Veronika Sexl ab März 2023 Rektorin der Uni Innsbruck

Die mehrfach ausgezeichnete Pharmakologin folgt auf Tilmann Märk, der die Universität seit 2011 leitet.

Die Pharmakologin Veronika Sexl ist am Dienstag vom Universitätsrat in einer geheimen Abstimmung zur Rektorin der Universität Innsbruck gewählt worden. Sie folgt auf Tilmann Märk, der den Posten seit 2011 innehatte. Zuvor hatte der Senat nach einem internationalen Auswahlverfahren einen Dreiervorschlag übermittelt. Für die Funktion des Rektors waren ursprünglich insgesamt 23 Bewerbungen eingelangt. Sexl tritt ihr Amt am 1. März 2023 an, die Funktionsperiode dauert vier Jahre.

Veronika Sexl leitet ab März 2023 die größte Forschungs- und Bildungseinrichtung Westösterreichs. Foto: Michael Bernkopf

Der Vorsitzende des Universitätsrats, Werner Ritter, lobte die designierte Rektorin in einer Aussendung als „hervorragende Persönlichkeit für die Leitung der Universität“. Sie habe mit ihrem „Konzept für die zukünftige Entwicklung der Universität und ihrer breiten Erfahrung im universitären und wissenschaftlichen Umfeld“ überzeugt. Sexl selbst bezog sich auf die „große gesellschaftliche Verantwortung“, die die Universität zu tragen habe und betonte, „gemeinsam, freudvoll und mutig in die neuen Zeiten“ gehen und „Antworten zur Wissenschaftsskepsis, Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ finden zu wollen.

Die Krebsforscherin mit Schwerpunkt auf Leukämien ist als Institutsleiterin an der Veterinärmedizinischen Uni Wien tätig und konnte sich gegen zwei interne Bewerber – den Volkswirt Markus Walzl und den deutschen Chemiker Hubert Huppertz – durchsetzen. Sexl ist Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Advanced Grant, dem Novartis-Preis für Medizin und dem Alois Sonnleitner-Preis der ÖAW. Zudem verfüge sie über „umfangreiche Managementkenntnisse“, wie von Seiten der Universität betont wurde.

Märk hatte im Dezember vergangenen Jahres bekanntgegeben, seine Amtsperiode um ein Jahr zu verkürzen und seinen Posten ab März zur Verfügung zu stellen. Der Tiroler war seit 2003 zunächst Vizerektor für Forschung und ab 2011 Rektor der größten Forschungs- und Bildungseinrichtung Westösterreichs.

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