Seit September 2025 werden zwölf Kinder im Alter von ein bis drei Jahren in der neuen Kinderkrippe des Osttiroler Kinderbetreuungszentrums (OKZ) in Sillian betreut. Dafür werden Räumlichkeiten des Arbeitsstandortes der Lebenshilfe genutzt, die zusätzlich ein inklusives Miteinander ermöglichen. Am Freitag, 23. Januar, besuchte Pflege- und Bildungslandesrätin Cornelia Hagele den Betrieb.

„Mit dem Ziel, den Betreuungsalltag in Sillian zu verbessern, haben sich OKZ, Lebenshilfe und die Gemeinde zusammengetan. Die neuen Räumlichkeiten bieten beste Bedingungen für die Kinder und die Pädagoginnen und Pädagogen“, so Hagele, die ergänzt: „Mit Blick auf die lokalen Gegebenheiten ist eine solche Zusammenarbeit oft Grundvoraussetzung für hochwertige Kinderbildung. Zugleich kann dieses Erfolgsprojekt ein Modell für gemeindeübergreifende Zusammenschlüsse sein. Denn unser klares Ziel ist es, vor allem in den Regionen erstklassige Bildungsangebote zu schaffen.“
Die Kooperation ergab sich im letzten Jahr, da durch Veränderungen am Arbeitsstandort der Lebenshilfe in Sillian die Räumlichkeiten im ersten Stockwerk frei wurden und sich ideal für die Einrichtung einer Kindergruppe eigneten. „Kinderbetreuung ist mehr als Aufsicht – sie ist ein Ort des Lernens, des Entdeckens und des sozialen Wachsens. In Kombination mit der Lebenshilfe schaffen wir Räume, in denen Vielfalt als Bereicherung erlebt wird und Inklusion von Anfang an selbstverständlich ist“, betont Sabine Bodner, Geschäftsführerin des Osttiroler Kinderbetreuungszentrums.
„Die Synergien, die sich durch den gemeinsamen Standort ergeben, hätten wir in diesem Ausmaß nicht erwartet.“
Thomas Niederwieser, Regionalleiter der Lebenshilfe Tirol
Auch die Lebenshilfe zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung am Standort Sillian. Thomas Niederwieser, Regionalleiter der Lebenshilfe Tirol spricht von einer Erfolgsgeschichte: „Die Synergien, die sich durch den gemeinsamen Standort ergeben, hätten wir in diesem Ausmaß nicht erwartet.“ Die Begegnung ermögliche laut Niederwieser ein ganz selbstverständliches Miteinander: „Gemeinsame Aktivitäten wie Backen oder Basteln zeigen, wie bereichernd dieses Miteinander für alle Beteiligten ist.“ Abschließend äußert Niederwieser einen Dank an Andrä Weiler, dem ehemaligen Standortleiter, der „diese Idee maßgeblich mitentwickelt und mit großem Engagement vorangetrieben hat.“
Bürgermeister Franz Schneider unterstreicht die Bedeutung des Projekts für Sillian: „Für unsere Gemeinde ist es entscheidend, gute und nachhaltige Lösungen für Familien zu schaffen. Ich bin zuversichtlich, dass die Kooperation zwischen Lebenshilfe, Gemeinde und OKZ weiter ausgebaut wird – zum Wohle der Kinder, der Eltern und der gelebten Inklusion in unserer Gemeinde.“ Erfreut zeigt sich auch die Präsidentin der Lebenshilfe Tirol, Christine Brugger: „Die Kooperation ist ein beispielhaftes Modell dafür, wie gemeinsames Engagement wirken kann. Alle Beteiligten verfolgen dasselbe Ziel: Menschen – ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderungen – bestmöglich zu unterstützen und ihnen Räume der Begegnung zu eröffnen. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie Inklusion im Alltag gelingen kann, wenn man Kräfte bündelt und Verantwortung gemeinsam trägt.“
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Ganz schön viel, was Frau LR Hagele und Frau Präsidentin Brugger in ihre Erwartungen packen. "Räume der Begegnung zu eröffnen", ist jedenfalls ein lobens- und unterstützenswertes Anliegen. Ihr Wort in Gottes Ohr!
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