Ruggenthaler übernimmt Iseltaler Planungsverband

Der Bürgermeister von Virgen folgt auf Andreas Köll und weiß: „Es gibt viel zu tun.“

Nach den Gemeinderatswahlen in Osttirol haben die drei Planungsverbände im Bezirk mittlerweile ihre Obleute bestimmt. Im Iseltal gibt es einen Wechsel auf der Kommandobrücke. Dietmar Ruggenthaler beerbt den Matreier Alt-Bürgermeister Andreas Köll im Planungsverband 34. Zu diesem Schritt hat er sich aber erst bei der konstituierenden Verbandssitzung entschlossen. „Meine Kollegen haben sich gescheut, diese Funktion zu übernehmen und mich darum gebeten. Weil sehr wichtige Projekte anstehen, war ich einverstanden“, so Ruggenthaler.

Dass ihm seine neue Funktion viel zusätzliche Arbeit bringen wird, ist dem Bürgermeister von Virgen bewusst: „Es ist keine einfache Geschichte, ich habe ohnehin viel zu tun.“ Viel Zeit zum Einarbeiten bleibt ihm nicht, zwei Großprojekte liegen auf dem Schreibtisch. Weil auch im Iseltal Digitalisierung groß geschrieben wird, läuft in der Region der Breitbandausbau. Erst kürzlich wurde der Bereich zwischen Huben und Matrei in Angriff genommen.

Dietmar Ruggenthaler ist neuer Obmann des Planungsverbandes 34. Foto: Brunner Images

Die größte Herausforderung für den Planungsverband 34 wird das sogenannte „Backhaul“-Projekt. Für ganz Osttirol wurde bei der Forschungsförderungsgesellschaft ein Antrag gestellt, um die Mobilfunkmasten im Bezirk mit schnellem Internet zu versorgen und bei Bedarf neue Masten zu errichten. 16 Millionen Euro hat man sich dafür erhofft, bewilligt wurde ein Volumen von 13 Millionen Euro mit einem Förderanteil von 50 Prozent. Der Großteil dieser Millionen fließt in die Iseltaler Gemeinden.

„Das wird eine echte Herausforderung, die Zeit drängt“, weiß Ruggenthaler. Deshalb will er den Zeitrahmen für „Backhaul“ ausdehnen. „Eine Verlängerung um ein Jahr scheint möglich zu sein. Bis 2024 soll alles umgesetzt und abgerechnet sein.“ Noch ist kein Strich auf dem Plan und keine Bewilligung auf Ruggenthalers Schreibtisch. Er peilt einen Baustart im kommenden Herbst an. Von dem Projekt soll auch das Tauerntal mit den Fraktionen Gruben, Berg und Raneburg profitieren.

Auch das Klima beschäftigt die Iseltaler Gemeinden. Derzeit bilden Prägraten, Virgen, Matrei und St. Johann im Walde eine Klima- und Energiemodellregion. In der kommenden Programmperiode sollen weitere Gemeinden dazustoßen. Ebenfalls auf der Agenda stehen die Themen Arbeitswelt und Mobilität. „Auf uns warten viele Aufgaben“, so Ruggenthaler. Sein Stellvertreter im Planungsverband ist der Bürgermeister von St. Jakob i.D., Ingo Hafele. Im Abwasserverband Hohe Tauern Süd hat der neue Matreier Bürgermeister Raimund Steiner die Obmannschaft von seinem Vorgänger übernommen. Der neue Ortschef von Prägraten, Gottfried Islitzer, gibt im Standesamtsverband die Kommandos und Markus Tönig (Hopfgarten) ist neuer Obmann des Iseltaler Sanitätssprengels.

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz Journalismus und Public Relations. Er ist Reporter mit Leib und Seele, am liebsten mit Mikrophon und Kamera unterwegs und leitet das Sportressort bei Dolomitenstadt.

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Gamsbock

Na dann mach mal mit breitband. beste voraussetzungen, wenn der matreier nicht ständig dagegen arbeitet.

 
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