Die weiße Weste hängt im Oberland. Assling hat in dieser Saison noch kein Derby verloren. Fotos: EXPA/Huter

Die weiße Weste hängt im Oberland. Assling hat in dieser Saison noch kein Derby verloren. Fotos: EXPA/Huter

Die Derby-Spezialisten haben wieder zugeschlagen

Thal/Assling bezwingt den FC Dölsach mit 2:0. Matrei gelingt ein Befreiungsschlag.

Von einem Derby zum nächsten eilt der URC Thal/Assling. Nach der spielerisch durchwachsenen Vorstellung gegen Rapid Lienz rollte der Ball am Sonntagnachmittag auf heimischem Rasen besser. Der FC Dölsach kam in die Theurl-Arena, um den Favoriten – wie schon im ersten Duell im Herbst (2:2) – ein Bein zu stellen. Eine Halbzeit lang hielten die Dölsacher ihre Abwehr dicht.

Nichts zu machen für Marco Ortner. Der Kopfball von Tobias Trojer (2.v.l.) zischt in die Maschen.

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen sogar, Druck auf die heimstarken Asslinger aufzubauen. Umso größer war die Enttäuschung bei der Wenger-Elf, als den Hausherren in dieser Phase die Führung gelang. In der 56. Minute schlug Jasmin Dindic einen Freistoß gefühlvoll vor den Kasten von Marco Ortner, wo Tobias Trojer aus kurzer Distanz einköpfte. Wenig später bewies Ibel Alempic ein goldenes Händchen. Der eingewechselte Pascal Kofler machte ein paar Schritte auf dem Feld und wenig später für die Heimischen den Sack zu.

Mit Maß und Schwung schickt Pascal Kofler das Spielgerät in den Kasten.

Wieder war es Jasmin Dindic, der die Vorlage lieferte. Kofler schob den Ball am Goalie vorbei über die Linie. Für Dölsach war das Spiel gelaufen, die Schlussphase hielt aber noch zwei personelle Rückschläge parat. Patrick Maierbrugger durfte nach seiner zweiten gelben Karte als Erster unter die Dusche. Kurz vor dem Schlusspfiff musste dann Torwart Marco Ortner nach einem Zusammenstoß verletzt ausgewechselt werden. Wie Nußdorf-Debant bleibt Assling dank des Heimsieges in der laufenden Saison ohne Derbyniederlage.

Ein gebrauchter Tag für die Dölsacher. Neben dem Spiel haben sie auch ihren Torwart Marco Ortner verletzungsbedingt verloren.

Schon am Tag zuvor atmete ganz Matrei auf. Die wankenden Iseltaler holten vor heimischem Publikum den ersten Sieg seit Oktober. Der 2:1-Erfolg gegen Sachsenburg war erst der zweite „Dreier“ in der laufenden Saison. An Dramatik sind die Spiele der Matreier derzeit ohnehin nicht zu überbieten, das war auch am Samstagabend so. Manuel Amoser sorgte zu Beginn der zweiten Hälfte für lange Gesichter auf den Rängen, als er einen Eckball direkt in die Maschen zirkelte.

Nur zehn Minuten später stellte Julian Wolsegger auf 2:0. Zittern mussten die Iseltaler auch um diesen Sieg, denn im direkten Gegenzug verkürzte Sachsenburgs Elias Kaim auf 2:1. Die Gäste reisten wegen ihres Chancenwuchers – fünf Schüsse knallten an die Latte – ohne Punkte zurück ins Drautal. Matrei hat bereits das nächste wichtige Spiel vor der Brust, am Wochenende steht das Derby gegen Lienz an.

Die Grünweißen fanden am Sonntag in Seeboden mit einem 1:2-Auswärtssieg zurück in die Spur. Johannes Ganner und Neuzugang Denis Kerrniqi stellten die Weichen früh auf Sieg. Weniger Glück hatte Nußdorf-Debant. Das Team von Harald Panzl schrammte nur knapp an einer kleinen Sensation vorbei. Bis zur Schlussphase stand im Aguntstadion nach einem frühen Treffer von Aleksandar Simic „1:0“ auf der Anzeigetafel. Der SV Lind ging als Favorit in das Spiel, wurde von den Osttirolern aber vor große Probleme gestellt. Die Lösung dafür fand der Aufstiegsaspirant erst eine Minute vor Schluss. Lukas Gritschacher sicherte den Kärntnern mit dem 1:1 einen wertvollen Punkt.

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz Journalismus und Public Relations. Er ist Reporter mit Leib und Seele, am liebsten mit Mikrophon und Kamera unterwegs und leitet das Sportressort bei Dolomitenstadt.

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