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Stadtwärme Lienz: Neues Tarifmodell ab 1. Jänner

Es kommt ein einheitlicher Tarif, preislich gekoppelt an den Tiroler Biowärmeindex.

Mit 1. Jänner 2026 führt die TIWAG-Next Energy Solutions GmbH (Tinext) in Lienz ein neues Tarifmodell für die Fernwärme ein. Es ersetzt mehrere bisherige Varianten durch einen einheitlichen Haupttarif und soll die Preisstruktur vereinfachen und für alle Kundengruppen transparenter machen.

Der neue Tarif besteht aus einem Leistungspreis von 45,59 Euro pro Kilowatt und einem Arbeitspreis von 106,20 Euro pro Megawattstunde (inkl. Umsatzsteuer). Als Übergangshilfe gibt es 2026 einen Umstellbonus, der den Arbeitspreis um 15  Prozent reduziert und laut Tinext „einen sanften Übergang in das neue Modell ermöglicht.“

Künftig wird der Fernwärmetarif in Lienz an den Tiroler Biowärmeindex gebunden. Dieser berücksichtigt Faktoren wie Energieholz, Strom, Baukosten oder Verbraucherpreise und bildet laut Tinext „eine ausgewogene und nachvollziehbare Grundlage für die Preisbildung“.

Alle Kundinnen und Kunden erhalten ein Angebot für neue Wärmelieferverträge, deren Bedingungen laut Stadtwärme „in Abstimmung mit Interessensvertretungen überarbeitet wurden.“ Geschäftsführer Stephan Hilber betont: „Wir schaffen mit dem neuen Modell eine klare und faire Grundlage für alle Kundengruppen.“

Mit der Indexbindung folge Tinext auch einer Empfehlung der Arbeiterkammer Tirol. Das Modell soll langfristige Planungssicherheit schaffen, Kosten fair verteilen und die Wirtschaftlichkeit der Versorgung sichern.


Das Fernheizwerk der Stadtwärme Lienz wurde kurz nach der Jahrtausendwende von der Stadt, der Tiwag und der Energie Steiermark errichtet. Ende 2007 übernahm die Tiwag 100 Prozent der Gesellschafteranteile. 2021 wurde die TIWAG-Next Energy Solutions GmbH gegründet. Die Stadtwärme Lienz ist seither eine Zweigniederlassung dieser 100-Prozent-Tochtergesellschaft der Tiwag.

6 Postings

Roswitha Biomassekundin
vor 2 Wochen

Sehr geehrter Herr Stefan HIlber, auf der Homepage der Stadtwärme Lienz ist unter Dokumente/Downloads für Lieferanten ganz klar ersichtlich, dass Rundholz angeliefert wird, dieses dann in Festmeter (FMM) abgerechnet und somit EINGEKAUFT wird....d.h. es werden BAUMSTÄMME mit Rinde eingekauft (=FMM) ! Daher bin ich sehr verwundert darüber, dass unter Preise/Tarife im Neuen Wärmetrarif 2026 nun im Preismodell für 2026 (für Neukunden) auf den Tiroler Biowärmeindex gegriffen bzw. im Arbeitspreis über den Indexmix an die Neukunden verrechnet wird. Der Tiroler Biowärmeindex hat in seiner Zusammensetzung 75% (Arbeitspreis I) bzw. 45 % (Arbeitspreis II) den Energieholzindex der Landwirtschaftkammer Niederösterreich im Indexmix, welcher ALLERDINGS FÜR STÜCKGUTKESSEL im Jahr 1979 AUFGESETZT WURDE! Aufgrund dieser Tatsache sind die Zugangswerte zu 35 % Brennholz in Form von 1 m LANGEM SCHEITHOLZ in RMM, 15 % FASERHOLZ in FMO, 15 % SCHLEIFHOLZ in FMO, 20% Sägehackgut in SRM und 15 % Sägespäne in SRM !!!! siehe: https://noe.lko.at/energieholzindex+2400+1297728 Wie nun für jeden Österreicher bzw. jede Österreicherin ganz klar ersichtlich ist, entspricht der Indexmix in Bezug auf DAS EINGEKAUFTE HOLZ ABSOLUT NICHT DEM, WAS SIE AN DIE KUNDEN NUN VERRECHNEN WOLLEN. Der Gesetzgeber verlangt allerdings, dass sich im Indexmix des Arbeitspreises DER TATSÄCHLICHE WARENEINKAUF des jeweiligen Biomasseunternehmens widerspiegeln muss! Nachdem die Berechnungsbasis des Energieholzindex der LK NÖ zu - 89 % -- das 1 m LANGE SCHEITHOLZ mit dem FASER- und SCHLEIFHOLZ ausmacht, ist dieser Index in meinen Augen für Biomasse möglicherweise sogar als sachfemd einzustufen, da dieser Index für Stückgutkessel aufgesetzt wurde und nicht für Biomasseunternehmen, die Bloche (=Baumstämme) in Festmetern mit Rinde (=FMM einkaufen. Meine Frage an Sie: Ist es von Ihnen so gewollt, dass Neukunden, einen Vertrag von einem Biomasseunternehmen unterschreiben, in dem über den Arbeitspreis (Indexmix) auf teueres, arbeitsintensives 1 m langes Scheitholz, Faserholz und Schleifholz gegriffen wird und demgegenüber fast unbearbeitetes, im Verhältnis billiges RUNDHOLZ eingekauft wird oder ist Ihnen diese Tatsache nicht bekannt? Das wäre vergleichbar damit, dass wenn Sie im Gasthaus ein Hühnergeschnetzeltes bestellen und konumieren, dafür allerdings den Preis von einem Steak bezahlen müssten!

Kein einziger Zugangswert (RMM/FMO/SRM) im Energieholzindex der LK NÖ entspricht Ihrem Einkauf von Biomasse in Form von Baumstämmen (=Blochen) in Festmetern mit Rinde (FMM) In der AK Zeitschrift Nr 183, Oktober 2025 - Fernwärme: Enorme Preisunterschiede - kann jeder nachlesen, dass die Bioenergie Kufstein mit EUR 1.308,00 in Tirol laut Marktanalyse Kreutzer Fischer & Partner als zweitteuerster Anbieter ausgewiesen wurde....dort wird der Salzburger Biowärmeindex (ist ident mit dem Biowärmeindex Tirol) im Indexmix des Arbeitspreises verwendet und liegt damit ca. 15 % ÜBER DEN BEREINIGTEN TIROLER DURCHSCHNITTSPREIS von etwa EUR 1.138,00 - laut Artikel in der AK-Zeitschrift!Daher finde ich einen Umstiegsrabatt von 15 % im 1. Jahr, der laut TIWAG-NEXT Energy angeboten wird, absolut nicht fair gegenüber den Biomassekunden.

 
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neutral
vor 3 Monaten

Es wäre fair und korrekt, ausgehend vom Basispreis 2020 nach dem neuen Tiroler Indexmodell bis 2025 hochzurechnen und die zuviel bezahlten Beträge rückzuerstatten. Der Basispreis 2025 dürfte insbesondere bei den COICOP-indexierten Verträgen viel zu hoch sein!

 
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irina
vor 3 Monaten

Und wie kann man das jetzt mit dem derzeitigen Preis vergleichen? Derzeit beträgt der Energielpreis 11,5866 pro kwh??? Um wieviel teurer wird es?

 
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    pg
    vor 3 Monaten

    Energiepreis: 11,5866 Cent/kWh = 115,866 €/MWh Leistungsbereitstellung: 34,9374 €/kW lt. Wärmepreisblatt gültig ab 01.01.2025

    Warum der Leistungspreis so angehoben wird bleibt ein Rätsel, so dramatisch hat sich das Fernwärmenetz ja nicht verändert. Es wird annähernd gleich bleiben von den Kosten. Mit den 15% Nachlass zu Beginn noch etwas günstiger als momentan und in weiterer Folge wird es dann sowieso schrittweise angehoben, so wie bisher.

     
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      irina
      vor 3 Monaten

      Das heißt: der Leistungspreis ist der Leistungsbereitstellungspreis und der Arbeitspreis ist der Energiepreis?? Wieso kann das nicht so benannt werden, wie es im Wärmepreisblatt steht?

       
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      chiller336
      vor 3 Monaten

      ich traue dem landesunternehmen überhaupt nicht mehr ... kompliziert für den laien, den nur das ergebnis unterm strich interessiert. warten wir ab, was kommen wird ... ich geh davon aus, es wird alle betroffenen gleich überraschen wie mit dem strompreis der tinetz als landesenergieversorger

       
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