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Erfolgreicher Start für Einweg-Pfandsystem

81,5 Prozent Sammelquote im ersten Jahr – Ziel von 90 Prozent bis 2027 in Reichweite.

Ein Jahr nach Einführung des Einweg-Pfandsystems auf Getränkeverpackungen zieht Recycling Pfand  Österreich eine positive Bilanz: Mit einer Sammelquote von 81,5 Prozent seien die Vorgaben der Pfandverordnung übertroffen worden. Das System sei ein Meilenstein der Kreislaufwirtschaft und soll bis 2027 eine Quote von 90 Prozent erreichen.

Das Recycling-Unternehmen und Umweltminister Norbert Totschnig präsentierten die Zahlen bei einer Pressekonferenz. Totschnig betonte, das System sei „ein zentraler Hebel“, um EU-Vorgaben zu erfüllen und den Recyclinganteil bei PET-Flaschen zu sichern.

Insgesamt wurden 2025 rund zwei Milliarden Pfandflaschen und -dosen in Umlauf gebracht, davon 1,4 Milliarden retourniert und dem Materialkreislauf wieder zugeführt. Laut Geschäftsführerin Monika Fiala zeigt das System breite Akzeptanz: Drei Viertel der Konsument:innen befürworten das Pfand, 85 Prozent fühlen sich gut informiert. Rückgaben erfolgen zu 98 Prozent über Automaten im Handel – im Schnitt mit 13 Gebinden pro Vorgang.

Norbert Totschnig und Monika Fiala präsentieren zufriedenstellende Zahlen und blicken optimistisch in die Recycling-Zukunft. Foto: Purtscher Relations

Das Pfandsystem sorgt nicht nur für weniger Littering, sondern auch für hochwertiges Recycling: Flaschen und Dosen werden sortenrein gesammelt und als Rohstoffe erneut genutzt. Produzenten erhalten ein Vorkaufsrecht auf recyceltes Material, was den Einsatz von Neuplastik reduziert und die EU-Vorgabe eines 25-Prozent-Rezyklatanteils unterstützt.

Zudem zeigt das System ökologische Lenkungswirkung: Verpackungen mit schlechter Recyclingfähigkeit werden künftig höher bepreist, wodurch nachhaltige Materialien gefördert werden. „Das Pfandsystem ist erfolgreich gestartet und im Alltag angekommen“, sagte Fiala. „Nun gilt es, die Sammelquote weiter zu steigern und Österreichs Kreislaufwirtschaft langfristig zu stärken.“

Rückgabezahlen nach Bundesländern

Im Gesamtjahr 2025 wurden 1,4 Milliarden Pfandgebinde (51 Prozent Kunststoffflaschen, 49 Prozent Metalldosen) im Einweg-Pfandsystem zurückgegeben. Die Rückgabezahlen verteilen sich auf die einzelnen Bundesländer wie folgt:

Vorarlberg: 54 Millionen
Tirol: 98 Millionen
Salzburg: 90 Millionen
Kärnten: 83 Millionen
Steiermark: 180 Millionen
Oberösterreich: 197 Millionen
Niederösterreich: 291 Millionen
Wien: 315 Millionen
Burgenland: 53 Millionen

15 Postings

A neuer@Mitleser
vor 7 Tagen

Schade das sich zu diesem Thema noch keine Wertstoff Entsorgungsfirma geäußert hat,und über die Vor/Nachteile aus ihrer Sicht berichtet hat. z.B. können Sortieranlagen die für Kunststoffe ausgelegt waren noch weiter betrieben werden wenn nicht,wo ist eine moderne Sortieranlage wird jetzt das Entsorgen teurer,weil die zwei besten Wertstoffe nicht mehr dabei sind.....usw. Über eine ausführliche Information diesbezüglich wäre die Bevölkerung sicherlich froh.

 
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Sophie
vor einer Woche

Für Urlauber oder Durchreisende ist es auch sehr unschön mehr zu bezahlen und dann keine Chance auf Rückgabe zu haben.. Außer man hat seine eigenen Gebinde mit an Bord und füllt die Saftln geschwind um ;)

 
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    senf
    vor einer Woche

    Na wie schlimm, die armen Urlauber können sich das Gebindepfand nicht mehr leisten ...

    Schreckliche Welt, tsss, tss, ts ...

    Eigentlich zum Schreien, liebe Sophie!

     
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lia
vor 2 Wochen

das pfand erhöht die inflationsrate. von den grünen kommen nur weinideen.

 
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Ist es so
vor 2 Wochen

War doch nicht alles schlecht, was die Grünen so beschlossen haben! 🥰 Aber Hauptsache, es wurde dagegen gewettert, vorallem die FPÖ, die grundsätzlich gegen ALLES ist, nur um irgendwas zu sagen, denn eigene SINNVOLLE Ideen haben diese Leute halt nicht. Und falls was kommt, ist es eh nur Unsinn.

 
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schaltjahr
vor 2 Wochen

Das Pfandsystem ist wirklich eine nette Idee. Man zahlt Pfand, sammelt brav Flaschen daheim und darf sie dann beim Automaten vorstellen. Wie bei einem Casting. „Du ja. Du nein. Du… heute lieber nicht.“

Der Pfand selbst ist kein Geld, sondern ein Versprechen mit Widerrufsrecht. Man bekommt es zurück, wenn alles passt, der Automat gut gelaunt ist und Merkur im richtigen Winkel steht.

Aber laut Statistik läuft’s hervorragend. Was beruhigend ist, denn subjektives Scheitern zählt bekanntlich weniger als objektiver Erfolg in Prozentzahlen.

Ich zahle Pfand, übernehme Lagerung und Transport und freue mich ehrlich, wenn ich mein eigenes Geld wiedersehe. Nachhaltigkeit kann so viel Freude machen. ♻🙂

 
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    Sophie
    vor einer Woche

    Auf jeden Fall bedeutet es einen zeitlichen Mehraufwand! Ich habe vorher kein einziges Gebinde weniger sortiert zur Müll-Sammelstelle gebracht.

     
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      senf
      vor einer Woche

      Für die Natur und die Umwelt etwas Gutes zu tun ist immer ein Mehraufwand. Aber einer der sich lohnt.

      Zumindest nach meinem Verständnis!

       
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Gotwald1
vor 2 Wochen

Ja,die Geschäftsidee, war ja meine Vermutung, ist ja das was NICHT retourniert wird! Natürlich wird es eine "Verschiebung" geben, da ja noch Zeugs wo rumliegt, oder noch nicht getrunken wurde, aber pats Rechnung ist schon ne satte Summe die im Handel bleibt! Und auch ein Safterl das 0,25Cent mehr ander Kasse bringt, bringt auch mehr Steuern rein! Kleinvieh macht auch eine Menge Mist! Und am Ende des Tages steht die BR dann als "Wohltäter" da, und lässt sich wochenlang hochleben. *irooff*

 
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    F_Z
    vor 2 Wochen

    Einwegpfand wird steuerlich wie eine Kaution behandelt und ist nicht steuerpflichtig....

     
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    senf
    vor 2 Wochen

    Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass die Läden doch auch Anlageinvestitionen haben/hatten und die Entsorgung einiges an laufenden Kosten verursacht. Die "Nette Summe die im Handel übrig bleibt" wie sie es darstellen dürfte sich daher in Grenzen halten, aber all das braucht den Kritiker hier ja nicht zu interessieren.

    Ich denke, dass der Gewinner letztlich die Umwelt ist, was ja im Moment nicht so genau messbar ist.

    Um dafür hier politische Lorbeeren zu verstreuen ist es zu spät, handelt es sich doch mit dem Einwegpfandsystem um eine Aktion, die bereits von der ehemaligen Umweltministerim Leonore Gewessler in Österreich eingeführt wurde und mit deren Federn sich jetzt ihr Kontrahent schmückt. Für manche seiner Freunde sicher der Oberhammer - auf gut oschttirolerisch! :-)

     
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      F_Z
      vor 2 Wochen

      naja, der Handel erhält pro retournierter Flasche bzw. Dose je nach Gebinde und Rückgabeart zwischen 2,61 und 3,99 Cent- ein schlechtes Geschäft ist das sicher nicht...

       
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pats
vor 2 Wochen

2,0 Milliarden Gebinde minus 1,4 Milliarden Retouren, verbleiben 700 Millionen...mal 0,25€ = 150.000.000€ (!!!) Pfand, das nicht eingelöst wird🙄?? Verstehe ich das richtig?? Da freut sich der Handel aber😍!!! Da brauchen wir echt keine Angst mehr haben, dass sie die grosszügige MwSt.-Senkung nicht an uns weitergeben werden...das Geld brauchen sie dann nicht mehr *ironieoff* 🤪🤪🤪

 
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    chiller336
    vor einer Woche

    bleibt die frage, ob der handel für die erzeugnisse vom hersteller demselben auch pfand bezahlen muss - weiss das wer?

     
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      Sophie
      vor einer Woche

      Das kann man am besten bei den regionalen Herstellern von Milchprodukten telefonisch erfragen. Bei den meisten steht ja die Telefonnummer auf dem Etikett. Ich glaube, daß das 1:1 funktioniert, denn sonst könnten die ja nicht arbeiten! Aus Kundensicht lohnt es sich jedoch, die gezahlten Pfandbeträge mit den nachher am Automaten erstatteten zu vergleichen! Hier ist es tatsächlich schon zu Differenzen gekommen. ... Die dann aber auf Reklamation auch korrigiert wurden.

       
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