obwohl man doch immer brav mit dem Geld der Pflichtbeitragszahler Werbeeinschaltungen gesponsert hat. Ah geh, das tut man wirklich nicht, Herr Pirkner! Ein weiterer gewagter Gefühlsausbruch ist es, dass Sie stolz auf die LBB sind. Worauf sind Sie stolz, Herr Winkler? Auf eine verfilzte Unternehmensstruktur, eine uralte Infrastruktur oder gar auf den Pistenzirkus den man heuer über die Feiertage bestaunen konnte? Geschlossene Lifte, geschlossenen Pisten… was genau macht Sie da so stolz? Es kann wohl nur der „stolze“ Preis gemeint sein…!?

Kaffeesud

Das Geld liegt auf der Straße, man muß nur wissen, wie man es aufhebt!!

Franz Brugger

Sehr geehrter Herr Winkler,

im Streben nach Transparenz erlaube ich mir, Sie um Info über eine Marketingaktion für Dolomitengolf und Golfhotels in der Süddeutschen zu fragen. Vorweg, die Beilage, der redaktionelle Teil kommt gut an, wie mir meine deutschen Geschäftspartner berichten.

Mich interessieren die Kosten welche für die Beilage anfallen. Zusätzliche erlaube ich mir aber auch nach der Höhe der Unterstützung zu fragen, welche die inserierenden Hotels, darunter auch Moar-Hof und Dolomitenhof vom TVBO erhalten. Dies möchte ich gerne wissen, nicht wegen Neid, sondern um festzustellen, wieweit andere Hotels Inseratenunterstützung erhalten,

zruk

Vom Tourismusverband wird auch von Einheimischen die Freizweitwohnsitzpauschale (je nach Größe des Objekts von 240 EUR bis 720 EUR) eingehoben, wenn sich der Freizeitwohnsitz nicht in der eigenen Hauptwohnsitz-Gemeinde befindet. Diese haben dann nicht einmal ein Wahlrecht. Für diese Einheimischen gilt „Wer zahlt, hat gar nichts zu melden!“

    LZ145KLU

    Dazu kassiert jetzt noch seit 2 Jahren die Gemeinde eine Zweitwohnsitzabgabe in ähnlicher Höhe ,obwohl selbstverständlich auch Zweitwohnsitzinhaber für Infrastrukturkosten wie Kanal-,Wasser- oder Müllgebühren bezahlen. Weder im TVBO noch in der Gemeinde gibt es eine demokratische Mitbestimmungsmöglichkeit(Wahlrecht).Doppelt blöd gelaufen - 2 mal zahlen,aber schön brav die Hände falten und die G.....halten. 😢😢

      Chronos

      @LZ145, wer sich einen Zweitwohnsitz leisten kann, darf wohl nicht über eine zusätzliche Abgabe von ein paar Hundert Euro/Jahr jammern!

      Mein Verständnis hält sich in Grenzen!

      LZ145KLU

      @Chronos,da geht es nicht um die "paar hundert Euro" sondern um die Tatsache,dass es für diese große Gruppe an Beitragszahlern ( pauschalierte Aufenthaltsabgabe ) überhaupt keine Transparenz gibt, was mit den eingehobenen Zwangsbeiträgen passiert. Zahlen JA, aber Informationen NEIN! Mein Demokratieverständnis sieht anders aus.

      Chronos

      @LZ145, da kann ich Ihnen zu 100% zustimmen, was Sie nun sagen!

hunter

In Zeiten wie diesen wäre es mal angebracht Reformen zu beschließen, und jeder Beitragszahler muss wissen wofür sein Geld verwendet wird ... der TVB ist ein alt strukturierter Verband aus den 70er oder 80er Jahren und absolut nicht mehr zeitgemäß. "Nachhaltigkeit" ist das Riesen Thema im Tourismus ... beim Verband in Osttirol bedeutet nachhaltig: alles muss oder soll bleiben wie bisher ... Zwangsbeiträge und Pflichtmitgliedschaften sind nicht mehr zeitgemäß. Weltcuprennen, Dolomitenlauf, Radrennen etc. sind nicht nachhaltig und auch keine Werbebotschaft für die Zukunft und unsere zukünftigen Gäste! ... sagen alle Tourismusforscher ... lasst euch mal was einfallen und werdets nachhaltig!

Gamsbock

Gebe Herrn Winkler vollkommen recht. Die Touristiker und Mitarbeiter arbeiten unter schwierigsten Bedingungen und mit vielen Unsicherheiten, sind froh, wenn sie wenigstens arbeiten dürfen und etwas verdienen. Und dann kommen Medien und machen alles schlecht, nur um Klicks zu lukrieren und in einer zahlenmäßig relativ kleinen Community Wirbel zu erzeugen. Der Wirtschaft wird damit enormer Schaden zugefügt. Das betrifft übrigens nicht nur diese Branche und nicht nur das Thema Tourismus. Herr Pirkner, auch wenn Sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen, es ist mir wichtig, dass sie ihn gelesen haben.

    Franz Brugger

    BItte nicht verwechseln: Kaum jemand bezweifelt die Motivation der Mitarbeiter im TVBO, es geht aber doch darum, wie es sich die GROSSEN richten.

    senf

    @gamsbock, du hast natürlich recht. mit schwierige bedingungen und unsicherheit haben touristiker derzeit zu leben. trotzdem wollen viele dieser leute auch zu gerne wissen, wohin die touristische reise in diesen zeiten in der destination osttirol geht.

    mit "nachtragsbudget für schlüsselprojekte und intransparenz" ist ihnen recht wenig geholfen. zu gern hätt ich auch einmal die meinung der verbandsgeschäftsführung und des/der marketingabteilungsleiters/in gehört, falls es die noch gibt.

Guru

Ich lass mir diese Zwangsabgabe von den Tourismusbetrieben in denen ich arbeite gut bezahlen. Ich hole mir die Kosten von den Nutzniesern zurück und ich bin bei weitem nicht der einzige der das macht!

Zur Transparenz im TVB Osttirol kann man sich ohnehin jeden Kommentar sparen.

Urmel

Sehr gut geschrieben ! Ich habe auch schon versucht, per Anfrage zu erfahren wie meine Beiträge verwendet werden, leider ebenfalls erfolglos. Vielleicht sollte man ein zahlen der Beiträge grundsätzlich von der Offenlegung abhängig machen. Grundsätzlich zahle ich mit Verzug und nach Mahnung, da ich dieses Verhalten des Verschleierns absurd und unzeitgemäß halte. Da fragt man sich, warum Franz Theurl keine Burka trägt, wenn er so dafür ist zu verschleiern....

beobachter52

Ich habe zwar nicht direkt mit dem Tourismus zu tun, sondern "beobachte" nur! Der Kommentar von Hrn. Pirkner löst bei mir schon Verwunderung aus! Sind nicht Vorstand und Aufsichtsrat von der Vollversammlung, also von allen Mitgliedern demokratisch (also zumindest von einer Mehrheit) gewählt? Ist es nun nicht die Pflicht des Vorstandes und des Aufsichtsrates (gemeinsam oder zumindest mit Zustimmung der Gremien) einen Jahresvoranschlag zu erstellen? Dass eine Vollversammlung für 4000 Mitglieder in Covidzeiten wie diesen nicht durchgeführt werden kann, wird wohl jedem einleuchten? Die Funktionäre haben sie ja schon für das Frühjahr angekündigt! Wie eine Chatdiskussion bei über 4000 Mitgliedern und ehrenamtlichen Funktionären funktionieren soll, ist mit auch ein Rätsel ..

    Motre

    Ich habe unter anderem direkt mit dem Tourismus zu tun, bin aber mit allen Betrieben zu klein um auch nur annähernd eine Stimme zu haben. Ich bin mehrfach in Stimmgruppe 3 vertreten, diese Gruppe ist lediglich zum Zahlen da. Was geschieht, bestimmen die Großen (also nicht die Mehrheit) . Banken, Liebherr, Liftbetreiber, große Hotels usw. Gasthäuser, Vermieter, Gewerbebetriebe dürfen lediglich zahlen aber nicht mitbestimmen. Auch mir wäre es lieber, wenn die Zahlen offengelegt und für jeden einsehbar wären. Wo ist da das Problem? Hat man was zu verbergen? Wenn ich mir den Vorstand und Aufsichtsrat anschaue hat das nicht viel mit Tourismus zu tun. Der Vorstand ein pensionierter Banker, seine Stellvertreter haben zumindest mit Tourismus zu tun. Der Aufsichtsratsvorsitzende ein Banker, dessen Stellvertreter ein "Multitalent" der alles kann (!). Zu hinterfragen ist jedenfalls der Wahlmodus und die Sinnhaftigkeit der Zwangsmitgliedschaften (TVB, WK, AK...), aber das ist ein anderes - noch wichtigeres - Thema.

    Franz Brugger

    Als Besucher einiger Vollversammlungen und im Wissen um das Buhlen um die Stimmgruppe 1 stelle ich das "demokratisch" in Frage.

      iseline

      Interessant wäre grundsätzlich zu erfahren, wie denn die Oppositionsparteien zum völlig veralteten Zensuswahlrecht stehen. Dass Stimmen ungleich gewichtet werden ist völlig undemokratisch und gehörte längst schon abgeschafft. Wie in allen anderen Bundesländern.

l.baumg.

Diesen Verein hält so nur sein Wahlsystem, das Gesetz am Leben. Was da die gesamte Wirtschaft hinen zahlen muß ist eher eine finanzielle Verehrung, Opfergabe. Dinge die woanders schon 15, 20 Jahre laufen werden uns als neu verkauft. Dafür werden neue touristisch notwendige Einrichtungen negiert. Was im Wettbewerb, Vergleich heute nicht mehr geht.

Ein undemokratischer Selbstbedienungsladen, vielleicht wäre sein Gesetz ganz einfach zu ändern wie bei den Agrargemeinschaften?

Aber es stehen im Land auch immer wieder einmal Wahlen an.

sattmann

Welcher Artikel kommt dann nächste Woche? Wirtschaftskammer-, Sozialversicherungsbeitrag? Wir können sehr froh sein in einem Land mit einem derartigen System zu Leben! Meiner Meinung nach ist es besser man versucht etwas zu verändern als nur Kritik zu äußern...

    Franz Brugger

    Ich bin froh über solche Artikel. Das bestehende Wahlrecht erlaubt eben keine Veränderung von aussen.....

    DIe interessensgruppen Theurl und Schultz (Gratz, Wibmer) haben sich offensichtlich arrangiert.

Sinnlos

Es gehört auch mal geklärt warum Betriebe die in derselben Branche bei gleichen Umsatz in Tirol 12.000.- und in Kärnten aber NUR 3000.- zahlen müssen.

Thomas Winkler

Sehr geehrter Herr Pirkner, lieber Gerhard,

als Mitglied des Aufsichtsrates des TVBO muss ich dir leider meinen großen Unmut zu diesem Artikel mitteilen. Wir haben das Budget 2022 im Aufsichtsrat einstimmig beschlossen und uns wird hier nun einiges vorgeworfen, was mich persönlich kränkt, ärgert und zutiefst stört. Wir setzen uns tagtäglich für unseren Tourismus ein und versuchen auch in diesen schwierigen Zeiten das Beste aus der Situation zu machen und unser Budget so effizient und optimal wie möglich einzusetzen.

Ja, pandemiebedingt, wird die Vollversammlung wie auch letztes Jahr wohl erst im Februar stattfinden und dort haben die Mitglieder wie immer die Möglichkeit sich im Detail mit den geplanten Maßnahmen auseinander zu setzen und Fragen zu stellen. Diese Diskussion war und ist wichtig.

Einiges ist im Vorfeld aber schon durchgesickert... Stichwort Iseltrail... außerdem weiß jeder wieviel Geld der Verband für die Sanierung der Sturm- und Unwetterschäden im gesamten Bezirk in den letzen 3 Jahren aufwenden musste. Du kennst das Budget des TVBO auch schon seit Jahren sehr gut, du weißt wieviel von dem Budget in Personal, Marketing und Veranstaltungen geht, wenn man jetzt noch den Iseltrail und die Wiederherstellung der Infrastruktur nach Unwetterschäden hernimmt dann bleibt nicht mehr viel übrig, was zu erklären ist. Umso verwunderlicher ist dieser Artikel, zu dieser Zeit.

Wir Touristiker sind im Moment wohl die von der Pandemie und den Maßnahmen am schwersten gebeutelte Branche. Abwanderung der Mitarbeiter in andere Branchen, komplette Unsicherheit wie es Woche für Woche weitergehen soll, die ersten die 2G-Kontrollen durchführen mussten, Stornierungen auf Grund von Einreisebeschränkungen etc. - ganz ehrlich, schlimmer geht es für uns Unternehmer im Tourismus nicht mehr! Deshalb schmerzt dieser Bericht über mangelnde Transparenz des Budgets 2022 sehr! Ein Budget das auf Annahmen basiert, dass der Winter stattfindet... Wir wissen es nicht, wie es weiter geht, sollte es zu einem weiteren Lockdown kommen und der Rest des Winters ganz oder teilweise ausfallen, ist dieses Budget obsolet. Uns Touristikern plagen im Moment echt andere Sorgen, viele – so wie ich – mussten die letzten Tage und Wochen die fehlenden Personalkräfte ersetzen, von Früh bis spät… glaube mir, eine Vollversammlung hätte hier für sehr viel Unverständnis gesorgt.

Wenn ich so das Jahr 2021 Revue passieren lasse denke ich, dass Dolomitenstadt.at sicher eines jener Medien ist, in welchem häufig vom TVBO Werbeschaltungen gebucht wurden (Osttirols Dolomiten Card oder zuletzt der Dreikönigsmarkt als Beispiele) woher kommt dann dein Unmut betreffend deiner Aussage „Und da reden wir nur von Einblick, nicht von der faktischen Einflussnahme auf die Entscheidung, wer wieviel Geld aus diesem Topf bekommt und wofür dieses Geld überwiesen wird.“. Oder dein Unmut gegenüber dem Marketing des TVBO? „Man kann auf diesem Portal zwar auf halblustigen Tiktok-Videos sehen…“

Der TVBO zählt zu den erfolgreichsten Verbänden Tirols - das macht uns allen in der Region Mut und gibt Zuversicht in solch schweren Zeiten!

@Burgi – woher nehmen Sie Ihre unmöglichen Annahme, dass der TVBO Natur zerstört? Sie wissen genau, wie wichtig uns zB der naturnahe Tourismus ist, Wiederherstellung von Wanderwegen nach Unwetterschäden, der Iseltrail und wieviel Geld hier reinfließt ist das beste Beispiel dafür!

@ Hannes Schwarzer – soweit ich weiß, bist du im Moment leider gar nicht mehr Mitglied in unserem Verband, lehnst dich aber ganz schön raus mit deinen Kommentaren… schade dass hier politische Aspekte mehr zählen als echte Diskussion...

    Macki

    Lieber Thomas. Die Antwort ist vermutlich ganz einfach. Der Artikel kommt jetzt um Kommentare und damit Einnahmen durch die homepage zu lukrieren. Vor allem da der Gemeinderatswahlkampf bisher sehr langsam angelaufen ist. Dermal musste halt der TVB herhalten, nächste Woche erwischts vielleicht jemand anderen.

    Chronos

    Herr Winkler, solange Sie nicht die genauen einzelnen Abgänge (8 Mill Euro) zur Verfügung stellen, ist es nicht verständlich, dass Sie sich "persönlich gekränkt, verärgert" fühlen und Sie der Artikel "zutiefst stört"!

    Wow! Versuchen Sie als TVB Aufsichtsrat zu erklären, dass Werbeschaltungen des TVB´s für das Medien *dolomitenstadt* in Verbindung mit kritikloser Berichterstattung einherzugehen hat? Devise: Wer zahlt, schafft an...

      Thomas Winkler

      Nochmals für Sie zur Info... jedes Mitglied hat bei der Vollversammlung die Möglichkeit auf Fragen, Details etc zum Budget! Meine Empörung zum Artikel stammt aus der Tatsache dass Herr Pirkner das ja weiss, also warum stichelt man hier wieder bei uns Touristikern rum? In diesen schweirigen Zeiten hilft nur eines und zwar Zusammenhalt! Es bringt auch nichts als Hotelier Wut-Postings auf den sozialen Medien gegen die Lienzer Bergbahnen abzusetzen, diese Energie ist wirklich anderswo besser einzusetzen!

      Ich bin sehr stolz auf unseren Tourismus, die Lienzer Bergbahnen, die Entwicklung des TVBO speziell im Marketing in den letzten Jahren und vor allem auf unsere Mitarbeiter, die mit viel Herzblut tagtäglich für uns im Einsatz sind!

      senf

      @chronos: exakt! ☺

      @Winkler:

      "Zudem gebe es „Schlüsselprojekte“, für die man bei Umsetzungsreife einen Nachtragshaushalt beschließen will".

      Ja Herrschaft noch amol, was ist denn damit gemeint, sie müssten es doch wissen, sie haben das alles mitbeschlossen. Logischerweise auch die Grundsatzbeschlüsse mit Absichtserklärungen für die derzeit noch nicht umsetzungsreifen Schlüsselprojekte.

      Welche Schlüsselprojekte sind denn damit gemeint, die jetzt für TVB-Mitglieder so geheimnisvoll sind?

      Sollen wir raten?

      Chronos

      Herr Winkler, ich bin nun irritiert über Ihre Antwort.

      1. Transparent bedeutet, wenn jederzeit alle Zahlen des Budgets vorgezeigt werden können. Einher geht, dass die Details nicht auf Nachfrage, sondern offengelegt werden – auch der Öffentlichkeit zugänglich, nicht nur für die Mitglieder.

      2. Ich hätte mir ein Statement erwartet, wie Sie das meinen mit den Werbeschaltungen des TVB an das Medium *dolomitenstadt*. Sollte damit keine kritische Berichterstattung gegen den TVB gewünscht und "erkauft" worden sein? Hat die Meinungsäußerung von Hrn. Pirkner nunmehr Einfluss des TVB´s auf weitere Werbeschaltungen auf *dolomitenstadt*? Letzteres lässt sich einfach als Vergleich feststellen am Ende des Jahres.

      senf

      Herr Winkler: sie als Kronprinz (?) im/für den TVB müssten Sie es ja wissen, was man unter Schlüsselprojekte den TVB Mitgliedern verheimlichen will.

      Vielleicht die teuren Jongleurkünste wie bei der Rodelbahnverbindung zur HS-Talstation. Für die Genehmigung dieser Verbindung reichte das Öffentliche Interesse der LBB mit seinem Chef (FT) zuerst nicht aus. Und siehe da, das Projekt darf nun der TVB mit seinem Chef (FT) umsetzen, denn beim TVB ist Öffentliches Interesse in der Gewichtigkeit doch leichter zu begründen. Vielleicht aber auch die hohen Kosten für die Umsetzung 😄

      Kennen wir dieses System nicht schon bei diversen Radveranstaltungen, beim Dolomitensprint, beim Damen WC, deren Chefposten immer von derselben Person besetzt sind und das erforderliche Briefing auf einem Tisch nur ein wenig auf und ab (nicht hin und her) geschoben wird?

      Herr Winkler, oder vielleicht auch Herr Gratz, darf man wissen, wer nun der Innenarchitekt der tollen TVB Servicebüros (3) war und wie derartige Aufträge wettbewerbsmäßig nach dem Prinzip der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit vergeben wurden? Sind weitere geplant?

      Ich frag deshalb hier in der dolostadt.at an, weil ich die VV nicht unnütz in die Länge ziehen möchte (coronabedingt natürlich) und sie sich dankenswerterweise äussern.

      So nebenbei: die Äusserungen ihres Hotelkollegen finde ich gar nicht so abwägig. Weniger Leistung - weniger Geld. Logo! Aber warum muss dazu ein Mitarbeiter des Pistendienstes öffentlich herhalten. Liegt die Ursache des aufgestauten Personalunmutes nicht in der Managementetage dieses Bergbahnunternehmens?

    Burgi

    @Thomas Winkler Die "unmögliche Annahme" nehme ich daher, dass er es getan hat und weiterhin vorhat, es zu tun! Letztes Beispiel: die Streuobstwiese am Hochstein wurde bereits zerstört und der gefährdete Waldtyp oberhalb soll noch zerstört werden. Beides für äußerst fragwürdige Tourismus-Projekte! Dies obwohl fast 2000 Einheimische und Touristen dagegen unterschrieben haben (so wie ich auch)! Abgesehen von der Zerstörung wertvoller Biotoptypen, geht es hier auch um die Zerstörung einer alten Kulturlandschaft und eines idyllischen Landschaftsbildes, hin zu unserem Wahrzeichen, dem Schloss Bruck! Genau solche Bilder sind es, weswegen viele Touristen nach Osttirol kommen!

    Manchmal ist die beste Investition die, etwas so zu belassen, wie es ist - weil es bereits einen unbezahlbaren Wert hat und man nichts mehr verbessern kann - so wie unsere einzigartige osttiroler Natur! Dies gilt im Großen (Nationalpark, Iseltrail) wie im Kleinen (Waldstücke, Wiesen Teiche... an besonderen Plätzen) ! Gottseidank hat man bei der Isel den Wert erkannt und hier einen anderen Weg beschritten! Aber auch hier gäbe es noch viel Luft nach oben, die Flusslandschaft zu renaturieren. Denn auch hier sollten wir halten, was wir versprechen: ein unvergleichliches Naturerlebnis!

      Thomas Winkler

      Liebe Burgi, Sie sind hier im Forum ja sehr aktiv aber es scheint teilweise (vor allem den Hochstein betreffend) wohl nur einseitig informiert... kommen Sie doch mal bei mir oder im TVB vorbei und lassen uns reden!

      Blickt man nur ein bisschen über unsere Bezirksgrenzen hinaus sieht man wirklich unglaubliches was Umweltzerstörung betrifft... das wollen wir hier in Osttirol alle nicht haben! Aber wir müssen bei gewissen Projekten vor Ort schon mit Augenmaß agieren... eine Balance zwischen Weiterentwicklung unserer Infrastruktur und Naturschutz ist sehr wohl möglich!

      stadtbewohner

      Liebe Burghi! Ihr Engangement für die Natur in Ehren, aber man kann nicht gegen jede sinnvolle Investition sein und alles verhindern. Wir reden hier von einem Verbindungsweg für Rodler, Tourengeher, Biker und Erholungssuchende! Da haben wir zukünftig in Osttirol ganz andere Kaliber an Naturzerstörung, auf die sie sich konzentrieren sollten! Skischaukel Sillian/Sexten zum Beispiel, wo vom Talbereich in Sillian bis zur Waldgrenze eine Piste in den Wald geschlägert werden soll .....

    multi 1

    Wenn man als kleiner Gastronomie Unternehmer in einen Jahr wie 2021 das doppelte zahlt wie im Vorjahr, wo man fast das halbe Jahr geschlossen hatte wegen Corona, das sagt alles zu diesen Verein.

      Burgi

      @Thomas Winkler Habe ich Sie richtig verstanden? Bei uns ist es noch OK, Natur zu zerstören, weil es eh noch nicht so schlimm ist, wie anderswo? Und das Zerstören ökologisch sehr wertvoller Biotoptypen für mehr als fragwürdigige Projekte bezeichnen sie als ein Handeln mit Augenmaß, die für die Weiterentwicklung der Infrastruktur notwendig ist? Im Konkreten Fall wären das: ein weiterer Parkplatz, obwohl genug Parkraum am Hochstein vorhanden ist bzw. eine Rodelbahn auf einer Höhenlage, wo es in Zeiten des Klimawandels kaum mehr Schnee geben wird! Das finden Sie notwendige Infrastrukturen für einen zukunftsweisenden Tourismus? Dann ja, Herr Winkler lassen Sie uns unbedingt über die Zukunft des Tourismus in Osttirol reden! So wie ich es in meinem ersten Post (weiter unten) bereits betont habe, aber natürlich auch gerne persönlich im TVBO!

      heli52

      Und wie viel hat es Covid-Ersatzzahlungen gegeben?

    Franz Brugger

    Herr Winkler, vollen Respekt wie Sie sich und viele Hoteliers für den eigenen betrieb einsetzen. Es sei aber trotzdem erlaubt, die Zielfindung und Beschlußfassung im TVBO zu hinterfragen.

Chronos

Intransparenz im TVB! Das hat allgemein System in Tirol. Nicht nur im TVB Osttirol. Hat es doch mit der "tiefschwarzen" ÖVP Struktur zu tun. Einblicke in die Mittel- bzw. Fördervergabe zu geben, dafür besteht kein Interesse! Und das von oben (Land) herab auf die einzelnen Verbände. LH Platter selbst ist Tourismusresort-Chef. Er selbst und seine ÖVP-systemgetreuen Beamten halten die Hand darüber. ÖVP-Klientel-Funktionärs-Politik, auch in Osttirol!

Und die Wirtschaft? Von den Kammervertretern werden wir keine Kritik hören. Die Unternehmer, Tourismus-, Hotel-, und Seilbahnbetreiber wie Christoph Walser, Franz Hörl, Manfred Pletzer, Martha Schulz, Mario Gerber, Anton Rieder, Michaela Hysek-Unterweger haben alle hohe Funktionen in der WK. Sie sind "versorgt". Auch werden sie bei der Tourismus- u. Fördermittelvergabe bestimmt keine Nachteile mit ihren Betrieben erleiden. Und die Medien berichten darüber nicht. Dolomitenstadt.at ist da eine Ausnahme – Danke!

Das seit Jahrzehnten in sich geschlossene schwarze ÖVP System, so auch im TVB Osttirol, wird nicht aufgebrochen. Weil - das ist das Missliche daran - das Kreuzerl wird wieder fleißig bei der ÖVP gemacht.

MitInteresse

Der Tourismusverband Osttirol zählt zu den erfolgreichsten in Tirol, das will hier in Osttirol einfach keiner wahr haben: (https://tirol.orf.at/stories/3122190/ mit Platz 2 im Sommer 2021, Platz 1 im Sommer 2020). Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert. Wenn ich mir das Marketing ansehe, wovon ich etwas verstehe, muss ich sagen: Bravo TVB Osttirol! Dazu muss man medial allerdings etwas über die Bezirksgrenze raus blicken, aber auch auf Dolomitenstadt findet man immer wieder gute Beispiele. Unsere Gelder in Osttirol sind, auch wenn das Tiroler Tourismusgesetz nicht zum Jubeln ist, in a. Marketingaktivitäten und b. Infrastruktur wenigstens gut aufgehoben.

Als Unternehmer freu mich natürlich genausowenig wie Herr Pirkner oder Herr Schwarzer, wenn die Vorschreibung zur Tourismusabgabe eintrifft. Den Schwarzen Peter dazu in die Mühlgasse zu schieben, finde ich aber irreführend. Tiroler Tourismusgesetz, Tourismusabgabe, Kurienwahlrecht fallen nicht in die Verantwortung des aktuellen Aufsichtsrates / Obmannes / der Marketingabteilung des Tourismusverbandes Osttirol!

Ich hab im Vorjahr eine Einladung zur Vollversammlung erhalten und werde diese wohl - wie alle Beitragszahler - auch heuer wieder bekommen, wozu die Aufregung? Dort wird die Budgetverteilung transparent präsentiert.

aktuell

Danke, Herr Pirker für ihren mutigen Artikel! Endlich prangert jemand öffentlich diese undurchsichtigen Machenschaften des TVO an. Es war an der Zeit!

hinter dem vorhang

warum dieser artikel!?? wenn es 3997mitglieder nicht intressiert?? dann wählt ihn halt ab und macht neue ideen.aber das schafft keiner weil jeder mit jedem streitet!! was natürlich ihm zugute kommt. alles wertfrei!

    Kapatieme

    So wie die Stimmgewichtung bei den Wahlen abläuft ist es nicht einfach mit einer Abwahl! Das wissen alle , oder?

      Stefi

      1907 wurde in Österreich das allgemeine und gleiche Wahlrecht eingeführt, seit 1920 steht das auch so in der Verfassung. Das Zensuswahlrecht (je mehr jmd. Steuern/Abgaben zahlt, desto stärker ist seine Stimme gewichtet) gibt es in Österreich seit über 100 Jahren nicht mehr. ... außer in Tirol bei den Tourismuswahlen. Empfehle den Betroffenen den Gang zum Verfassungsgerichtshof, weil von selber werden die Großkopferten in Inschbruckkk dieses Unrechts-Gesetz sicher nicht ändern.

    Nudlsuppe

    Mit diesem Wahlsystem ist es leider unmöglich, dass man Herrn Theurl und seine Mitnutznieser abwählen kann.

Kiew

Besser und sachlicher kann man einen Artikel kaum schreiben. Danke!

Burgi

Sehr geehrter Herr Pirkner! Danke für Ihre "Meinung", denn Sie sprechen mir aus dem Herzen! Auch ich habe beim Lesen des Vorgänger-Artikels vom 7.1.22 (TVBO Jahresbudget von 8 Mio. €) Beklemmungen bekommen und mich gefragt, was der TVBO damit wohl alles anstellen wird! Haben die Verantwortlichen im TVBO begriffen, dass bei uns in Osttirol intakte Natur im Bereich Tourismus unsere wertvollste Ressource ist und werden diese dementsprechend bewahren und schützen? Oder wird man 2 Mio. € zwar in Werbung für unsere intakte osttiroler Natur stecken, aber gleichzeitig 2 Mio.€ für Infrastruktur ausgeben, die diese zerstört, wie etwa: weitere Parkplatzflächen, Schaffung neuer und Erweiterung bestehender asphaltierter Radwege (bis zu jeder kleinen Berghütte), Zerstörung des Naherholungsgebietes Hochstein (der ja zum ausschließlichen Eventberg degradiert werden soll, egal ob Schutzwald, Wasserschutzgebiet und wertvolle Ökosysteme, wie die Streuobstwiese, dadurch zerstört werden) usw.? Ich vermisse hier jegliche Einbeziehung und Mitbestimmung von uns, der osttiroler Bevölkerung in die Pläne und Konzepte zur Zukunft des Tourismus in Osttirol, obwohl diese unseren Lebensraum massiv beeinflussen! Bis jetzt wurde man lediglich vor vollendete Tatsachen gestellt! Das muss sich ändern! Die Rahmenbedingungen haben sich durch die Klimakrise stark verändert und es braucht eine Neuorientierung und einen intensiven Dialog über die Weichenstellungen für die Zukunft unseres Lebensraumes mit allen Beteiligten: Politik, Wissenschaft, Wirtschaft (incl. TVBO) Naturschutz und Bevölkerung!

Bergtirol1

Ein sehr interessanter Beitrag von Ihnen. Ja, das ist einfach die Wahrheit das bei Transparenz, Einsicht und Mitbestimmung auch etwaige schwarze Schafe auftauchen könnten,speziell in Tirol. Dann verhält man sich halt lieber so wie mit seinem eigenen Schatten, wenn man sich nicht umdreht und bewusst damit beschäftigt gibt es ihn nicht....

SCHWARZER Hannes

Lieber Gerhard, ganz Deiner Meinung ! Ich habe bewußt mit einem Kommentar gewartet, um zu sehen, wie viele Reaktionen der Artikel über das TVBO Budget auslöst ..... leider nur einen einzigen(!!!!)Post in 2 Tagen! So viel zum Interesse der Abgabenzahler an der Verwendung ihrer Gelder. Das macht es natürlich der Führungsriege leicht, das zu tun, was FT und Co wollen. Lienz war damals, 2008, gegen die Fusion zum Gesamtosttiroler TVB, van Staa hat 'leichte' Gewalt angewendet und das wars.... Auch von den Versprechungen, vom Lienzer Mehraufkommen für 10 Jahre ca. 70.000.- p.a. im Lienzer Talboden zu belassen, war nichts mehr zu hören, auf einmal war zB der Adventmarkt Lienz ein neues Projekt, in das die neuen Gelder fliessen usw, usw.... Ohne das Kastenwahlsystem zu überdenken, wird sich da auch nichts ändern !

    keinexperte

    Das Nichtposten hat vermutlich damit zu tun, dass die Kritik am TVBO bzw dessen Obmann schon jahrelang ignoriert wird.

      r.ingruber

      Vielleicht auch damit, dass nicht alle, die Tourismusabgaben zahlen, auch Postings verfassen. Künstler z. B.