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Erste Aufträge für Erneue­rung der Tennishallen vergeben

Geschätzte Gesamtkosten 4,85 Millionen Euro. Baustart März 2026. Fertigstellung bis Dezember 2026.

Die in die Jahre gekommenen Lienzer Tennishallen werden saniert und um einen Zubau und einen angrenzenden überdachten Eislaufplatz erweitert. Wie dabei vorgegangen wird, ist etwas speziell.

Zunächst traf sich eine Arbeitsgruppe der Stadt fast ein Dutzend mal und tüftelte an der künftigen Funktion. Dann entwarf Stadtbaumeister Klaus Seirer einen Masterplan. Diesen Plan, samt Grundriss der neuen Sportstätte haben wir Mitte Dezember 2024 ausführlich vorgestellt. Damals vermieden sowohl Gemeindemandatare als auch Stadtbauamt jede Angabe von Kosten. Im Budget 2025 wurden aber 200.000 Euro „für die Planung“ reserviert.

Gemeint war wohl die detaillierte Ausführungsplanung, die nun in der Gemeinderatssitzung am 27. vergeben wurde. Nachdem die Honorarsätze von Architekten direkt mit der Bausumme korrespondieren, musste vor der Auftragsvergabe wohl oder übel auch eine Baukostenschätzung erstellt werden und damit ist nun auch diese Katze aus dem Sack: Die Kosten für die Sanierung der beiden Mehrzweckhallen samt zusätzlichem Funktionstrakt werden auf 4.850.000 Euro geschätzt.

Der Zustand der Lienzer „Mehrzweckhallen“ ruft nach Sanierung. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Ausgehend von dieser Summe wurde geschätzt, was die Ausführungsplanung kosten könnte „und die entsprechenden Leistungen aufgrund dieser Schätzung im Unterschwellenbereich als Direktvergabe ausgeschrieben“, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik im Gemeinderat. Entschlüsselt bedeutet das, dass das Planungshonorar unter 100.000 Euro netto liegen muss. Dann gilt es als „unterschwellig“.

Das Stadtbauamt lieferte aber nicht nur einen Masterplan für das Millionenprojekt, sondern auch bereits eine so detaillierte Vorplanung, dass diese als Basis für die baubehördliche Bewilligung gelten kann. „Das haben wir sehr gut gemacht“, unterstrich die Bürgermeisterin, um anschließend aufzulisten, welche Unternehmen um wieviel Geld die endgültige Ausführungsplanung anboten.

Elf Architekten- und Planungsbüros wurden eingeladen, ein Angebot abzugeben. Sechs Angebote trafen im Stadtbauamt ein. Den Zuschlag erhielt als günstigster Anbieter die V&P Design ZT GmbH von Architekt Martin Valtiner, der die Planung zum Pauschalpreis von 63.000 Euro netto anbietet.

Die Tragwerkplanung wird das Büro Tagger um 20.956 Euro netto umsetzen. Die Haus- und Elektroplanung wurde mit einer Angebotssumme von 82.620 Euro netto an die Firma Technoterm vergeben. Sowohl der Voranschlag für die Gesamtkosten als auch die genannten Planungsleistungen wurden einstimmig vom Gemeinderat genehmigt.

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe arbeitete als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er nach Lienz zurückkehrte und 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief. 2025 erhielt Pirkner für seine journalistische Arbeit den Walther-Rode-Preis.

Ein Posting

MVP
vor 9 Monaten

na dann hoffen wir mal, dass aus der Halle kein Prater-Vorplatz wird...

 
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