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Auch wenn Herbert Kickl noch so wütend ist – ohne die ÖVP ist eine Regierungsbeteiligung der Blauen undenkbar. Foto: APA/Schlager

Auch wenn Herbert Kickl noch so wütend ist – ohne die ÖVP ist eine Regierungsbeteiligung der Blauen undenkbar. Foto: APA/Schlager

Warum ich mich nicht vor der FPÖ fürchte …

… sondern eher besorgt bin über eine ÖVP, die ihren moralischen Kompass nicht findet.

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Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

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Kennen Sie Lena Schillings Charakter? Ich nicht. 

Daran ändert auch eine bemerkenswerte journalistische Grenzüberschreitung nichts. 

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14 Postings

Edi1913
vor einer Woche

Gratuliere zu dem offenen Artikel, auch wenn es dem knappen Drittel (in manchen Osttiroler Gemeinden weit mehr!!) gar nicht gefallen wird ("groteske rechtsnationale Führerfiguren" usw.), die Wahrheit muss man derleiden! heißt es so schön.

 
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Bahner Bernd
vor einer Woche

Eine brilliante politische Analyse, wert auch einmal einem breiteren Leserkreis in einem Qualitätsmedium zur Kenntnis gebracht zu werden. Leider kann ich eine mögliche "nur" 30 % Zustimmung zu einer rechtsextremistischen Partei nicht so entspannt sehen. Der politische Hebel einer relativ geschlossenen, autoritär ausgerichteten "Führer"partei mit einfachen politischen Narrativen ist wirksam genug, diese in weiteren Kreisen nach und nach zu verfestigen und das politische Klima zu vergiften. Auch 30 % ,besonders auf Europaebene sind wirkmächtig genug, um mit Obstruktion,Desinformation, ständigen relativierenden Infragestellen der freien Medien und Wissenschaft, und letztlich dem Betreiben des Geschäftes von Putin unser liberales Gesellschaftssystem zu errodieren und zu destabilisieren. Bei dem derzeitigen Trend wird die Europapolitik Schaden nehmen, so zerstritten können die Rechtsparteien gar nicht sein. In ihrem Bestreben autoritative politische Systeme zu implementieren sind sich alle einig, und in ihrem Eifer, zunächst einmal den freien Rundfunk zu demontieren ( das geht auch ohne parlamentarische Mehrheit, siehe Fico, Meloni und entsprechende Wühlarbeit bei uns.). Das politische Bollwerk dagegen ist wohl bei den Grünen, den NEOS und der SPÖ solide genug. Die ÖVP, an der deren demokratische Ausrichtung ich nicht zweifle, sollte sich wieder auf ihre bürgerlichen (im besten Sinne ) und christlichen Wurzeln besinnen ; keine Ahnung ,ob dies gelingt. Die ÖVP ist auf Landes- und Gemeindeebene und in verschiedenen Körperschaften stark verankert. Aber gerade dort findet notwendige ideologische, rechtsstaatlich basierte Abgrenzung nicht ausreichend statt. Wenn die 70 % hier nicht geschlossen und entschieden genug auftreten, ist das politische Momentum auf Seiten der 30 % .

 
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iseline
vor einer Woche

Um Stimmenmaximierung geht es allen Parteien, nur hat sich die ÖVP mit Gefolge für die rechte Seite entschieden und will dort Wähler und Wählerinnen gewinnen. Ich glaube, so wie die Partei jetzt handelt, G. Pirkner beschreibt es ja gut, wird das ganz „bewusst“ gemacht. Mir fallen keine internen kritischen Stimmen auf und leider bewegt sich die ÖVP weg von einer offenen, liberalen Parteilinie.

 
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    Hannes Schwarzer
    vor einer Woche

    Naja, Fischler, Karas und sogar Mitterlehner kritisieren diesen Kurs sehr wohl!! Mitterlehner und -interessanterweise- auch Androsch (SPÖ) liebäugeln damit, NEOS zu wählen!

     
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      arlingriese
      vor einer Woche

      … heuer erstmals NEOS per Briefwahl gewählt. Brandstätter ist zukünftig ein kompetenter Vertreter im EU Parlament.

       
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ozflyer75
vor einer Woche

Herzlichen Glückwunsch zu diesem hervorragenden Beitrag!👍🏻

 
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steinbeisserei
vor einer Woche

ÖVP bedeutet Österreichische Vernichtungspartei.Figl und Co. würden sich im Grab umdrehen wenn Sie den jetzigen Zustand erleben würden.Wie sagte einst Schleinzer: Wir müssen am Teppich bleiben......

 
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Domenik Ebner
vor einer Woche

Ich tu mir mit diesem Artikel einigermaßen schwer. Es klingt ja fast so, als ob die Welt nur mit Hilfe der ÖVP zu retten wäre? Sorry - aber das sehe ich durchaus anders, denn nur weil etwas historisch gewachsen ist, muss dies nicht zwangsläufig auch für die Zukunft geeignet sein. Zu den angesprochenen Gemeindstuben und Interessensvertretungen - man sollte ja niemals alle in einen Topf werfen, aber für jemanden der wie ich auch in Tirol wohnt und daher weiß wie hier zu Lande Politik gemacht wird und Jobs vergeben werden, scheint zumindest Opportunismus doch sehr weit verbreitet zu sein. Und dieser ist im großen Stil ein Vertrauenkiller. Als politischer Zaungast sehe ich, dass es in erster Linie um Jobs, Posten und Einfluss geht. Es muss allen, die in der Politik unterwegs sind klar sein, es geht niemals um die eigene Person - es muss immer um das Amt und die Sache gehen - wer das verstanden hat, dem wird auch Vertrauen geschenkt.

 
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r.ingruber
vor einer Woche

Apropos „frische, authentische Persönlichkeiten für die erste Reihe“: Nach den letzten Ereignissen wird sich das jeder junge Mensch dreimal überlegen. Es ist doch nicht jeder so wie Lena Schilling, meinen Sie? Wenn die Medien mit ihr oder ihm fertig sind, ist er es – oder sie!

 
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Linksradikaler
vor einer Woche

Niemand hat Angst vor der FPÖ, nicht nur der Pirkner. Angst muß man von den Grünen haben, was die so verzapfen...

 
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    F_Z
    vor einer Woche

    Wieso hast du denn vor den Grünen Angst?

     
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    Franz Brugger
    vor einer Woche

    @Linksradikaler:Dass die Welt so ist wie sei heute ist - beim Schlechten wären die Grünen schuld, das Gute haben die etablierten Parteien bewirkt?????

    Wobei dann noch die Deffinition - schlecht/gut - zu hinterfragen wäre.

    Aktuell: E-Fuel für Verbrenner nach 2035 waäre für Sie gut oder schlecht

     
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Gertrude
vor einer Woche

Diese Verantwortung ist wichtigen Entscheidungsträger:innen in der ÖVP entweder nicht bewusst – was naiv wäre – oder schlichtweg egal. Und das ist de facto eine moralische Bankrotterklärung einer noch immer staatstragenden und in früheren Zeiten auch von politischen Persönlichkeiten mit Format geführten Partei.

Danke Herr Pirkner, dem ist nichts hinzuzufügen.

 
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r.ingruber
vor einer Woche

Alles gesagt. Auch wenn der ÖVP der Tiefgang so schnell nicht gelingen wird, der Niedergang wird sich in einer Woche bereits in Zahlen ausdrücken lassen.

 
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