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Wer kommt angesichts einer unsicheren Zukunft nicht ins Grübeln? Foto: iStock/Arts Media

Wer kommt angesichts einer unsicheren Zukunft nicht ins Grübeln? Foto: iStock/Arts Media

Österreicher weltweit unter den größten Pessimisten

Dagegen sind Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern besonders optimistisch.

Die Bevölkerung von Österreich gehört aktuell zu den pessimistischsten weltweit. Das geht aus der heurigen End-of-Year-Umfrage (EOY) von Gallup International hervor, wie das Institut am Mittwoch bekannt gab. Demnach sehen von den 60 untersuchten Ländern nur die Menschen in Bulgarien und in Bosnien-Herzegowina pessimistischer in die Zukunft als die Österreicherinnen und Österreicher.

Das Institut befragte jeweils rund 1.000 Personen pro Land. Auf die Frage, ob 2026 besser, schlechter oder gleich sein wird wie 2025, antworteten hierzulande 15 Prozent mit "besser", 41 Prozent mit "schlechter" und 39 Prozent mit "gleich". Das ergibt einen Gesamtscore von -26 Punkten. Im Vorjahr waren die Menschen in Österreich allerdings mit 50 Prozent "schlechter" noch einmal deutlich negativer gestimmt.

Gleichauf mit Österreichs Score von -26 Punkten lagen heuer Ghana und Belgien, Bosnien mit -28 knapp darunter. Die Menschen in Bulgarien sind mit -36 noch einmal deutlich pessimistischer.

Am hoffnungsvollsten in die Zukunft schauten die Kenianerinnen und Kenianer mit 67 Punkten. Dort sehen 78 Prozent eine Entwicklung zum besseren, 11 Prozent zum Schlechteren und 8 Prozent erwarten keine Änderung. Das sich gerade aufrappelnde Bürgerkriegsland Syrien steht mit 61 Punkten (73 Prozent besser, 13 Prozent schlechter, 14 Prozent gleich) an zweiter Stelle. Ebenfalls sehr positiv eingestellt sind die Menschen in Saudi-Arabien (58 Punkte), Kolumbien (45 Punkte) und Indien (44 Punkte).

Weltweit gesehen sind 37 Prozent optimistisch

Weltweit glauben 37 Prozent der Befragten, dass das Jahr 2026 besser werden wird als 2025, teilte das Institut weiter mit. 25 Prozent erwarten eine Verschlechterung, während 31 Prozent mit keinen größeren Veränderungen rechnen. Daraus ergibt sich ein Netto-Hoffnungswert von 11. Im Vergleich zur End-of-Year-Umfrage 2024 ist die Zuversicht demnach jedoch leicht gesunken. Damals erwarteten 41 Prozent ein besseres und 24 Prozent ein schlechteres kommendes Jahr.

"Während die Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern des Globalen Südens relativ optimistisch sind, nehmen die Sorgen in den entwickelten westlichen Volkswirtschaften sowie bei älteren Generationen in allen Regionen zu, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftlichen Aussichten und den globalen Frieden", so Gallup International in seiner Aussendung.

6 Postings

zeinerpeter
vor einer Woche

Pfeif auf die Umfrage. Werft bitte nicht alle in den gleichen Topf. Es gibt auch Andersdenkende u. das nicht wenige!

 
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Annalies
vor 2 Wochen

Mir ist aufgefallen, dass in Österreich das kollektive Bewusstsein verloren gegangen ist. Das war schon vor der Pandemie spürbar. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Zum einen, die österr. Volksseele: das RAUNZEN. Weiters, die Angst vor Veränderung. Und, ein ganz wesentlicher Faktor, die Ambivalenz. Wir erkennen zwar, dass viele Dinge so nicht weitergehen können, aber wollen nicht das Risiko nehmen, uns auf neue Situationen einstellen zu müssen. Deshalb sind wir sehr empfänglich für Manipulanten geworden, die unsere Unzufriedenheit noch mehr schüren, jedoch keine Lösungen anbieten. Wir sollten im Positiven wieder zusammenhalten und uns auf unsere Stärken besinnen. Österreich ist ein gutes Land mit fähigen Menschen, also Mut und Vertrauen ineinander!

 
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doc-doc
vor 2 Wochen

Schon glaubhaft. Es wird unglaublich über Dinge gemeckert, Neid und Missgunst sind weit verbreitet, obwohl oder gerade weil der Grossteil zu den finanziell reichsten Menschen auf der Welt gehören, die sich aber immer mit den noch reicheren vergleichen. Wenn man viel reist, erfährt man es täglich, dass die am einfachsten lebenden Menschen die herzlichsten und glücklichsten sind, abgesehen von Kriegs- und Katastrophengebieten und bei schweren menschlichen Schicksalsschlägen. Steigen Sie etwa in Asien in ein Flugzeug und in München aus und schauen Sie sich auf die Rolltreppe die frustrierten Gesichter an.

 
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isnitwahr
vor 2 Wochen

Man befragt von 9 Millionen Einwohnern 1000 Leute und das ist dann repräsentativ! Kann mir das wer erklären?

 
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    griasenk
    vor 2 Wochen

    Ja, da kann ich dir beipflichten, wie aussagekräftig diese Umfrage ist. Auch wäre interessant zu wissen, in welchen Bundesländern (Gewichtung) diese Umfrage gemacht wurde. Allerdings stimme ich doc-doc und Annalies 100%ig zu. Wir jammern über alles, sind aber nicht bereit etwas zu verändern, Angst das es nachher noch schlechter wird. Griasenk

     
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      isnitwahr
      vor 2 Wochen

      Danke für die Rückmeldung und ja, ich kann den Beiden auch zu 100% zustimmen. Es gibt sicher Viele, denen es finanziell nicht so gut geht, aber ich habe auch den Eindruck, dass es den Meisten von uns relativ gut geht, vielleicht zu gut, denn dann will man halt immer mehr. Ich wünsche Euch ein gutes, gesundes und zufriedenes Neues Jahr!

       
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