Ihr Dolo Plus Vorteil:
Diesen Artikel jetzt anhören

Antholz unter den fünf olympischen Ringen

Licht und Schatten rund um ein gigantisches internationales Sportfest mitten in den Südtiroler Bergen. 

Am 6. Februar beginnen die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026, die an mehreren Austragungsorten stattfinden. Neben Mailand und Cortina d’Ampezzo gehört auch Antholz zu den zentralen Schauplätzen, wo die olympischen Bewerbe im Biathlon ausgetragen werden. Die Vorfreude in der Region ist groß, schließlich gilt Antholz seit Jahrzehnten als international anerkannter Standort des Wintersports.

Gleichzeitig mehren sich jedoch kritische Stimmen. Denn mit dem Heranrücken der Spiele wird zunehmend sichtbar, dass das Großereignis nicht nur sportliche Begeisterung mit sich bringt, sondern auch Fragen und Sorgen aufwirft.

Fotos: Lea Marie Steinwandter

Zwar wurden die Winterspiele von Beginn an als die „nachhaltigsten Olympischen Spiele aller Zeiten“ angekündigt, da weitgehend auf bestehende Sportstätten und Infrastrukturen zurückgegriffen werden sollte. Dennoch sind zahlreiche große Bauprojekte entstanden, die das Landschaftsbild und den öffentlichen Raum nachhaltig verändern.

Mehr als drei Milliarden Euro wurden bislang aus sogenannten Olympiageldern verbaut. Dabei stellt sich für viele die Frage, woher diese Mittel stammen und wer letztlich die finanziellen Lasten trägt. Unklarheiten bestehen auch darüber, welche Projekte tatsächlich rechtzeitig fertiggestellt werden, welche Folgekosten entstehen und wie die neu geschaffenen Strukturen nach den Spielen genutzt und erhalten werden sollen. Die Diskussion reicht damit weit über den sportlichen Rahmen hinaus und berührt grundlegende Themen wie Transparenz, Nachhaltigkeit und langfristige Verantwortung.

Im Gespräch mit Alexander Messner werden Chancen und Kritikpunkte aufgegriffen und aus regionaler Perspektive eingeordnet. Alexander Messner ist Lehrer an einem Gymnasium und ehemaliger Gemeindevertreter von Antholz. Im Dolomitenstadt Podcast erklärt er seine Bedenken rund um Olympia in seinem Heimatdorf.


Der Dolomitenstadt Podcast ist ein akustisches Magazin, das die Redaktion von dolomitenstadt.at in Lienz zusammenstellt. Das Themenspektrum ist breit und beschränkt sich nicht nur auf die Region. Wir stellen spannende Projekte vor, widmen uns den Künsten und der Kunst des Lebens, schauen in Kochtöpfe und über den Tellerrand, greifen heiße Eisen an und diskutieren die Themen unserer Zeit mit Menschen, die etwas zu sagen haben. Zu finden auch auf Spotify und bei Apple Podcasts.

Lea Marie Steinwandter stammt aus Toblach, studiert in Klagenfurt und schreibt als freie Autorin für Dolomitenstadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Olympic Team Austria macht sich auf den Weg

115 Sportlerinnen und Sportler gehen ins Rennen. Benjamin Karl und Anna Gasser tragen die Fahne.

Das Olympische Feuer erreicht Südtirol

Mit einem feierlichen Empfang in Toblach beginnt der Countdown zu Milano–Cortina 2026.

Keine Postings

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren