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Eine Bühne für Inklusion: „Auf den zweiten Blick“

Aus einer Idee von Chrissi Obwexer wurde ein Fotokunst-Projekt mit beachtlicher Breitenwirkung. 

Und nun ist es soweit. Was vor ungefähr eineinhalb Jahren als Idee der Matreierin Chrissi Obwexer begann und mit unglaublich viel Elan und Enthusiasmus von ihr und dem Fotografen und Projektleiter Thomas Griesbeck – alias „Jackscorner“ – umgesetzt wurde, wird am 22. September im K3 Kitzkongress in Kitzbühel vorgestellt: Fotokunst unter dem Titel „Auf den zweiten Blick“.

Chrissy Obwexer, Ideengeberin und Organisatorin einer kreativ-inklusiven Kampagne. Foto: Thomas Griesbeck

Die Gedanken hinter diesem außergewöhnlichen Kunstprojekt haben Thomas und Chrissy in einem Dolomitenstadt-Podcast erklärt. Ihre Motivation war von Anfang an, das Tabuthema der Behinderung sichtbar zu machen und mit inspirierenden Geschichten und Bildern neue Blickwinkel aufzuzeigen, körperbehinderte Menschen in ein besonderes Rampenlicht zu stellen und somit den Fokus auf die Fülle an Schönheit und Potenzial zu richten, die sich hinter dem ersten Eindruck oder dem äußeren Erscheinungsbild verbirgt. 

"Das Ziel von ‚Auf den zweiten Blick‘ ist, die verborgenen Facetten von Menschen mit körperlichen Behinderungen auf beeindruckende und noch nie gesehene Weise zu fotografieren. Die Bilder provozieren, sie bewegen, und sie regen zum Nachdenken an. Das Projekt ist ein Aufruf zur Offenheit und soll definitiv zum Umdenken anregen", fassen es Jack und Chrissi zusammen.

Fotos: Auf den zweiten Blick

Wie viel Organisation notwendig war, um alle Protagonisten des Projektes in ihrem Wesenskern und doch auch in ihren vielen Facetten zu portraitieren, lassen die Bilder der Ausstellung erahnen. Sie zeigen, dass tatsächlich keine Mühen gescheut wurden, um alle Beteiligten an Plätzen zu fotografieren, die sie lieben, die ihnen entsprechen und die einen wichtigen, wenn nicht den wichtigsten Aspekt in ihrem Leben verkörpern. 

So wurde etwa Chrissi selbst, die Reisen liebt und viel unterwegs ist, von Jack in Norwegen porträtiert, der ehemalige Skispringer Lukas Müller auf seinen Skiern unter Wasser oder Walter Pfaller im Kreise seiner großen Familie. Entstanden sind somit nicht nur wunderbare persönliche Portraits, sondern auch grandiose Landschafts- oder Momentaufnahmen, die dieses Projekt nicht nur zu einem Herzens-, sondern vor allem auch zu einem Kunstprojekt werden ließen.


Nach Kitzbühel am 22. September wird „Auf den zweiten Blick“ am 24. November im novum Innsbruck Ost und am 18. Jänner 2024 im Waitzinger Keller in Miesbach vorgestellt werden. Weitere Termine in Lienz, München und Salzburg folgen. 

Alle Infos: aufdenzweitenblick.com

Silvia Ebner ist eine Erzählerin mit Leib und Seele. Ihr erstes Buch „Vom Sterben. Und Leben“ erschien im Sommer 2018 im Dolomitenstadt-Verlag und wurde gleich zum Bestseller. Die Sprachlehrerin arbeitet auch als Journalistin, Theaterautorin und Podcasterin.

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Ein Posting

wianui
vor 10 Monaten

freu mich schon jetzt darauf, wenn die Ausstellung nach Lienz kommt sehr interessantes Projekt

 
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