Innichner Bevölkerung über „Kombi-Stollen“ informiert

Bei einer Podiumsdiskussion sprachen die Verantwortlichen von einem „Vorzeigeprojekt mit Zweifachnutzung“.

Worüber dolomitenstadt.at bereits im August 2021 berichtet hat, wurde nun auch die örtliche Bevölkerung unterrichtet. Ein neuer Entlastungstollen östlich von Innichen soll das Wasser des Sextner Baches in die Drau ableiten. Bei Hochwasser fungiert der neue Stollen als Entwässerungskanal für den Bach, ansonsten wird er als Umfahrung für die Straßenverbindung von Innichen nach Sexten genutzt.

Dieses Projekt sei sehr innovativ, hob der Direktor des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost, Sandro Gius, bei einem Informationsabend für die Bevölkerung im Josef-Resch-Haus in Innichen hervor. Es sei ein langer Weg gewesen, der zu diesem Ergebnis geführt habe.

 Im Bild das Projekt mit der geplanten neuen Straßenverbindung nach Sexten. Rendering: Wildbach- und Lawinenverbauung Ost

Florian Knollseisen, stellvertretender Direktor des Landesamtes für Straßenbau Nord-Ost, wies auf die Vorteile hin, stellte aber auch klar, dass dieser Bau einen Eingriff in die Landschaft darstelle. Von der Zweifachnutzung verspricht sich Knollseisen eine „wesentliche Reduktion der Baukosten“ sowie Entlastung für das bewohnte Gebiet. Der „Kombi-Stollen“ sei ein „Vorzeigeprojekt für zukünftige Straßenbauten“.

Der federführende Partner der Planungsgruppe in Innichen, Ingenieur Walter Gostner, stellte beim Diskussionsabend mit den Ingenieuren Corrado Lucarelli und Dieter Schölzhorn das Vorprojekt im Detail vor. Mit am Podium saßen Sabrina Horak (Wildbach- und Lawinenverbauung Ost) und die Geologin Ursula Sulzenbacher. Letztere ging auf die notwendigen Probebohrungen entlang des künftigen Stollens ein, die derzeit durchgeführt werden.

Der Innichner Bürgermeister Klaus Rainer gab einen groben Zeitrahmen vor. Die Arbeiten sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre ausgeführt werden. Im Vorfeld hatten die Gemeinde Innichen und die zuständigen Projektanten die Grundbesitzer der betroffenen Parzellen über die geplanten Enteignungen informiert. Licht am Ende des Tunnels sieht man in Innichen seit dem Frühjahr, im März hat die Südtiroler Landesregierung die technischen Eigenschaften des Projekts genehmigt. Für das Vorhaben sind insgesamt 35 Millionen Euro veranschlagt. Die Projektierung wurde für den hydraulischen Teil über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

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chiller336

überall gehts, nur bei uns nicht - warum? vermutlich weil die südtiroler mehr hirn ham und vor allem zamhaltn ...

 
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