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Eine Stunde vor Rennbeginn war die Zufahrt zum Rettenbach-Gletscher kurz durch einen Sitzstreik versperrt. Die Polizei löste die Blockade rasch auf. Foto: Letzte Generation

Eine Stunde vor Rennbeginn war die Zufahrt zum Rettenbach-Gletscher kurz durch einen Sitzstreik versperrt. Die Polizei löste die Blockade rasch auf. Foto: Letzte Generation

„Letzte Generation“ blockierte Straße nach Sölden

Protest richte sich nicht gegen den Weltcup auf dem Gletscher, sondern gegen „Klima-Ignoranz der Regierung“.

Mitglieder der "Letzten Generation" nutzten am 29. Oktober den Ski-Weltcup in Sölden, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Hochgebirgsstraße auf den Rettenbachgletscher war gegen 9.00 Uhr – eine Stunde vor dem geplanten Start des Männer-Rennens – im unteren Bereich (Kehre 3) für kurze Zeit blockiert. Die Polizei war schnell vor Ort und beendete die von drei Aktivist:innen durchgeführte Blockade.

"Weltcup feiern ist kein Verbrechen, die Klima-Ignoranz der Regierung schon", teilte die "Letzte Generation" in einer Aussendung mit. Es sei empörend, „dass Nehammer und Kogler die Empfehlungen aus dem Klimarat der Bürger:innen bis heute ignorieren und nicht einmal eine so billige, einfache und logische Forderung wie die nach einem Werbeverbot für besonders klima- und damit zukunftsschädliche Produkte umsetzen”, so Sprecherin Laila Fuisz. “Wenn unsere Regierungen in der Klimakrise weiter die Arbeit verweigern, wird es in den Alpen bald gar keinen Ski-Weltcup mehr geben. Stattdessen erwarten uns Waldbrände, Bergstürze und die Evakuierung ganzer Dörfer – so eine Zukunft will ich nicht!”

"Ich möchte mich bei allen Läufern und Zuseher:innen entschuldigen, die dieser Protest verärgert - aber unsere Zukunft schmilzt vor unseren Augen weg!", wird eine 59-jährige Klavierlehrerin vor Ort zitiert, die sich an einer Person neben sich festgekettet hatte. Nach dem heißesten September und Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen konnte die Piste in Sölden – wie berichtet – nur mit riesigen Mengen an eingelagertem Schnee und Kunstschnee Weltcup-tauglich gemacht werden. Kritik am frühen Beginn der Weltcup-Saison kam nicht nur von Umweltorganisationen, sondern auch aus dem Lager der Rennläufer:innen. So fragte etwa Superstar Mikaela Shiffrin: „Bis zu welchem Grad sollen wir unsere Umwelt an einen Zeitplan anpassen, den wir haben wollen? Oder sollten wir unsere Zeitpläne an die Umwelt anpassen?“ Der ÖSV kündigte daraufhin eine „Klima-Taskforce“ an.

Ein Posting

Chronos
vor 9 Monaten

Aktive, wie WC-Rennläufer, Trainer und Betreuer, sowie die meisten Zuschauer, welche früh zum Gletscher aufgebrochen sind, waren vom Protest der "Letzten Generation" NICHT betroffen!

Apropos wenn ich ÖSV-Funktionäre (die unten Genannten) gerade auf ORF1-Sport zu diesem Thema sehe/höre, sind die nicht begeistert, dass das Thema Klimaerwärmung auch den ÖSV erreicht hat. Und falls ich am Bild richtig erkenne, sind zwei ÖSV-Funktionäre - ÖSV-Präsidentin, Roswitha Stadlober (rechts im Bild mit Rücken abgewandt) und ÖSV-Generalsekretär, Christian Scherer, beide in ÖSV-Bekleidung, Betroffene der kurzzeitigen Straßensperre der Klima-Aktivisten.

Zumindest ein Schmunzeln entlockt mir der Anblick schon. Die höchsten Funktionäre des ÖSV müssen warten. Sie sind es normal gewohnt und mit ihren Akkreditierungen und dem Privileg ausgestattet, auch knapp (1 Std.) vor dem Renn-Startbeginn, ohne Einschränkungen bis in ihrem VIP-Bereich zu gelangen. Gut so, dass in diesem Fall Privilegierte die Leidtragenden waren. Mein Leid für die Beiden hält sich jedoch in Grenzen!

 
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