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Nichts als Weiß: Unterwegs auf dem größten Salzsee der Erde

Bolivien ist das dritte Land unserer Südamerika-Reise. Wir treffen auf alte Bekannte, Flamingos und mondähnliche Landschaften.

Nach den Strapazen im hoch gelegenen argentinischen Altiplano verbringen wir Ende Juni eine entspannte Woche im chilenischen San Pedro de Atacama, einer kleinen Stadt umgeben von der Atacama Wüste. Der hohe Sauerstoffgehalt auf rund 2500 Metern Seehöhe wirkt beim Bergaufradeln wie ein Turbo, wir können uns nebenbei gut unterhalten. Was für ein Kontrast zu den letzten Tagen, in denen wir auf weit über 4000 Metern unterwegs waren

Die Straßen in San Pedro sind sandig, schon beim kleinsten Lüftchen wirbeln die Sandkörner wild durch die Gegend. Natürlich könnte es hier längst befestigte Straßen geben, aber man will den Tourist:innen ein authentisches Wüstenerlebnis bieten. Doch wie man sich vorstellen kann, ist wirkliche Authentizität in solchen Tourismus Hotspots schwer zu finden. Die originalen kleinen Behausungen stehen zwar noch, doch deren ehemalige Bewohner:innen sind schon vor langer Zeit Souvenirläden, Restaurants und Touren-Anbietern gewichen. Die Preise sind hoch, die Straßen voller Gringos, die durch Zurufe in Restaurants gelockt werden sollen. Im Vorbeigehen können Jeep-Touren zum Salar de Uyuni gebucht, ein „echter“ Alpaka-Poncho gekauft oder „traditioneller“ Straßenmusik gelauscht werden. 

Wir entgehen dieser für uns unwirklichen Welt so weit es möglich ist und verbringen die meiste Zeit im Hof unserer Unterkunft. Wieder vereint mit Dan, der mit uns über den Abra del Acay geradelt ist und Steve, den wir vor ein paar Wochen in Cafayate getroffen haben, verbringen wir entspannte Tage und bekochen uns mit richtig gutem Essen. Wir wissen, dass die nächste Etappe sehr anstrengend wird und wollen uns gut darauf vorbereiten. 

Die meiste Zeit verbringen wir im Hof unserer Unterkunft und bereiten uns auf die nächste Etappe vor.
Ein Schnappschuss aus San Pedro de Atacama.

Die „Ruta de las Lagunas“ führt an einigen Seen vorbei durch den einsamen, wüstenartigen Süden Boliviens. Wir müssen mit sehr kalten Temperaturen und miserablen Straßen rechnen. Zusätzlich heißt es Essen für eine Woche einzupacken. Wie schon so oft auf dieser Reise entscheiden wir uns für die harte Tour und hoffen auch dieses Mal mit einzigartigen Landschaften für die Anstrengungen belohnt zu werden. Solche Unternehmungen verlangen Körper und Geist einiges ab und so sind wir froh, dass wir mit Steve und Dan zwei nette Begleiter an unserer Seite haben und uns gemeinsam dieser Herausforderung stellen können.  

Doch bevor wir Richtung Bolivien starten treffen wir Andrej. Er kommt aus der Slowakei, hat einige Jahre in Wien gelebt und war dort viel in der Bikekitchen, einer Fahrradselbsthilfewerkstatt, in der auch Ferdi sehr aktiv ist. Sehr wahrscheinlich kennen sich die beiden von früher. Vor Jahren ist Andrej durch Südamerika geradelt, hat dort seine argentinische Freundin kennengelernt und sich dann in San Pedro de Atacama niedergelassen. Die beiden bieten geführte Fahrradtouren und Yogakurse an. Von Andrej bekommen wir Tickets für das Valle de la Luna, das Tal des Mondes, einer Sehenswürdigkeit gleich außerhalb des Ortes. Wir radeln durch die faszinierende Wüstenlandschaft und besuchen die verschiedenen Aussichtspunkte. Es ist wenig los am Mond, teilweise sind wir allein auf den Pfaden unterwegs.  

In San Pedro de Atacama treffen wir Andrej.

Nach über sieben Monaten in Argentinien und Chile wird es Zeit für ein neues Land, Nummer drei auf dieser Reise. Die Grenze zu Bolivien liegt oben im Altiplano. Von herunten sieht es nur wie ein großer Hügel hinter San Pedro aus, aber der Hügel ist enorm. Mehr als 2000 Höhenmeter in nur vierzig Kilometern sind zu überwinden. In Anbetracht der herausfordernden Route die uns bevorsteht, wollen wir unsere Kräfte sparen und den Anstieg bis zur Grenze mit Autostoppen überbrücken. Leider haben wir an diesem Tag kein Glück, niemand nimmt uns mit. Aufgrund der Proteste und Straßenblockaden in Argentinien herrscht auch kaum Verkehr. Am Nachmittag geben wir auf und radeln zurück zum Hostel.

In der Früh stehen wir wieder bei der Stadtausfahrt und suchen nach einer Mitfahrgelegenheit. Viele lehnen ab und meinen, dass es verboten sei Tourist:innen mitzunehmen. Wieder einmal ist es ein freundlicher Lkw-Fahrer aus Paraguay der uns einen Platz anbietet. Wie schon der nette Paraguayaner, der uns nach San Pedro gebracht hat, transportiert auch Oscar Autos. In einer kleinen Lücke finden wir gerade genug Platz um unsere vier Fahrräder sicher zu verstauen. Ferdi und ich nehmen in der Fahrerkabine Platz, Steve und Dan in einem der Gebrauchtwagen hinten am Anhänger. Der schwere Lastwagen plagt sich langsam immer weiter hinauf. Oben auf 4600 Metern steigen wir mitten im Nirgendwo an der Abzweigung nach Bolivien aus. Oscar fährt weiter Richtung Argentinien. 

Die Höhe macht sich sofort bemerkbar. Der Aufstieg ging zu schnell. Da bleibt keine Zeit um sich langsam zu akklimatisieren. Nach der problemlosen Grenzüberquerung trinken wir einen Tee aus den Trieben einer der wenigen Pflanzen, die hier wächst. Er soll gegen die Höhenkrankheit helfen. Bei mir hat sich der schnelle Aufstieg von 2500 Metern auf 4600 Metern sofort bemerkbar gemacht. Gegen das starke Kopfweh nehme ich ein Ibuprofen. Und schon sind wir startklar für die ersten Kilometer der berühmten Ruta de las Lagunas.

Der Tag ist fortgeschritten, es dämmert bereits. Höchste Zeit die warmen Handschuhe anzuziehen und schnell einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Die Piste ist sandig, immer wieder muss ich absteigen und schieben. Eine kleine Ruine bietet uns ausreichend Windschutz. Zügig bauen wir unsere Zelte im Inneren der alten Steinmauern auf und kochen ein warmes Abendessen. Der Mond ist aufgegangen und erhellt die Laguna Verde, den kleinen Salzsee zu unseren Füßen.

Uns war klar, dass wir hier oben mit sehr kalten Nächten rechnen müssen. Gleich in der ersten Nacht werden wir auf die Probe gestellt. Bei minus 15 Grad Celsius treibt mich mein Harndrang nachts aus dem warmen Schlafsack. Nur in T-Shirt und Unterhose bekleidet, husche ich schnell aus dem Zelt um meine Blase zu entleeren. Trotz der frostigen Temperaturen ist mir im dicken Daunenschlafsack angenehm warm und ich bin froh, dass unsere Ausrüstung solchen Extremen gut standhält.  

Die endlose Weite der Landschaft beeindruckt mich. Der Blick in die Ferne ist anders als bei uns daheim, wenn man am Gipfel eines Berges steht. Hier befindet man sich in der Ferne, alles verschwimmt ineinander, die Konturen sind sanft, Ocker, Braun- und Rottöne färben die Böden. In der Ferne zeichnen sich die Silhouetten einiger Vulkane ab. Nur der Wind durchbricht die komplette Stille. Ich fühle mich winzig, beinahe verloren, falle beim Radeln in einen meditativen Zustand und komme gut voran. Die Piste ist nicht allzu schlecht, der 4700 Meter Pass kein großes Problem und nachmittags sind wir schon am Tagesziel angekommen. Uns bleibt ausreichend Zeit, um hier mitten in der wüstenartigen Landschaft ein ausgiebiges Bad in den Thermalbecken am Rande des Sees zu nehmen. 

Wildnis trifft Wellness!

Weil Sonntag ist, dürfen wir in dem ansonsten für Straßenarbeiter reservierten Raum nächtigen. Durchaus praktisch, dass wir kein Zelt aufbauen müssen. Draußen hat es wieder zweistellige Minusgrade, die Temperatur im Inneren ist nur marginal höher. Am nächsten Morgen hat es Steve mit der Höhenkrankheit erwischt. Kopfweh und Erbrechen plagen ihn. Eine wirkliche Alternative zum Weiterradeln gibt es nicht. Außer Geländewägen, die gut zahlende Tourist:innen von einer Lagune zur nächsten karren, verkehren in diesem entlegenen Teil Boliviens keine Fahrzeuge. Auf eine Mitfahrgelegenheit wartet man hier lange. Das wollen wir aufgrund unserer beschränkten Lebensmittelvorräte nicht riskieren. Wichtig ist, dass wir zusammen bleiben und niemanden in einem schlechten Zustand allein zurück lassen. Leider ist der Abschnitt heute weniger entspannt als gestern. Vor uns liegen fünfzig Kilometer und ein Pass knapp unter 5000 Metern. Keine Leichtigkeit für Steve in seinem miserablen Zustand. Wir helfen so gut es geht und verteilen Stücke seines Gepäcks auf unsere Räder.  

Vor uns liegen fünfzig Kilometer und ein Pass knapp unter 5000 Metern. Keine Leichtigkeit für Steve in seinem miserablen Zustand

Heute geht es mir besser, ich bekomme ausreichend Luft beim Atmen. Dafür spüre ich es in den Beinen. Diese fühlen sich total matt an, meine Muskelkraft scheint wie ausradiert. Immer wieder machen wir Pausen und warten zusammen. Die Mondlandschaft um uns herum erinnert mich an Island. Schwefelgeruch steigt mir in die Nase und ein paar sich über die Ebene schlängelnden Rohre zeugen davon, dass die Thermalenergie auch zur Stromerzeugung verwendet wird. Endlich sind wir auf der Passhöhe, können uns aber nicht auf eine entspannte Abfahrt freuen. Die Piste ist so schlecht, dass die Fahrt zu einer kräftezehrenden Partie wird. Sobald es abwärts geht, falle ich zurück. Mir fehlt es ganz einfach an Gewicht, um mit den anderen mithalten zu können. 

Trotzdem versuche ich den Abstand so gering wie möglich zu halten. Ich weiß, dass der Sonnenuntergang naht und wir noch ein gutes Stück vor uns haben. Die Tage sind kurz, es wird sehr früh dunkel. Mit aller Kraft trete ich in die Pedale. Wir haben den Luftdruck in unseren Reifen schon sehr weit reduziert, trotzdem drehen sie im tiefen Sand immer wieder durch. Im spärlichen Licht meiner Taschenlampe ist es noch schwieriger eine geeignete Spur zu finden. Mit der Dunkelheit kommt auch die Kälte. Während es tagsüber in der Sonne und bei wenig Wind bis zu sechszehn Grad Celsius hat, sinken die Temperaturen nach Sonnenuntergang rasant. Wir lernen, dass es in dieser Gegend ein sogenanntes Tagesklima hat. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind größer als zwischen Sommer und Winter.  

Im Dunkel der Nacht erkennen wir eine kleine Lichtquelle und steuern direkt darauf zu. Tatsächlich haben wir auf Anhieb eine Unterkunft gefunden und teilen uns ein 4-Bett-Zimmer. Zum Abendessen gibt's köstliche Spaghetti. Genau das richtige für vier hungrige Radreisende nach einem langen Tag. Am Nebentisch diskutiert eine Reisegruppe, ob sie eine an Höhenkrankheit leidende Mitreisende zurück in die Stadt bringen, oder doch lieber die Tour zu Ende machen sollen. Schließlich hätten sie viel dafür bezahlt und für beides reicht der Sprit nicht. Im Zimmer nebenan sitzt eine kreidebleiche junge Frau, bekommt vom Tourguide Sauerstoff aus der Flasche und wirkt ziemlich panisch. Schließlich wird sie der Unterkunftgeber noch nachts zurück fahren und die anderen werden eine weitere Attraktion auf ihrer ToDo Liste abhaken können und rasch weiter zur nächsten Attraktion hasten.  

Beim Einschlafen haben wir alle immer wieder das Gefühl, keine Luft zu bekommen und schrecken hoch. Die ersten Nächte auf der Höhe sind anstrengend. Immerhin ist das Kopfweh weg und Steve fühlt sich auch wieder besser. Trotzdem gönnen wir uns einen Pausentag. Die Unterkunft ist sehr bescheiden, dafür das Frühstück unerwartet vielfältig: Palatschinken, frittierte Brötchen mit Marmelade, Papaya, Melone und zum Trinken Tee, Kakao oder Instantkaffee. Der Ort besteht aus nicht viel mehr als zehn Häusern, der auf der Karte eingetragene Kiosk hat wohl schon länger geschlossen. Es ist richtig schön zu viert unterwegs zu sein und diese schwierige Strecke gemeinsam zu meistern. Wir können uns gut gegenseitig unterstützen und selbst wenn es noch so anstrengend ist, über die Schwierigkeiten lachen.

Wir machen einen Tag Pause um Kraft zu tanken.

In der Unterkunft ist es so kalt, dass wir den ganzen Tag unsere Daunenjacken anhaben. Abends platziere ich mich neben dem kleinen Ofen, der mit interessant aussehendem Brennmaterial geheizt wird. Bäume findet man in dieser Gegend weit und breit keine. Der Altiplano ist karg, trocken, wüstenhaft. Sand und Steine prägen das Landschaftsbild. So sind die wenigen Bewohner:innen dieser rauen Region auf eine grüne Polsterpflanze names Azorella angewiesen. Ist sie braun und abgestorben wird sie geerntet und dient als Brennmaterial.  

Jeden Tag fährt ein Konvoi aus Geländewagen an uns vorbei und wirbelt massenhaft Staub auf. Danach haben wir für den restlichen Tag unsere Ruhe. Wenn sich die Reisegruppen mit ihren Smartphones aus den Autofenstern strecken, um uns verrückte Radler:innen zu filmen, fühle ich mich wie im Zoo. Sie feuern uns an und strecken jedem von uns im Vorbeifahren einen Schokoriegel entgegen.

Als wir nachmittags am Árbol de Piedra, am Baum aus Stein ankommen, sind die Tourist:innen in ihren Geländewägen bereits abgefahren. Wir können uns ungestört umsehen und ein windgeschütztes Plätzchen für unsere Zelte suchen. Dan nutzt die letzten Sonnenstrahlen um seiner Kletterleidenschaft nachzugehen und ein paar der außergewöhnlichen Felsen zu erklimmen. Schon vor ein paar Tagen sind wir an der Salvador Dalí Wüste vorbei geradelt, einer Steinwüste, die wegen der bizarren Felsformationen an die surrealen Werke des spanischen Malers erinnert.  

Bei Gegenwind schaffen wir auf den endlosen Waschbrettpisten durch die Wüste nur dreißig Kilometer am Tag. Heute erwischt es Dan. Ist es die Höhe, die Anstrengung? Er hat enorme Magenkrämpfe, nimmt starke Schmerztabletten. Ferdi überredet ihn, doch endlich mal eine Pause einzulegen und nimmt ihm etwas Gepäck ab. Nach einer Weile geht es weiter. 

Aufgrund schlechter Campingbedingungen fällt die Entscheidung erneut auf eine Nacht im Inneren. Die Preise im Hotel Desierto sind hoch, dafür ist das herausragende Frühstücksbuffet inbegriffen. Nur die Dusche ist, anders als versprochen, kalt und so wasche ich mir nur schnell den größten Staub ab und schlüpfe gleich wieder in mehrere Lagen Gewand. Wie üblich sind die Räume nicht beheizt und die Temperaturen auch drinnen unter dem Gefrierpunkt. Immerhin gibt es in der Lobby einen Holzofen, um den sich abends alle jene scharen, die sich noch nicht unter zig Bettdecken verkrochen haben.  

Wir befinden uns nun schon seit Tagen durchgehend auf 4000 Metern, meist sogar um einiges höher und schön langsam haben wir uns akklimatisiert. Steht man jedoch zu schnell auf oder macht mehrere Sachen gleichzeitig, spürt man sofort den reduzierten Sauerstoffgehalt in der Luft. Wir radeln weiter auf sandigen Pisten durch diese einzigartige, faszinierende Landschaft, in der sich Fuchs und Hase, oder besser gesagt das dem Hasen verwandte Viscacha, gute Nacht sagen. Sie sind neben den Flamingos wohl die einzigen Tiere, die hier oben leben. Immer wieder kommen wir an stark salzhaltigen Seen vorbei. In ihnen leben widerstandsfähige Algen, die bei starker Sonneneinstrahlung Karotinoide produzieren. Steigt die Sonne höher, färbt sich der ganze See pink. Auch die Flamingos erhalten ihre rosa Färbung durch den Verzehr dieser Algen.  

Früh morgens beobachten wir Flamingos bei der Futtersuche.

Früh morgens bei Sonnenaufgang stehen wir am Rande eines Salzsees und beobachten Flamingos bei der Futtersuche. Trotz eisiger Temperaturen nehme ich mir viel Zeit, bin schon vor allen anderen aufgestanden, genieße die Stille und die schönen Farben des kurzen Morgenrots. Nach dem Frühstück ist es für Dan an der Zeit, Abschied zu nehmen. Er muss schneller weiter und wählt eine andere Route. Ein kurzes Stück später erreichen wir das offizielle Ende der Lagunas-Route. Auf den letzten Metern legt es Steve in einer sandigen Kurve hin. Er ist von oben bis unten komplett eingestaubt.

 Leider wird die Piste nicht besser. Wir folgen einem Track anderer Radler und merken schnell, dass sich der Zustand des Weges in den letzten Jahren massiv verschlechtert haben muss. Einen ganzen Tag schieben wir bergauf und bergab. Ich versinke im Sand und kämpfe mich mühsam voran. Während Ferdi mich auf die Schönheit der Berge im Hintergrund aufmerksam macht, liegen meine Nerven blank. Ich mag nicht mehr. Trotzdem müssen wir weiter. 

Steve und ich vor dem Vulkan Ollagüe.
Seine Höhe beträgt 5870 Meter.

Hier ist weit und breit nichts und unsere zur Neige gehenden Wasservorräte erlauben keine Verzögerung. Ein aufgelassenes Bahnhofsgebäude soll uns heute Nacht Unterschlupf bieten. Steve sitzt Mate schlürfend davor, als wir erschöpft ankommen und nach kurzer Inspektion feststellen, dass diese Räumlichkeiten bei Weitem nicht so toll aussehen, wie auf etwas älteren Bildern anderer Reisender. Glücklicherweise können wir im angrenzenden Militärcamp nächtigen und beginnen sogleich das gelbliche Wasser aus dem Tank zu filtern bevor es einfriert.  

Entlang eines Bahndamms radeln wir zum ersten Mal direkt auf einem Salzsee. Es ist noch nicht der Salar de Uyuni, aber schon jetzt merken wir, wie sich Raum und Zeit verändern. Entfernungen lassen sich schwer einschätzen, das Dorf am Seeufer kommt nur ganz langsam näher. Die weiße Oberfläche täuscht in der Ferne Wasser vor, doch die ganze Fläche ist komplett trocken. Ein Güterzug rollt langsam gen Westen. Seine Container sind voll Lithium oder anderer wertvoller Rohstoffe des Landes. 

Die Böden sind reich, die Menschen nicht. Der Globale Süden leidet weiterhin unter der Ausbeutung westlicher und chinesischer Firmen, die für den Großteil des Rohstoffabbaus verantwortlich zeichnen. In Europa fährt man Elektroautos um die Umwelt zu schonen, in Bolivien wird dafür Lithium abgebaut und die Umwelt verschmutzt und zerstört. So ganz kann diese Rechnung nicht aufgehen. Doch Bolivien ist weit weg und es fühlt sich gut an, im E-Auto das Klima zu retten. Ganz abgesehen davon hilft's der Wirtschaft.  

Ein Güterzug mit Container voll Lithium oder anderer wertvoller Rohstoffe des Landes. 

San Juan ist der erste Ort, den wir in Bolivien erreichen und somit unsere erste Möglichkeit, Proviant einzukaufen. Wir kurven durch die staubigen Gassen und finden zwei kleine Läden, die geöffnet haben. Die Auswahl ist bescheiden und so beschränkt sich unser Mittagessen auf ein paar Eier und die letzten Brötchen, die es noch gab. Nicht berauschend, aber ausreichend, um den ersten Hunger zu stillen. Wir besetzen eine Bank auf der Plaza und kochen uns Eierspeise.

Wann immer wir in einem Ort Pause machen, suchen wir uns einen belebten Platz. Heute haben wir einen guten Tag erwischt, die Gaslieferung ist angekündigt und wir beobachten, wie aus allen Richtungen immer mehr Menschen zum Sammelpunkt strömen. In ihren Schubkarren leere Gasflaschen. Auch nach langer Wartezeit ist kein LKW in Sicht. Aber das scheint niemanden zu stören. Die Menschen haben Zeit, sitzen einfach nur da und unterhalten sich zwischendurch. Lautsprecherdurchsagen lotsen uns zu einem Kleinlaster, dessen Fahrer frisches Gemüse und Obst direkt von der Ladefläche verkauft. Endlich wieder Vitamine! Der Gaslieferant ist in der Zwischenzeit gekommen und hat die Therme in unserer Unterkunft mit frischem Gas versorgt. Eine heiße Dusche wartet auf drei staubige Radler.  

Ich schließe meine Augen, versuche meinen Lenker gerade zu halten und gleichmäßig in die Pedale zu treten. Im ersten Moment fühlt es sich an, als würde ich mein Gleichgewicht verlieren. Doch ich gewöhne mich schnell an das blinde Fahren. Als ich meine Augen kurz darauf wieder öffne ist noch immer alles weiß. Eine Wüste aus Salz. Weit und breit keine Hindernisse, nichts könnte mich aufhalten. Die Oberfläche wechselt von glatt auf rau und holprig. Wir sind mitten am größten Salzsee der Erde, dem Salar de Uyuni. 

Sie kommt mir unwirklich vor, diese surreale Landschaft. Die meterdicke Salzkruste knarzt unter meinen Reifen. Bald ist Sonnenuntergang, also höchste Zeit das Zelt aufzubauen. Gut, dass wir daran gedacht und einen Stein vom Festland mitgenommen haben. Ohne diesen wäre es unmöglich, die Zeltheringe in die sehr harte Salzkruste zu schlagen. Kaum steht das Zelt, frischt der Wind auf und sorgt für eine ungemütliche Kälte. Zum Kochen verstecke ich mich so gut wie möglich hinterm Zelt. Winzige Lichtpunkte von Autoscheinwerfern tanzen in der Ferne durch das Dunkel der Nacht. Zu hören ist allein das Flattern des Zeltstoffes im Wind.  

Unter Radreisenden gibt es die „Tradition“, Nacktfotos am Fahrrad auf dem Salar de Uyuni zu machen. Ferdi hält nicht viel davon. Was soll daran auch besonders sein, außer dass man sich schnell einen Sonnenbrand holt? Doch als er vor Sonnenaufgang aufwacht, kommt ihm eine Idee. Wie wär's mit einem Naked Bike Ride auf dem Salzsee? Noch dazu, wo heute sein Geburtstag ist. Also schlüpft er aus dem Schlafsack und dreht in der ersten Morgendämmerung bei einigen Minusgraden splitternackt ein paar Runden mit dem Rad. Nach einem kleinen Geburtstagsfrühstück bauen wir das Zelt ab, packen unsere Taschen und sind startklar für die restlichen siebzig Kilometer bis zum Ufer des Salar de Uyuni. 

Ferdi schlüpft aus dem Schlafsack und dreht in der ersten Morgendämmerung bei einigen Minusgraden splitternackt ein paar Runden mit dem Rad.

Eigentlich haben wir mit kräftiger Unterstützung des Windes gerechnet, doch genau heute ist es windstill. Dass wir unser Tagesziel bei Aufbruch schon sehen können, bedeutet keineswegs, dass wir bald da sind. Obwohl wir schon mehrere Stunden unterwegs sind, scheinen die Berge vor uns kaum näher zu kommen.

In der Mittagspause sehen wir einen kleinen schwarzen Punkt, der sich langsam auf uns zu bewegt. Steve, der alleine am See übernachtet hat, stößt wieder zu uns und wir radeln zu dritt weiter. Zuerst querfeldein und später, als der Untergrund immer gröber und unruhiger wird, wechseln wir auf die Fahrspur. Eine richtige Straße gibt es nicht, aber eine relativ glatte Spur, die durch den Verkehr vieler Fahrzeuge entstanden ist. 

Bei Einbruch der Dunkelheit haben wir über neunzig Kilometer abgespult und radeln in Uyuni ein. Die Casa de Ciclistas wird für die kommenden Tage unser vorübergehendes Zuhause. In ganz Südamerika gibt es ein kleines Netzwerk an diesen Casa de Ciclistas, in denen man als Radler:in gegen eine kleine Spende übernachten kann. Zusammen mit zwei französischen Radreisenden und einigen Cervezas feiern wir Ferdis Geburtstag.

Steve und Ferdi in der Casa de Ciclistas.

Uyuni kann man keineswegs als schöne Stadt bezeichnen. Schöne Städte sind in Südamerika wohl nur jene, die gut erhaltene Kolonialarchitektur vorweisen können. Auch wenn Uyuni an sich nicht viel zu bieten hat, ist die Stadt wichtigste Anlaufstelle für Touren auf den Salar. Spannend finde ich jedoch die Märkte, auf denen es viele Dinge zu kaufen gibt. Das immer vielfältiger werdende Obstangebot verdeutlicht die Nähe zum Amazonas. 

Die Märkte in Uyuni finde ich sehr spannend…
…sowie den Eisenbahnfriedhof.

In den Pausentagen ist viel zu tun. Unsere Fahrräder und die gesamte Ausrüstung muss geputzt und repariert werden. Ich schreibe an den Reiseberichten, kann mich aber nur schwer konzentrieren. Fast täglich bringen mich Diskussionen mit Ferdi aus dem Gleichgewicht. Wie so oft sind es Kleinigkeiten, deren Häufigkeit mich aber an der Fortsetzung unserer Reise zweifeln lassen. Wir wissen beide nicht wie es weitergehen soll. Keiner von uns möchte die Reise abbrechen und aufteilen ist auch keine Option. Wir sind abhängig voneinander, teilen unsere gesamte Ausrüstung. Also raufen wir uns jedes Mal wieder zusammen und radeln weiter. 

Steve ist zwei Tage vor uns aufgebrochen und so sind wir zum ersten Mal seit Wochen wieder zu zweit unterwegs. Am Weg nach Potosí nächtigen wir in einem kleinen Hospedaje. Das Zimmer kostet nur 25 Bolivianos, also umgerechnet nicht viel mehr als drei Euro. Da lohnt es sich erst gar nicht, das Zelt aufzubauen. Wir müssen abends nicht bei der Kälte im Freien kochen und essen und morgens nicht warten, bis das Zelt trocken ist. Zum ersten Mal seit sechs Wochen können wir ohne Daunenjacke beim Abendessen sitzen!  

Potosí macht uns die Ankunft schwer. Die steilen, engen Straßen hinauf ins Zentrum sind vollgestopft mit Autos und Lkws. Kilometerlang radeln wir im leichtesten Gang aufwärts, müssen ständig an Ampeln stehen bleiben und uns mit der dünnen Luft auf 4000 Metern Höhe und den vielen Abgasen abkämpfen. Als wir schließlich in die Straße unseres Hostels einbiegen, ist es prompt ruhig. Von dem Chaos ist nichts mehr übrig, plötzlich sind wir im geordneten Zentrum der Stadt. Unser Zimmer ist ganz oben im vierten Stock. Beim Stiegen steigen kommen wir jedes Mal ziemlich außer Atem. 

Zusammen mit Steve schauen wir uns den Sonnenuntergang von der Dachterrasse des Hostels an. Wir unterhalten uns über die Stadt und können uns kaum vorstellen, dass diese im 17. Jahrhundert eine der größten und reichsten Städte der Welt war. Grund für ihre einstige Größe ist das riesige Silbervorkommen im Berg Cerro Rico, dem Potosí zu Füßen liegt. Immer noch arbeitet ein großer Teil der Bevölkerung in diesen Minen. Eine extrem gefährliche Arbeit, die leider oft Menschenleben fordert. Die Einheimischen sprechen von dem Berg, der Menschen frisst. Trotz der großen Gefahren bleibt den meisten keine Alternative, wenn sie im ärmsten Land Südamerikas überleben wollen. Auszuhalten ist diese Arbeit nur mit reichlich 96-prozentigem Alkohol und Wangen voller Kokablätter. 

Der Berg Cerro Rico, dem Potosí zu Füßen liegt.

Wir packen gerade unsere Sachen zusammen und wollen gemeinsam mit Steve weiterfahren, als wir bemerken, dass Ferdis Stirnlampe fehlt. Nach ausgiebiger Suche sind wir uns recht sicher, die Lampe in der Nacht vor Potosí vergessen zu haben. Da haben wir in einem Rohbau in einem kleinen Dorf genächtigt. Ferdi überlegt nicht lange und steigt in das nächste Collectivo. Die Fahrt im Minibus kostet rund einen Euro und dauert aufgrund des rasanten Fahrstils der Bolivianer:innen nicht viel länger als eine Stunde. Mit dem Fahrrad war es ein ganzer Tag. Kurze Zeit später ist er auch schon wieder samt Stirnlampe zurück in Potosí.

Am nächsten Tag radeln wir weiter in den Norden Richtung Sucre. Erstmal 2500 Höhenmeter bergab. Es ist so heiß, dass wir unsere kurzen Hosen auspacken und die Nacht ohne Zelt im Freien verbringen. Sucre liegt auf 2800 Metern und wir merken, wie gut es tut, nach den herausfordernden Wochen auf einer angenehmen Höhe zu sein und uns so richtig gut zu erholen. Das Wetter könnte nicht besser sein, kühle Nächte und heiße Nachmittage.

Sucre ist die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens. Wegen ihrer schlechten Anbindung zum Rest des Landes ist der Regierungssitz allerdings schon vor langer Zeit nach La Paz übersiedelt. In mehreren Reiseführern wird Sucre als die schönste Stadt Lateinamerikas angepriesen. Ohne viele andere Städte gesehen zu haben, können wir diese Bewunderung nachvollziehen. Prächtige weiße Kolonialbauten und gepflegte Grünanlagen prägen das Zentrum. Trotzdem ist es ratsam mit gesenktem Blick durch die Straßen zu ziehen, um nicht in einen der zahlreichen Hundehaufen zu treten. Wir sind eben doch noch in Südamerika.  

Auch typisch Südamerika: viele alte Autos.

Um unser rudimentäres Spanisch aufzubessern, besuchen wir einen Spanischkurs. Englisch spricht in Lateinamerika so gut wie niemand. Drei Wochen lang machen wir Pause vom Reisen und haben seit langem so etwas wie einen Alltag. Das tut richtig gut. Mir macht es Spaß, etwas Neues zu lernen. Jeden Morgen um acht Uhr verlassen wir unser Hostel und gehen zügigen Schrittes rund zwanzig Minuten durch die Stadt zur Sprachschule. Der Weg gleicht einem Hindernislauf. Gemeinsam mit hunderten Schulkindern teilen wir uns die engen Gehsteige und müssen immer wieder auf die Straße ausweichen. Alle sind im Stress. Polizist:innen und als Zebras verkleidete Student:innen regeln den Verkehr. Das dichte Gewusel auf den Gehwegen und der chaotische Morgenverkehr geben uns einen Einblick in das alltägliche Leben in der Stadt, den wir sonst nur sehr selten bekommen. 

Englisch spricht in Lateinamerika so gut wie niemand, deshalb verbessern wir unser Spanisch.

Nach dem Spanischunterricht geht es zum Markt auf ein Mittagessen. Das Essen dort ist so günstig, dass es sich nicht lohnt, selbst zu kochen. Allein die Zutaten würden schon mehr kosten. Außerdem ist die Atmosphäre auf Märkten immer sehr besonders und es sind auch viele Einheimische zum Essen dort. Zum Dessert besuchen wir eine der vielen Smoothie-Frauen, die hinter ihrem hoch aufgetürmten frischen Obst hervorblicken und ihre Säfte anpreisen. Jeden Tag probieren wir eine andere uns unbekannte exotische Frucht. Zurück im Hostel gönnen wir uns eine kleine Rast in einer der Hängematten im Garten und schauen den Kolibris dabei zu, wie sie geschickt den Nektar aus den Blüten saugen. Dann wird brav die Hausübung erledigt. 

Manchmal holen wir uns abends Street Food. In vielen Ländern ist davon abzuraten, aber in Südamerika hatten wir bisher noch keine Magenprobleme. Und das, obwohl wir vorwiegend auf Märkten und bei Straßenständen gegessen haben, wo das Essen günstig ist und auch die Einheimischen hingehen. So manche Frau verkauft das Essen direkt aus dem Kofferraum ihres Autos, andere aus einer Art Leiterwagen am Straßenrand. Am besten immer dorthin gehen wo viel los ist und erst mal beobachten was so alles auf den Tellern der anderen landet. Der Wagen ist voll mit Töpfen aller Größen die in Decken einpackt sind, um das Essen warm zu halten. In Windeseile hebt die Bolivianerin Deckel um Deckel und füllt den Teller mit unterschiedlichen Speisen. Reis, Erdäpfel, Nudel, Eintöpfe, Suppen, Salate, Knödel, Mais und manchmal ein Stück Fleisch, das sie aus einer der Plastiktaschen unter dem Wagen hervorholt. Da sie keinen Wasseranschluss zum Abwaschen der Teller hat, wird einfach ein Plastiksackerl über den Teller gezogen. Ohne Plastik läuft hier sowieso gar nichts. Auch Säfte werden in kleine Plastikbeutel gegossen, ein Strohhalm hinein und der Beutel rundherum zugeknotet. 

Den letzten Abend in Sucre verbringen wir in unserem Lieblingslokal, wo ein Fest zu Ehren der Pachamama gefeiert wird. Für die Indigenen ist diese allmächtige Göttin die Mutter Erde, die uns allen das Leben schenkt und uns nährt. Der August steht ganz im Zeichen der Pachamama und manche Feierlichkeiten sind mit unseren Erntedankfesten vergleichbar. Im kleinen Innenhof des Lokals drängen sich viele junge Menschen, um dem besonderen Spektakel beizuwohnen. Eine Gruppe älterer Männer spielt auf klassischen Panflöten und Trommeln, zwischendurch wird auch gesungen. Zwei Tonkrüge mit Chicha, dem Bier aus fermentierten Pflanzen, meistens Mais, das hier in der Andenregion bereits seit Inka-Zeiten getrunken wird, stehen auf Tischen zur freien Entnahme. Kokablätter und Schnaps werden verteilt und in ein kleines Feuer geopfert. 

Ich habe das Gefühl, dass sich die junge Bevölkerung wieder mehr zu ihren Wurzeln bekennt und diese alten Traditionen einen Aufschwung erleben. Neben der Pachamama spielt eine weitere Figur eine bedeutende Rolle in Bolivien: Der Ekeko, Gott des Wohlstandes und Überflusses. Er sollte in keinem Haushalt fehlen, darf allerdings nicht gekauft sondern nur geschenkt werden. Der kleine, dickliche Mann wird beladen mit vielen Taschen voller Dinge dargestellt. Der Ekeko muss geehrt werden und einmal im Jahr wird ihm eine Zigarette angezündet und in den Mund gesteckt, um ihn bei Laune zu halten. Alle Wünsche für das kommende Jahr werden dem Ekeko in Miniaturform dargebracht. Egal ob ein Haus, Computer, Handy, oder auch eine Haushaltshilfe oder ein Diplom. Alles ist in Miniaturausführung kaufbar. Der Ekeko soll dafür sorgen, dass diese Wünsche innerhalb des nächsten Jahres in Erfüllung gehen.

Der Ekeko, Gott des Wohlstandes und Überflusses.
Er sollte in keinem Haushalt fehlen.

Bolivien gefällt uns bisher richtig gut. Die karge Landschaft des Altiplano hat uns verzaubert und dessen Bewohner:innen haben wir ins Herz geschlossen. Hier wird Tradition gelebt, Quechua gesprochen und ein einfaches Leben geführt. Nur das Radeln ist nicht einfach. Die Kordilleren der Anden lassen uns Höhenmeter statt Kilometer sammeln. Ein Auf und Ab steht am Tagesplan. Gleichzeitig sorgt die Anstrengung auch für emotionale Höhen und Tiefen. Eine große Belastung für unsere Beziehung. Außerdem rückt der Beginn der Regenzeit immer näher und vor uns liegt das große Peru, das wir vorzugsweise in der Trockenzeit bereisen wollen. Wir entscheiden uns daher, einen Teil Boliviens zu überspringen und nehmen den Nachtbus von Sucre nach La Paz.  

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2 Postings

Enrico Andreas Menozzi
vor 3 Monaten

Wie wärs mit an Podcast ?

 
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MVP
vor 3 Monaten

Unglaublich schön und inspirierend!

Jedem, der diese Art zu reisen interessiert empfehle ich folgende Youtube Playlist -> https://www.youtube.com/watch?v=rY0i2wUmIak&list=PL32DhVYS_cmFt4VfVlyeSpekwwR3-rVJB

Der Mann ist alleine von Vancouver bis Feuerland geradelt und hat einen irrsinnig schönen Film darüber gemacht. In Teil 3 und 4 ist er genau in der Gegend unterwegs!

Absolut sehenswert!

 
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