Osttiroler haben wenig Interesse an Gurgeltests

Nur 5.600 der 154.000 in Tirol durchgeführten Tests wurden im Bezirk Lienz abgegeben.

Lange wurde in Tirol nach Gurgeltests gerufen. Das Land hatte seine Mühe mit der Auftragsvergabe, da mehrere favorisierte Unternehmen kurzfristig abgesagt hatten. Seit Mitte Dezember sind die PCR-Kits im ganzen Bundesland verfügbar, zum Auftakt wurden landesweit 200.000 Tests ausgeliefert.

Wie eine erste Zwischenbilanz zeigt, nutzen knapp ein Monat nach dem Start der Aktion nur wenige Osttiroler:innen die Gurgeltests für zu Hause. Seit Beginn der Aktion vor einem Monat wurden im Bezirk Lienz knapp 14.600 Testkits abgeholt, von denen erst 5.600 verwendet und abgegeben wurden. Zum Vergleich: In ganz Tirol zählt das Land derzeit rund 11.000 Gurgeltests pro Tag.

Die PCR-Gurgeltests entpuppen sich in Osttirol als Ladenhüter. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Zumindest bei der Rücklaufquote liegt der Bezirk auf Bundesland-Niveau. 40 Prozent der abgeholten Tests landen derzeit in einer Abgabebox in einem Supermarkt, tirolweit liegt dieser Wert bei 44 Prozent. Rund 8.400 Tests liegen in Osttirol noch in den Schubladen der Anwender. In ganz Tirol wurden seit Mitte Dezember 336.000 Testkits in den teilnehmenden Filialen abgeholt und 154.000 davon wieder abgegeben.

Um das System zu nutzen, ist eine einmalige Online-Registrierung notwendig. Bisher wurden in der Anwendung für die Gurgeltests rund 103.000 Accounts angelegt und knapp 128.000 Benutzer:innen registriert. In einem Account können mehrere Benutzerkonten angelegt werden – etwa für Kinder oder die Großeltern, wenn sie technisch nicht versiert sind oder kein Smartphone besitzen. Die Testergebnisse liegen laut Auskunft des Landes im Schnitt 18 Stunden nach Einscannen des Codes vor. Entscheidend sei der Abgabezeitpunkt im Supermarkt. Die abgegebenen Proben werden mindestens einmal täglich um 10.00 Uhr abgeholt.


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