NEOS schließen ÖVP-Koalition unter Walser und Gerber aus

Wird hinter dem Rücken von Anton Mattle an einer Koalition mit der SPÖ gebastelt?

NEOS-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer schließt eine mögliche Koalition der Pinken mit einer ÖVP unter Wirtschaftsflügel-Größen wie Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser sowie dem Touristiker und LAbg. Mario Gerber nach der Landtagswahl aus. Vor allem Walser nahm Oberhofer ins Visier: Dieser würde hinter dem Rücken von Spitzenkandidat Anton Mattle bereits an einer Zweierkoalition mit der SPÖ und ihrem Vorsitzenden Georg Dornauer basteln, sagte Oberhofer zur APA.

Ein solches Vorgehen sei „derartig unappetitlich“ und eine ungustiöse Hinterzimmerpolitik, dass ihm fast die Worte fehlen würden, zeigte sich der pinke Frontmann erbost. Er wisse gesichert, dass Walser auch mit den Spitzen der anderen Parteien den Kontakt suche – unter dem Vorwand, das Wahlprogramm der Wirtschaftskammer zu besprechen. Dabei sei dieses schon längst unter Dach und Fach. Auch ihn, Oberhofer, habe Walser kontaktiert.

NEOS-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer wirft dem Wirtschaftsflügel der Tiroler ÖVP „ungustiöse Hinterzimmerpolitik“ vor. Foto: APA/Expa/Groder

Walser, Gerber und Co. würden eine Koalition mit Dornauer und ohne Mattle wollen, war sich Oberhofer sicher. Und der SPÖ-Chef wäre sofort dazu bereit. Auch mit Wirtschaftsbundchef Franz Hörl in einer Regierung würden die NEOS nicht zusammenarbeiten, erklärte Oberhofer.

Die Aussagen Oberhofers seien „an Absurdität nicht zu überbieten“, reagierte ein Sprecher des Wirtschaftsbundes gegenüber der APA. Sowohl Walser als auch Gerber stünden „zu 100 Prozent hinter Toni Mattle“ und würden im Wahlkampf voll für diesen im Einsatz sein. Oberhofer wolle offensichtlich nur „Effekthascherei“ betreiben, um auf den letzten Metern des Wahlwerbens noch „billiges politisches Kleingeld zu wechseln“. Und auch Walser selbst meldete sich zu Wort. „Jetzt wirds nur mehr skurril“, sagte er zur APA. Oberhofer und Co. sollten sich endlich mal untereinander einig werden, „mit wem ich gerade angeblich eine Koalition verhandle, mit FPÖ oder SPÖ“. „Absurd“, so Walser.

Besonders heftig fiel die Reaktion von Gerber aus. Um Stimmen zu keilen, sei Oberhofer „nun sogar bereit, infame Lügenmärchen zu verbreiten“, erklärte dieser in einer Aussendung. „Die Behauptung, dass ich im Hintergrund irgendwelche Geheimgespräche mit der SPÖ führen würde, ist so absurd wie niederträchtig. Zwischen Toni Mattle und mir passt kein Blatt Papier“, versicherte Gerber. Wer solche Methoden anwende wie der NEOS-Chef und auch vor „blanken Lügen nicht zurückschreckt“, der habe den „Charaktertest nicht bestanden“, so der Touristiker, der beständig als ein möglicher kommender Mann in der Landesregierung und ÖVP gehandelt wird.

6 Postings

wolfgangwien

Ein ziemlich übertriebenes Getue der NEOS. Ob vor oder nach der Wahl Pflöcke abgesteckt werden ist ziemlich egal.

Aber was ich den NEOS zugute halte ist, dass sie als einzige die Abschaffung der Tourismusabgabe im Programm haben.

 
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t. koller

was wird besser, wenn die övp nicht mehr gewählt wird? nur so eine frage.

 
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    Koellateralschaden

    Alles

     
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Domenik Ebner

Mal abgesehen davon, dass ich unserem Landeschef dem Dominik hier 100% vertraue, dass hier keine Gerüchte in die Welt gesetzt werden - weil es einfach nicht NEOS Style ist - wurde hier doch recht schnell und recht heftig dementiert. Für mich ein Hinweis, dass genau das derzeit hinter den Kulissen gemacht wird. Hinterzimmerpolitik vom Feinsten könnt man sagen.

 
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    rony

    Was sollte man sonst tun als dementieren bei so einem Blödsinn. Die NEOS sind Unwählbar!

     
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    senf

    das was dominik hier sagt, ist schon sehr spektulativ. trotzdem: ein herr walser hat gefälligst die wirtschaftskammer zu vertreten und diese ist keine politische institution, denn sie hat in ihrer mitgliedsreihe auch andersgesinnte, die allesamt über ihre zwangsabgaben dieser gesetzlich geschaffene interessensvertretung finanzieren. das sollte der herr walser zur kenntnis nehmen und endlich mit seiner gschaftlerei aufhören, oder seine funktion neutralen vertretern zur verfügung zu stellen. durch die jahrzehnte lange regentschaft der ÖVP wurden diese verhältnisse leider landauflandab zur praxis und gewohnheit, ja es fällt ja kaum jemanden mehr auf.

    herr walser und seine gefolgschaften sollte sich ernsthaft darüber gedanken machen und erkennen, dass sie ihre gagen und spesenabrechnungen zu 100% von kammermitgliedern absahnen und daher nicht als steigbügelhalter für ÖVP-granden angestellt oder gewählt wurden.

    bei der landwirtschaftskammer und dem bauernbund verhält es sich ähnlich, ja fast seuchenhaft!

     
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